Liebe Wanderfreunde,

nachdem Andreas und ich bereits an der Naked European Walking Tour ’19 teilgenommen, die Sächsische Nacktwanderwoche ’19 ausgerichtet und Andreas zusammen mit Torsten, sowie vielen weiteren Freunden an den Thüringer Naturistentagen ’19 teilgenommen haben, möchten wir mic und Rainer aus dem Münsterland einen Besuch abstatten und unsere Erlebnisse der Westfälischen Naturistentage mit euch teilen. Erlebt eine Wanderwoche der ganz besonderen Art, mit Freunden aus nah und fern …

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Wie gewohnt, aber dennoch anders …

Da ich bereits im Jahr 2017 an den Westfälischen Naturistentagen teilgenommen habe, damals allerdings kein Bericht entstand, möchte ich euch dieses Jahr in – inzwischen – gewohnter Form auf dem Laufenden halten, so wird der Wanderbericht jeden Tag um die aktuelle Wanderung ergänzt, was wir am jeweiligen Tag erlebt haben …

Inhaltsverzeichnis

3. Tag: Die, in der wir noch echte Wildtiere erleben konnten …
4. Tag: Die, mit den 20,8 Kilometern und 34 Höhenmetern …
5. Tag: Die, mit den 16,8 Kilometern und 351 ( !!! ) Höhenmetern …
6. Tag: Die, mit den 15,5 Kilometern und 22 Höhenmetern …
7. Tag: Die, mit den 14,9 Kilometern und 223 Höhenmetern …
8. Tag: Die, in der die Kegel einfach nicht umfallen …

Die, in der wir noch echte Wildtiere erleben konnten …

Nachdem die Teilnehmer der Westfälischen Naturistentage bereits drei Wanderungen erleben durften, entschieden sich auch Torsten und Uwe, zusammen mit mir, den weiten Weg ins Münsterland auf sich zu nehmen, um diese besondere Wanderregion zu erkunden. So ging es für uns zunächst über 575 Kilometer und zahlreiche Autobahnen in Richtung des Sonnenhofs Marbeck, welcher von Torsten auserkoren wurde. Da es mir finanziell nicht ganz so gut ging, entschied ich mich bei meinem guten alten Freund Mic in Altenberge zu nächtigen.

Da die heutige Wanderung aufgrund der Anfahrt für uns ausfiel, konnten wir so nur noch am Besuch der Wildpferde im Merfelder Bruch teilnehmen. Da uns dieses Event wichtig war, sollte die Vorfreude auch entsprechend groß sein. Nach einigen sehr informativen Worten, seitens der Försterin, welche sich bereit erklärte, unsere Gruppe über die Weide zu führen, konnten wir nach kurzer Zeit auch die ersten Wildpferde entdecken und vor die Linse bekommen …

Ein entsprechendes Video werde ich euch zu gegebener Zeit nachreichen. Da wir der Försterin dankbar waren, entschieden sich Mic und Rainer ihr ein kleines Geschenk zu machen: So gab es für sie einen Kalender mit Motiven von Vögeln unserer Heimat zu überreichen.

Abschließend ging es noch ins Haus Waldfrieden, wo unsere Wanderfreunde einkehrten, während ich zu einer kleinen Geocaching-Runde aufbrach.

Die, mit den 20,8 Kilometern und 34 Höhenmetern …

Unsere heutige Wanderung sollte uns am vierten Tag der WNT entlang der Ems führen, auf der wir erneut die Höhenunterschiede des Münsterlands kennenlernen sollten. Doch zunächst einmal starteten wir bei Mic in Altenberge, um Rainer’s Auto als Pausenauto einige Kilometer vom Startpunkt der Wanderung zu platzieren. Da wir für diese Aktion grundsätzlich zwei Autos benötigen, begleiteten ihn Horst und ich, bevor Rainer sich in Horst’s Auto begab und wir gemeinsam zum Startpunkt fuhren, auf dem schon alle Freunde aus uns warteten.

