Liebe Wanderfreunde,

es gibt Wanderungen im Laufe der Saison, an die erinnert man sich einfach gern zurĂŒck, sei es nun, weil sie mit guten Freunden stattfanden oder aufgrund der Wanderroute. Wenn diese beiden Faktoren zusammentreffen, dann weißt du: Hier bist du genau richtig. Lebe das Hier und Jetzt und genieße jeden einzelnen Moment davon â€Š

So und nicht anders, sollte es an jenem 15. August 2021 sein: Torsten ( aus vormals Mannheim ) war zu Besuch, Andrea und Roberto legten kurzerhand einen Zwischenstopp bei mir Zuhause ein und verbrachten die Nacht, zwecks einer kĂŒrzeren Anreise. Den Abend zuvor, ließen wir mit einer hausgemachten Pizza und einer Flasche Wein gemĂŒtlich ausklingen, bevor tagsdarauf eine Stiegentour mit HĂ€ntzschel-, Zwillingsstiege und Wolfsfalle auf dem Programm stand. Start war kurz nach 10 Uhr auf dem Parkplatz am Beuthenfall – wie ĂŒblich in den letzten Wochen schon gut gefĂŒllt, fand sich geradeso noch ein Platz fĂŒr uns. Torsten – bereits vor Ort – beteiligte sich am Parkautomaten sogar mit 2€, so dass wir kurz darauf auch schon starten konnten.

In Folge der Sicherung von Rettungswegen am Hinteren Heideweg, bekamen wir im Dietrichsgrund den Schotter gut zu spĂŒren, knapp 100 Meter wĂŒrde aber jeder von uns ĂŒberstehen, so dass wir ohne zu zögern in Richtung Kroatenhau abbogen. Entlang unseres Weges wurden wir in aller „FrĂŒhe“ vom ersten Waldbewohner begrĂŒĂŸt, der sich ĂŒber den Weg schlĂ€ngelte. Irgendwie wollte er dabei immer unter meine Sandalen kriechen, es galt also vorsichtig zu sein und den Fuß immer wieder wegzuziehen, wĂ€hrend ich in GesprĂ€che vertieft war. Irgendwann wurde der blinde SchlĂ€ngelkĂŒnstler, dann aber auf digitalem Negativ festgehalten und es konnte weitergehen â€Š

An der Kreuzung zur Unteren Affensteinpromenade erinnerte sich Roberto, dass er hier schon mal gewesen sei, kein Wunder, zĂ€hlt dieser Weg doch zu den interessantesten ZugĂ€ngen zu den Kletterfelsen der nahen Umgebung. Der Anstieg ist zwar ordentlich, dafĂŒr macht er aber um so mehr Spaß. Wir ließen die Familie auf ihren RĂ€dern passieren und begaben uns ĂŒber den Königsweg zum Bloßstock, bogen vor diesem rechts ab und folgten dem sandigen Untergrund vorbei an den Kletterfelsen „Kreuzturm“, „Morsche Zinne“ und „Falsche Zinne“, die steil empor zu unserer Linken ragten. Unterhalb der Bauerlochboofe sorgte der Weg dann doch fĂŒr etwas Verwirrung und wir nahmen einen Abstecher in den Wald hinein, der aber auch wie ein Weg aussah. Kurz darauf wurden wir von zwei Kletterern angesprochen, doch bitte auf dem Weg zu bleiben, ein Fehler meinerseits, war doch im Kopf die Erinnerung, dass die Stufenleiter direkt zur Boofe fĂŒhrte – dabei sind wir die Route erst im Juni letztmalig gelaufen đŸ€” ?

Nobody is perfect ( außer vielleicht Terence Hill, der „Nobody“ in einem seiner Filme verkörperte đŸ˜„ ) und so fanden wir uns kurze Zeit spĂ€ter wieder auf dem Hauptweg und nahmen den Abzweig in Richtung HĂ€ntzschelstiege. Andrea sollte wĂ€hrend dieser Wanderung Neuland betreten, Roberto kannte den unteren Teil bereits von anderen „Besteigungen“ und so wurde ich auch nicht mĂŒde auf die Geschichte dieser einzigartigen Steiganlage hinzuweisen:

Der Sebnitzer Rudolf HĂ€ntzschel legte diesen Klettersteig in den 1960er Jahren an, dabei verwendete er Material, dass er teilweise von SchrottplĂ€tzen gewonnen hatte. FĂŒr den Bau benötigte er rund 10 Jahre – im Bestreben, den Erhalt gegenĂŒber den Behörden zu sichern, benannte er den Steig nach der 1943 hingerichteten WiderstandskĂ€mpferin Herta Lindner. Dauerhaft durchsetzen konnte sich der Name allerdings nicht.

Heute – wie damals – zĂ€hlt die HĂ€ntzschelstiege zu den beliebtesten Klettersteigen in der SĂ€chsischen Schweiz – es gleicht somit an ein kleines Wunder, wenn man hier keinen Menschen antrifft. Dieses VergnĂŒgen bekamen wir in 2021 gleich doppelt: Zuerst im Juni, als wir uns entschieden schon um Neun mit der Wanderung zu starten und eben bei jener Wanderung, dessen Erlebnisbericht ihr euch gerade zu GemĂŒte fĂŒhrt.

Roberto ging voraus, gefolgt von Torsten, wĂ€hrend ich bei Andrea blieb und ihr den ein oder anderen kleinen Griff zeigte. Kurze Zeit spĂ€ter war sie dann auch schon oben, berieselte mich noch mit etwas Sand, bevor der Aufstieg begann. Roberto war bereits in der Schlucht zu hören, da war ich mit Andrea immer noch dabei, den Stein zu umrunden, der das Highlight des unteren Teils der Steiganlage darstellt – mit SchuhgrĂ¶ĂŸe 48 keine leichte Sache, die schmalen Tritte zu nutzen. Da waren die ĂŒbrigen drei Wanderer doch etwas besser aufgestellt â€Š

NatĂŒrlich konnten wir es uns nicht nehmen lassen, den Film auf der Kamera zu fĂŒllen und so wurde in der Folge nicht nur die Brosinnadel fotografiert, sondern im weiteren Verlauf des Aufstiegs auch so mancher Wanderer unserer kleinen Gruppe. Die grĂ¶ĂŸten „Strapazen“ lagen erst einmal hinter uns und wir wurden belohnt mit einer fantastischen Sicht auf die vor uns liegenden Kletterfelsen, sowie die Schrammsteine, den Falkenstein und die Hohe Liebe im Hintergrund. Und wie bereits erwĂ€hnt: Waren wir hier komplett allein, um so mehr konnten wir die Stille der Natur genießen und die Rufe der Vögel vernehmen â€Š

Im Gegensatz zu bisherigen Wanderungen, entschieden wir uns den oberen Teil der HĂ€ntzschelstiege vorerst zu ignorieren, denn hier fanden sich dann doch so manche Textilwanderer und es war ein hĂ€ufiges Klicken zu hören – Zeichen dafĂŒr, dass der Beschilderung „Sicherung empfehlenswert“ Folge geleistet wurde. Unser Weg fĂŒhrte uns auf die Obere Affensteinpromenade, in Richtung Frienstein – Ziel mitnichten das alte Raubritterschloß, sondern die Aussicht an der Wolfsnadel. Bis zu dieser wunderschönen Aussicht galt es jedoch so manchen Stein zu ĂŒberwinden und ĂŒber vereinzelte Wurzeln zu steigen. Kurz nach 12 erreichten wir so jene Aussicht, die ich als meine liebste Aussicht bezeichnen darf â€Š

Wohl dem, der die SĂ€chsische Schweiz noch kennt, als alles GrĂŒnte und die WĂ€lder frei vom BorkenkĂ€ferbefall waren – also 2016 und davor. Inzwischen möchte ich die Frage nach einem „Wie geht’s dir ?“, beantworten mit: „Schau in den Nationalpark und du erfĂ€hrst es“. Gerade solche Ausblicke, die man liebt, zu sehen, wie sie sich verĂ€ndern – bei Weitem nicht zum Besseren – deprimieren einen dann doch etwas. Und da hilft es nur selten, wenn man abgelenkt wird – im Unterbewusstsein kreiseln so nicht nur die Erinnerungen der letzten Flut, samt ihrer SchĂ€den, sondern eben auch der Zustand des Waldes und das Verhalten so mancher uneinsichtiger Wanderer, die wir in den nĂ€chsten Tagen noch antreffen sollten đŸ˜’.

Auch wenn wir wĂ€hrend dieser Wanderung keinen Wanderer mit brennender Zigarette im Wald antrafen, fanden wir doch immer wieder Feuerstellen und Kippenstummel, die herumlagen. Also nochmal fĂŒr all jene Wanderer, die meinen keine WaldbrĂ€nde mit ihren Zigaretten auszulösen:

Wer vorsĂ€tzlich oder fahrlĂ€ssig im Wald oder in einem Abstand von weniger als 100 Meter von einem Wald entgegen § 15 Absatz 35 SĂ€chsWaldG im Wald raucht, hat mit einem Verwarnungsgeld von 60 bis 1000 â‚Ź, sowie einem Bußgeld von bis zu 2.500 â‚Ź und in besonders schweren FĂ€llen von bis zu 10.000 â‚Ź zu rechnen.