So starteten wir mit Ziel Richtung … ja genau, denn ein richtiges Ziel gab es irgendwie nicht, denn wir wanderten stets entlang der Ems, bis wir am Pausenauto ankommen sollten, für eine erste Pause gegen Mittag. Während unserem Weg zur ersten Pause kamen wir nicht nur an einigen Bademöglichkeiten vorbei, sondern Rainer entschied sich zusammen mit drei weiteren Wanderern, die nächsten 800 Meter der Wanderstrecke schwimmend durch die renaturierte Ems zurückzulegen. Dabei kam es allerdings auch immer wieder vor, dass einige Stellen zu Fuß passiert werden mussten, da das Wasser recht flach war …

Wenige Minuten später erblickten wir auf der anderen Seite der Ems einen Campingplatz, auf dem Pascal und seine Frau Clarisse nächtigen. Der Campingplatz war für mich weniger interessant, denn das Panorama an dieser Stelle war einfach eine Augenweide, so dass ich beschloss, dieses auf digitalem Film festzuhalten …

Von diesem Ems-Panorama ging es anschließend zur Pausenstelle, wo Rainer’s Auto auf uns und die Radler wartete. So genossen wir bei Äpfeln, Knäckebrot, Käse, Mini-Cabanossi, Müsli-Riegeln, Apfelschorle und Mineralwasser die lang ersehnte Pause – lag doch inzwischen gut die Hälfte der Wanderung hinter uns … mit etwa 13 Höhenmetern 😂.

Nach einer knappen halben Stunde Pause begaben wir uns weiter in Richtung der Ems, bis wir nach gut einer Stunde an einem Grabhügel bei Telgte ankamen, welcher einst für heidnische Prozessionen genutzt wurde. Kurze zeit später erblickten wir auch auf einem Schild den ursprünglichen Verlauf der Ems, welcher allerdings nicht als Basis für die spätere Renaturierung genutzt wurde. Einer Brücke über die Ems folgend, standen wir so wenige Momente später am anderen Ufer, an dem ich kurz Stellung für ein Foto im Maisfeld bezog, welches Pascal fotografierte. Gut eine halbe Stunde später erblickten wir dann – in Erinnerung an den vorigen Tag – ein paar Pferde, welche auf einer naheliegenden Koppel die vorbeiziehenden Nacktwanderer beobachteten …

Von den Pferden ging es weiter zur nächsten Badestelle – einem kleinen See. Dieser wurde von Rainer und einigen weiteren Freunden ( inklusive mir ) für eine kleine Abkühlung genutzt. Ehe wir uns versahen, war Philipp auch schon am anderen Ufer des Sees angekommen, er sollte uns hier ein wenig voraus sein. Leider nützte es nichts und so schwamm er binnen weniger Minuten wieder zurück zu uns und es konnte weiter gehen. Im Nachhinein hätte er einfach nur auf uns warten müssen, denn wenige Minuten später kamen wir zu Fuß an dieser Stelle an – er hätte nur auf uns warten müssen.

Zu Fuß ging es anschließend auf einem kleinen Fußweg entlang der Bundesstraße 64, um so wieder die Seite der Ems zu wechseln. Nach einer erneuten Pause begaben wir uns zurück in Richtung unseres Startpunktes, an welchem die Radler schon auf uns warteten.

Am Ende des Tages standen sagenhafte 20,78 Kilometer zu Buche … bei gerade einmal 34 Höhenmetern. Es sollte erwähnt werden, dass gute sechs Höhenmeter durch das stete Auf-und-Ab an einer Plattform zustande gekommen sind, welche das Ergebnis „leicht“ verfälschen könnte 😄.

Die, mit den 16,8 Kilometern und 351 ( !!! ) Höhenmetern …

Am fünften Tag sollte es für uns in den Teutoburger Wald gehen. Da die Wanderung größtenteils im Wald verlief und keine nennenswerten Ereignisse stattfanden, möchte ich euch heute mit einem Kurzbericht den späten Abend versüßen. Starten sollten wir in der Nähe eines Botanischen Gartens, welcher vor etwa 100 Jahren durch den Aushub des Dortmund-Ems-Kanals und dem Pflanzenliebhaber Bernhard Loismann und seinem Sohn Karl Loismann entstanden ist.