Bereits am Parkplatz war die GebĂŒhrenregelung der Stadt Sebnitz fĂŒr einiges an Unmut verantwortlich, doch WaldbrĂ€nde schaden nicht nur dem Wald, sondern auch der Allgemeinheit. Brandstifter ( was anderes sind diese nicht ) werden in den seltensten FĂ€llen auf frischer Tat ertappt und auch die AufklĂ€rung im Nachhinein gestaltet sich als schwierig – auch wenn es hin-und-wieder Lichtblicke gibt. Am Ende leidet die Gesellschaft als Ganzes, wenn Übernachtungsmöglichkeiten an ParkplĂ€tzen gestrichen werden, weil einige wenige ihren MĂŒll hinterlassen oder wenn die brennende Zigarette eben doch zu einem Waldbrand fĂŒhrt. Dies resultiert nicht nur in Übernachtungsverboten zwischen 22 bis 6 Uhr, sondern eben auch zu erhöhten ParkgebĂŒhren. Dazu werden wir aber noch einen gesonderten Artikel verfassen đŸ˜‰.

FĂŒr die Ignoranz einiger weniger, leidet die ganze Gesellschaft.

Doch kommen wir zurĂŒck zur Wanderung und damit zu erfreulicheren Dingen: Unsere Pause wĂ€hrte nun schon eine knappe Stunde, Andrea diente zeitweilig einer Raupe als Klettergipfel und bevor unser Durchschnittstempo noch mehr litt, entschieden wir uns aufzubrechen. Zeitweilig lagen wir bei immerhin knapp einem Kilometer pro Stunde, aber es stand ja auch eine gemĂŒtliche Wanderung auf dem Programm, wie schon tags zuvor. In der AnkĂŒndigung zur Wanderroute stand noch geschrieben, dass wir uns der Wolfsstiege annehmen wĂŒrden, doch wer hĂ€tte gedacht, dass die Wolfsfalle ( eine tatsĂ€chliche Steiganlage ) einen anderen Namen trĂ€gt ?

Also wurde unsere Route minimal lĂ€nger und beim Einstieg in die Wolfsfalle, kam von Andrea dann doch die Frage auf, „Ob ich hier wirklich runter wolle ?“. NatĂŒrlich. Der erste Teil des Abstiegs gestaltete sich etwas herausfordernd und wir stellten fest, dass sich manche Wege innerhalb von zwei Jahren stark verĂ€ndern können. Sind wir 2019 noch ĂŒber die Steinplatte mit den wenigen Wurzeln runter, bedurfte es nun einem ausgetretenen Pfad rechts davon, der nicht minder steil in einigen Abschnitten war. Andrea bekam Hilfestellung in Form eines lĂ€ngeren Asts, an dem sie sich festhalten konnte und kurz darauf erreichten wir auch schon die eigentliche Wolfsfalle – wie gesagt: Dies wĂ€re eher als Stiege zu bezeichnen â€Š

Der Abstieg â€Š kurz und knapp formuliert: Geil. Immer wieder ein Traum, denn die Eisen am Anfang des Steigs sind im idealen Abstand zueinander – fĂŒr große und kleine Leute kein sonderliches Problem. Der letzte Schritt erfordert allerdings ein wenig KreativitĂ€t – inwieweit hier die Wassermassen der vergangenen Wochen die Steiganlage beeinflusst haben, lĂ€sst sich nicht mehr mit Bestimmtheit sagen, denn die Wolfsfalle zĂ€hlt zu den weniger bekannten Stiegen in der SĂ€chsischen Schweiz – ein Grund, warum ihr Einstieg vom Königsweg nur ortskundigen Wanderern gelĂ€ufig ist. Als ich unten ankam, stellte ich fest, dass die volle LĂ€nge von 2,50 Metern gerade so ausreichte, um sicheren Haltes unten anzukommen. FĂŒr Andrea wĂ€re diese Lösung keine Option, so dass Torsten und ich uns etwas ausdenken durften – ein Birkenstamm, den wir im weiteren Abstieg fanden, wurde gemeinsam nach oben transportiert und schon fand auch Andrea ihren Weg hinab in die sich langsam öffnende Schlucht. Als wir alle wieder vereint waren, stellte Torsten fest, dass er vergaß einen interessanten Baum am Einstieg zu fotografieren, so ging es fĂŒr ihn noch einmal hinauf, wĂ€hrend Andrea und Roberto weiter abstiegen.