Kurze Zeit später kamen wir am Privatgelände des Klettervereins Ibbenbüren vorbei, an welchem das folgende Foto entstanden ist …

Laut Rainer besteht der Klettergarten größtenteils aus Sandstein, was mich allerdings etwas zweifeln ließ, sah doch der Stein nicht so aus, wie in meiner Heimat. Dennoch fanden sich auch hier die Ringe im Stein, bei knapp 45 Grad Steigung sollte dieser Klettergarten allerdings keine großen Herausforderungen bieten, auch wenn sich ein paar sehr interessante Überhänge fanden. Dennoch fehlte für einen echten Sachsen am Ende der Kletterroute das gute und altbekannte sächsische Gipfelbuch. Vom Klettergarten sollte es weiter durch den Wald gehen, in Richtung unseres Pausenautos, bevor wir nach dem Ende der Pause an einem Friedhof zu Ehren der gefallenen deutschen Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg vorbeikamen …

Auf diesem Friedhof sind 130 deutsche Gefallene begraben, welche uns an die Schrecken eines Krieges erinnern sollen. Insgesamt gibt es in der Region um Ibbenbüren vier Kriegsgräberstätten mit 319 Gefallenen.

Im weiteren Verlauf unserer Wanderung ging es so mal bergauf und wieder bergab, bevor wir nach gut 16,8 Kilometern und 351 Höhenmetern den Parkplatz erreichten, an dem wir heute morgen starteten. Vom Parkplatz aus sollte es am Ende der Wanderung als kleinen „Bonus“ noch in den Garten Loismann gehen. Dazu fand sich auch eine Tafel zur Entstehung des Gartens:

Beim Bau des Dortmund-Ems-Kanals wurde der Aushub auf dem Land des Bauern Bernhard Loismann sen. zu einem Hügel mit einer Grundfläche von ca. 2 ha aufgeschüttet.

Da dieses Land dadurch seine landwirtschaftliche Nutzbarkeit verlor und die zunächst angepflanzten Obstbäume nicht den gewünschten Ertrag erzielten, begann Pflanzenliebhaber Bernhard Loismann sen. und später sein Sohn Karl Loismann einheimische und fremdländische Bäume und Sträucher anzupflanzen.

Um 1910 wurden die ersten aus Samen gezogenen Bäume ausgepflanzt, einige stehen noch heute.

Auf unserem Weg durch den Botanischen Garten entstand so auch nach mühevoller Kleinarbeit das folgende Panorama, welches unsere kleine Gruppe am Fuße des Mammutbaums zeigt …

Dabei ist der Amerikanische Mammutbaum noch klein, so reichte es aus, dass Heide und ich diesen umarmen konnten, in den USA gibt es da Exemplare, für welche bis zu 12 Leute benötigt werden.

Die, mit den 15,5 Kilometern und 22 Höhenmetern …

Der sechste Tag der WNT sollte uns in die Metelener Heide führen, mit Ziel Kieferngrundsee. Nachdem wir uns am Parkplatz einfanden, konnte es auch nach kurzer Zeit losgehen, denn die Checkliste und üblichen Fragen, ob jemand an der Wanderung teilnimmt oder ins Restaurant einkehrt, durfte ich diesmal stellen. Dazu wurde auch von jedem Teilnehmer 3€ einkassiert, falls er sich aus dem Pausenauto verpflegen möchte.

Nach kurzer Zeit erreichten wir auch schon – wie üblich – den Rand des Waldes und es sollte über Waldwege durch die Metelener Heide gehen. An sich nichts weltbewegendes, wäre da nicht ein verirrter Bauer gewesen, der nicht so richtig wusste, wie er sein Gülle-Faß ans Ziel bringen sollte …

Also warteten wir kurz, bis er mit seinem Traktor den Weg frei machte, so dass wir unsere Wanderung fortsetzen konnten. Nach wenigen Minuten begegnete uns ein Mann auf einem Motorrad, der einfach mal schauen wollte, was denn da für lustige Gestalten im Wald umherlaufen. Er informierte uns, dass am nahen Maisfeld Spuren von Wildschweinen gesichtet wurden und wir ein wenig Acht auf uns geben sollten. Im Verlaufe der Wanderung sammelten Andreas und ich noch einen Geocache ein, bevor wir wenige Minuten später am Pausenauto ankommen sollten.

Am Pausenauto sollte jedoch der Entschluss gefasst werden, dass wir uns mit samt Gepäck in Richtung eines nahen Sees begeben würden, so nahm ich den Korb mit den Fressalien und wir begaben uns zum Kieferngrundsee. Am Ufer genossen wir so bei einer ausgedehnten Pause das angenehme Wasser, auch wenn nur wenige unserer Wanderfreunde sich in das gut 20 Grad warme Nass trauten. Während der Pause entstand auch das folgende Panorama unserer Gruppe … 

Da Rainer bereits zu Beginn der Wanderung und am Vorabend meinte, dass es doch eine gute Idee sei, den Müll am Ufer des Sees einzusammeln, frei unter dem Motto „Naturisten für einen sauberen Strand“. So kam innerhalb weniger Minuten ein beachtlicher Haufen an Müll zusammen, doch erst später kam mir die Idee, dass man ein Video hätte drehen sollen …

Von dieser Pause am Kieferngrundsee ging es anschließend über die Wälder zurück zum Startpunkt der Wanderung. Insgesamt kamen so gestern in 15,51 Kilometern sagenhafte 22 Höhenmeter zusammen, unsere durchschnittliche Pace lag bei 15 Minuten und 51 Sekunden – für einen Kilometer.

Am Abend wollte ich dann Mic’s Wunsch erfüllen und mit ihm eine Runde Siedler von Catan spielen, nachdem zunächst auch Rainer dabei war und sich später entschloss ins Bett zu gehen, war somit der Weg für mich frei, um den Sieg zu kämpfen. Da Andreas aus Thüringen mich anfangs unterstützte und irgendwann selber auf dem Weg zum Sieg war, wurde er zum Ende hin ein harter Gegner, doch durch gute Taktik und den geschickten Einsatz einer Monopolkarte, der mir sämtlichen Lehm meiner Mitspieler einbrachte, konnte der Sieg gegen Mitternacht errungen werden. Nach dieser enttäuschenden Niederlage verließ Mic den Raum, was aber nichts mit dem Ausgang des Spiels zu tun hatte 😂 …

Somit konnte ich meine erste Partie von „Die Siedler von Catan“ gewinnen, nachdem ich bereits 2017 mit Freunden nur auf dem zweiten Platz gelandet bin.

Die, mit den 14,9 Kilometern und 223 Höhenmetern …

Am siebten Tag sollte es nochmal hoch hinaus gehen, so stand laut Rainers Planung erneut eine Wanderung im Teutoburger Wald an. Er versprach uns am Start, dass heute das Maximum der Höhenmeter erreicht würde – die Rede war zwischenzeitlich von 380 Höhenmetern, ob wir diese wirklich erreichen sollten ? Andreas und ich freuten sich auf jeden Fall schon drauf …

Die erste Zeit sollte es wie immer durch den Wald gehen – kein Wunder, schließlich waren wir im Teutoburger Wald. Auf unserem Weg, entdeckten wir immer wieder Blindschleichen, welche gerade dabei waren, sich in den wenigen Sonnenstrahlen aufzuwärmen, die das dichte Blätterdach durchließ …

Während unserer Tour von Blindschleiche, zu Blindschleiche, entstand auch bei der zweiten obiges Foto, welches in wenigen Tagen durch ein Video ersetzt wird. Auf unserem weiteren Weg kamen wir auch an einer Erinnerungstafel zu Ehren Heinz Bredes vorbei, der im April 2010 verstorben ist. Um wen es sich dabei handelt, können wir leider nicht sagen, also vermuteten wir, dass es sich dabei um einen Waldarbeiter oder Wanderer handelte, dem der Teutoburger Wald zum Verhängnis wurde. Es wäre nicht das erste Mal in seiner Geschichte, dass dieser Wald Menschenleben fordert: Im Jahre 9 ereignete sich die Varusschlacht zwischen Römern und Germanen, 1945 bekämpften sich erneut Deutsche und Alliierte während dem Zweiten Weltkrieg.

Irgendwann wurde es Zeit, dass wir den Wald verließen, um an einem ehemaligen Kloster anzukommen, welches an diesem Tage als Ziel für einige Hochzeiten auserkoren wurde: Erst begegnete uns eine alte Feuerwehr, wenig später dann auch noch ein Rolls-Royce, bei dem es sich sogar um ein Jubiläum handelte: 25 Jahre – oder silberne Hochzeit – feierte hier ein Paar …