Das Foto im Kasten ? Dann konnte es ja wieder hinunter gehen und gemeinsam fanden wir so zum Königsweg, der seit einiger Zeit in Folge der UnwetterschĂ€den gesperrt ist. Die Frage nach dem „Warum“ war schnell geklĂ€rt, so fanden sich auf diesem einst beliebten Wanderweg zahllose umgestĂŒrzte BĂ€ume. Da wir die Wanderung – in Anbetracht unseres nach wie vor konstanten Durchschnittstempos – nicht unnötig verlĂ€ngern wollten, begaben wir uns ĂŒber jenen Weg zum Bloßstock. Hier verwies dann auch ein Schild drauf, dass der Waldweg derzeit gesperrt sei und die Begehung auf eigene Gefahr erfolge. Kleiner „Kritikpunkt“ an die Nationalparkverwaltung: Als Kinder alter Schule, sind wir es gewohnt, dass im Wald eine gewisse Gefahr besteht, so haben wir es zumindest in Kindergarten und Grundschule gelernt đŸ˜‰.

Diesmal ĂŒber den richtigen Weg – nĂ€herten wir uns der HĂ€ntzschelstiege und er kam mir dann doch irgendwie bekannt vor. Es gibt so Tage, da spielt einem die Erinnerung Streiche – sonst wĂ€re das Leben auch zu langweilig. In VerlĂ€ngerung erreichten wir so die Zwillingsstiege, dem nĂ€chsten Ziel unserer Wanderung â€Š

Die Zwillingsstiege stellte uns vor keine Probleme und wurde schnellstmöglich gemeistert. Nachteilig, wenn der Rucksack voll mit MĂŒll so mancher ignoranter Wanderer ist: Man kommt sehr schwer durch die Felsspalte, bevor es ĂŒber die Leiter hinab geht. Am vorletzten Aufstieg erblickten wir eine Gruppe Textilwanderer, mit denen ich ins GesprĂ€ch kam, er kam auch die Frage auf, ob „dass denn legal sei“, ein Kletterer, der plötzlich hinter mir auftauchte und Andrea, Roberto und Torsten auf der Stiege ĂŒberholte, entgegnete dass es ĂŒberhaupt kein Problem sei und stellte die Gegenfrage, „was daran illegal sei“. Ich klĂ€rte den Textilwanderer auf, dass Wandern an sich ja kein Problem sei – egal ob nackt oder angezogen. Wenn ihr mehr darĂŒber erfahren wollt, so sei euch die Seite „Rechtliches“ ans Herz gelegt. Am Ende wĂŒnschten wir uns gegenseitig noch einen schönen Tag und wir nahmen die letzten Höhenmeter der Zwillingsstiege in Angriff.

NatĂŒrlich durfte auch ein Abstecher zur Aussicht gegenĂŒber der Zwillingsstiege nicht fehlen – fĂŒr Roberto erneut die Chance zu zeigen, was alles möglich ist und so wurde erst ein leichterer Weg auf einen nahen Stein erklommen, um anschließend den Schwierigkeitsgrad immer weiter zu steigern. Unseren wachsamen Augen entging natĂŒrlich kein Schritt, den Roberto tĂ€tigte, um ihm notfalls helfend zur Seite zu stehen â€Š

So richtig geklettert werden konnte dann aber doch erst wieder in der HĂ€ntzschelstiege bzw. im weiteren Verlauf jener Stiege, die wir Herrn HĂ€ntzschel zu verdanken haben und 1986 erstmalig saniert wurde. Durch den Tod des Sebnitzers im Jahr 1987 verfielen einige Bauteile der Stiege in den kommenden Jahren – es gab sogar PlĂ€ne der Nationalparkverwaltung, die Stiege zu sperren. Damals, wie heute liefen Wandervereine, Bergsteigerbund und die SĂ€chsische-Schweiz-Initiative Sturm gegen die PlĂ€ne und so kam es in den folgenden Jahren zu ersten Sanierungen – zunĂ€chst nur der untere Teil, wurde im Jahr 2002 auch der obere Teil saniert.