Unser Weg sollte uns für die nächste halbe Stunde entlang des Mittellandkanals führen, welcher mit 320 Kilometern der längste Kanal Deutschlands ist. Am Mittellandkanal legten wir auch eine Pause ein, bis kurz darauf die Polizei ankommen sollte: Nach unseren Erfahrungen des vorherigen Tages, gingen wir davon aus, dass diese ebenso locker reagieren würden, doch da beide frisch von der Polizeischule kamen und sich noch „ihre Sporen verdienen“ mussten, wie Horst es formulierte, waren die ersten Momente von einem gewissen Unverständnis der Beamten geprägt. Es war nicht verwunderlich, wenn da wieder das Argument ausgepackt wurde, dass sich kleine Kinder davon gestört fühlten – just in diesem Moment radelte eine Familie mit einem kleinen Kind an uns vorbei, was überhaupt keine Probleme damit zu haben schien. Rainer entgegnete den Polizisten sogar, dass dieses kleine Kind vor Schreck eben nicht vom Rad gefallen sei, wie die Beamten es vermutlich darstellen wollten. Da Rainers Kenntnisse mancher Paragraphen, insbesondere des §118 OWiG besser zu sein schienen, als die der jungen Polizisten, verabschiedete sich der Fahrer für einen längeren Moment ins Auto, um mit seinem Chef zu telefonieren, während sein Kollege weiterhin fröhlich versuchte all unsere Personalien aufzunehmen – dies sollte ihm jedoch nicht vollständig gelingen, denn nach einigen Minuten erschien sein Kollege, um sich in aller Höflichkeit bei uns zu entschuldigen, dass er einen Fehler gemacht habe. Alsbald wurde das Gesprächsklima während diesem „ungewöhnlichen Einsatz“ für die Beamten besser, so dass sie uns am Ende einen schönen Tag wünschten – auch wenn sie sich wünschten, dass sie eine Info ihrer Kollegen vom Vortag erhalten hätten.

Unser Weg führte uns nach dieser Pause weiter entlang des Nassen Dreiecks, wo der Mittellandkanal in den Dortmund-Ems-Kanal mündet.

Inzwischen waren wir bei 70 Höhenmetern angekommen, während der folgenden zwei bis drei Kilometer sollten fast 100 bis 120 Höhenmeter hinzukommen, denn Rainer entführte uns auf die „Schöne Aussicht“, einem Aussichtspunkt mit Blick über das Münsterland …

Es war für Torsten und mich erschreckend, festzustellen, wieviele „Bäume mit drei Blättern“ zu sehen waren – gemeint sind natürlich keine echten Bäume, sondern die Windräder. 48 habe ich gezählt, bis mich einige Wanderteilnehmer auf weitere Windräder hinwiesen, die von Bäumen verdeckt wurden.

Während unserer Wanderung kamen wir auch immer wieder an Geocaches vorbei – Grund genug für Andreas und mich einen Halt einzulegen, um die Dosen in einen Smiley zu verwandeln. Sieben sollten es am Ende des Tages sein 😃 …

Die letzten Meter der Wanderung waren gut bekannt, so wanderten wir auf diesem Weg bereits am Mittwoch in Richtung des Pausenautos. Abends wurde es dann Zeit für eine größere Partie Siedler, bei der Mic auf eine Revanche von gestern hoffte, doch nachdem ich zum Ende hin feststellte, dass ich diesmal kein Glück haben sollte, entschied ich mich Andreas zu unterstützen, so dass er seinen ersten Sieg erringen konnte 😊.

Die, in der die Kegel einfach nicht umfallen …

Sonnabend sollte unser letzter Tag sein, an dem wir an der WNT teilnehmen konnten, dies wussten auch Mic und Rainer und luden die ganze Gruppe zum Brunch in die Nähe von Altenberge ein. Mit den Besitzern wurde zuvor alles abgesprochen, so dass wir hier während der WNT das ganze Restaurant für uns hatten, um nicht nur nackt zu frühstücken, sondern auch nackt zu kegeln – für mich das erste Mal, für den Rest der Gruppe war es schon eher Gewohnheit.

Doch zunächst sollten wir in den Genuss der hervorragenden Küche kommen, denn auch ein Frühstück sollte gut zubereitet sein – ich spreche dabei nicht nur vom Rührei, sondern auch vom guten alten „das Auge isst mit“ …

So genossen wir in entspannter Atmosphäre unser Frühstück, mit – wahlweise – Kaffee oder Tee. Nach dem Frühstück entschieden sich die Initiatoren der jeweiligen Wanderwochen für einen ersten Erfahrungsaustausch und eine Planung für das kommende Wanderjahr 2020. Da bisher noch nichts richtig fest ist und wir uns nach der NEWT richten, um so in den Genuss der internationalen Gäste zu kommen, können wir euch bisher nur die letzten zwei Wochen im Juli nennen.