Schon beim Einstieg vernahmen wir erneut das Klicken so mancher Kletttersteigsets – wir sollten also einiges an Zeit mitbringen, davon hatten wir heute auch mehr als reichlich und eine knappe viertel Stunde zog ins weite Land, bevor wir einen Blick auf eben jenes weite Land ( der Apachen đŸ˜‚ ? ) genießen durften. Roberto erfĂŒllte mir dabei ( unbewusst ) einen Herzenswunsch, denn es wird Zeit, so manchen Slider auf der Startseite auszutauschen â€Š

Vielen Dank, fĂŒr dieses einzigartige Foto und diese, welche zusĂ€tzlich auf dem „Negativ“ gelandet sind – das erwĂ€hnte Foto fĂŒr unseren Slider ist ebenfalls dabei. Obiges Foto ist es schonmal nicht, so viel können wir euch verraten đŸ˜‰. Doch wir wollen euch die wunderschöne Aussicht nicht vorenthalten – entstanden am spĂ€ten Nachmittag, unweit der HĂ€ntzschelstiege â€Š

Um dieses Panorama auf digitalem Film festzuhalten, war es nötig, die Wanderroute ein wenig anzupassen: Ich stellte unsere Gruppe vor die Entscheidung, wie wir die Wanderung weiterfĂŒhren oder ob wir eine AbkĂŒrzung und dafĂŒr zu jener Aussicht gelangen sollten, auf der obiges Panorama entstand. Letztendlich entschieden wir uns auf vier spontan entstandenen Varianten fĂŒr die Zweite: Die Wanderung wurde also etwas verkĂŒrzt, dafĂŒr kam die Aussicht hinzu. In Anbetracht der Ruhe keine schlechte Entscheidung. Gut eine halbe Stunde verweilten wir an dieser Aussicht, bevor es weiter ging. Wenig spĂ€ter kamen wir auch schon an der Aussicht zu „Hund“ und „Marder“ an, erneut Zeit, um die letzten Sonnenstrahlen zu genießen â€Š doch wir mĂŒssen weiter. Über einen Teil des Reitsteigs gelangten wir zum Abzweig zum Frienstein und der letzte Teil des MittelwĂ€ndesteigs geleitete uns zum Friensteigaufstieg – wir wollten ihn als Abstieg nutzen, standen dann aber wenig spĂ€ter vor einem Schild, dass auch dieser Waldweg vorĂŒbergehend gesperrt sei. Schuld war diesmal weniger der BorkenkĂ€fer, sondern mehr das Wasser des 17. Juli, denn hier muss eine ordentliche Schlammlawine abgegangen sein – dennoch nahmen wir diesen Weg, jederzeit der Gefahr bewusst â€Š

Hier hat der Nationalpark auf jeden Fall einiges wieder in Stand zu setzen – dies allerdings „kostengĂŒnstig“ erledigen zu lassen, erschließt sich mir nicht so ganz, wurde doch einiges an Geldern in Aussicht gestellt, nachdem der MinisterprĂ€sident und der Wirtschaftsminister sich im FrĂŒhjahr ein Bild der Lage vor Ort machten. Hoffen wir das Beste, dass die Nationalparkverwaltung zu ihrem Wort steht, welches ich von einem Ranger, wĂ€hrend der SĂ€chsischen Naturistentage vernahm đŸ˜Š.

Auf dem Königsweg angekommen, war es dann auch nicht mehr weit bis zum Parkplatz am Beuthenfall – ĂŒber den Hinteren Heideweg, den ein Schreitbagger schon ( gut sichtbar ) von umgestĂŒrzten BĂ€umen befreite, gelangten wir in den Dietrichsgrund, um unsere Wanderung mit einem Bad in der Kirnitzsch zu beenden.

Ich hoffe, dass euch dieser Wanderbericht gefallen hat,
euer Martin

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Über Martin

NatĂŒrlich. Nackt. Frei. Seit Sommer 2015 haben diese drei Worte einen neuen Lebensweg fĂŒr mich geprĂ€gt. Ich war es leid, immer wieder die richtigen Klamotten in Schuh- oder BekleidungsgeschĂ€ften zu finden, nur um sie nach meiner nĂ€chsten Wanderung in die Waschmaschine werfen zu können. Der Bibel zufolge wurde der Mann nackt von Gott erschaffen - wir sehen dies sogar heute bei jeder Geburt, dass niemand mit einer MĂŒtze geboren wird. Aber warum sollten wir Kleidung wĂ€hrend einer Wanderung tragen ? Schließlich sind wir ein Teil der Natur und je mehr wir den Kontakt mit dieser erfahren, um so eher sind wir gewillt diese zu schĂŒtzen. FĂŒr mich ist es daher wichtig, dass ich nicht nur meinen eigenen Körper der Natur aussetze, sondern dass meine Umwelt um mich herum geschĂŒtzt wird 


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