Nach dem Frühstück sollte es für einige von uns nochmal auf die Kegelbahn gehen – nachdem meine Tante bereits Deutsche Meisterin im Seniorenkegeln wurde, hoffte ich darauf, dass auch bei mir davon etwas hängen blieb, doch irgendwie hatte ich anfangs einige Probleme mit der Bahn klarzukommen und so fielen die Kegel nicht um, wie ich es wollte. Irgendwann hatte ich aber den Dreh raus ( mit einem Bohrer drei 14er Löcher zu bohren hilft echt eine Menge 😂 ) und konnte im Team helfen, die Kegel fallen zu lassen.

Gegen 15 Uhr wurde es für uns Zeit aufzubrechen, da Rainer zum Abschluss noch eine Wanderung von 10 Kilometer einplante. Die Wanderung führte uns erneut entlang des Dortmund-Ems-Kanals, dazu gab es die ein oder andere Badestelle, welche von Rainer, Manu und Heinrich ausgekostet werden wollte. Die Wanderung verlief an sich relativ ereignislos, so dass wir uns nach gut drei Stunden in Richtung unserer Autos begaben …

Während dieser Wanderung kamen wir unteranderem an diesem Schild vorbei, an dem Rainer mich bat kurz Platz zu nehmen, bevor wir die Wanderung fortsetzen sollten.

Abschließende Worte

Was am Ende unserer Erlebnisse in Westfalen bleibt ist, dass wir eine Menge neuer Freunde kennengelernt haben. Dazu gesellten sich auch einige interessierte Wanderer, welche die Sächsische Schweiz gern einmal erleben möchten, worauf ich mich schon ganz besonders freue. Leider war es Torsten und Uwe nicht möglich an jedem Tag der WNT teilzunehmen, da der – empfohlene – FKK-Campingplatz des Marbecker Bund viel zu weit von den Wanderstartpunkten entfernt war. Für mich bleibt zu sagen, dass sich die Wanderungen relativ ähnelten, daher war es auch zum Teil echt schwierig diesen Wanderbericht zu verfassen: Während in Sachsen, Thüringen oder bei der NEWT gewisse „Erinnerungshelfer“ in Form besonderer Aussichten oder Steine bzw. Berge vorhanden sind, waren die Wanderungen im Münsterland eher von Feldern und Wäldern geprägt – was aber eindeutig an der Region liegt und Menschen mit Höhenangst entgegenkommt 😄.

Ich hoffe dennoch, dass ich euch mit diesem Bericht das Münsterland näher bringen konnte und ihr vielleicht mal vorbeischaut – Mic und Rainer würden sich ganz sicher freuen.

Ich danke Mic und Rainer für diese außergewöhnlichen Tage,
euer Martin

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Über Martin

Natürlich. Nackt. Frei. Seit Sommer 2015 haben diese drei Worte einen neuen Lebensweg für mich geprägt. Ich war es leid, immer wieder die richtigen Klamotten in Schuh- oder Bekleidungsgeschäften zu finden, nur um sie nach meiner nächsten Wanderung in die Waschmaschine werfen zu können. Der Bibel zufolge wurde der Mann nackt von Gott erschaffen - wir sehen dies sogar heute bei jeder Geburt, dass niemand mit einer Mütze geboren wird. Aber warum sollten wir Kleidung während einer Wanderung tragen ? Schließlich sind wir ein Teil der Natur und je mehr wir den Kontakt mit dieser erfahren, um so eher sind wir gewillt diese zu schützen. Für mich ist es daher wichtig, dass ich nicht nur meinen eigenen Körper der Natur aussetze, sondern dass meine Umwelt um mich herum geschützt wird …

1 Kommentar

  1. Danke für den Bericht zur WNT. Da Uwe und ich die Übernachtungen bzw die Abende auf dem „Sonnenhof Marbeck“ verbrachten, möchte ich hiermit noch nachträglich bei den Mitgliedern des FKK Vereins für die schönen Gespräche und die schöne Zeit miteinander bedanken.
    Das 50 jährige Jubiläumsfest des Vereins war für uns ein großerartiger Abschluss am letzten Tag unserer Wanderwoche.
    Danke & Gruß Torsten

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