Von Martin|8. Juli 2017|Wanderberichte|0 Kommentare

Liebe Wanderfreunde,

der 13. Juli 2017 sollte zu etwas ganz Besonderem werden: Denn in einer Gruppe von drei Nacktwanderern wollte Andreas mir einen kleinen Wunsch erfüllen mit der Wanderung durch das Loch im Sandstein …

Nachdem wir in Schmilka bei reichlich wolkenbehangenem Himmel unser Auto abstellten, ging es einen kleinen Pfad hinauf zum Holzlagerplatzweg, auf dem wir anschließend der Kahntilke bis zur Kleinen Bastei folgen sollten. Leider ließ es das Wetter nicht zu, hier oben ein Panoramafoto zu machen – dafür waren die Wolken noch zu reichlich vorhanden. So entschieden wir uns dem Elbleitenweg bis zur Rotkehlchenstiege zu folgen. Während der Wanderung konnten Andreas und ich immer wieder erleben, wie Siggi in Erinnerungen schwelgte – als ehemaliger Kletterlehrer, der die Sächsische Schweiz mehr klettert als laufend erlebte, war dies durchaus unterhaltsam.

Für ihn stellte die Rotkehlchenstiege – der Einfachheit halber wird diese “Stiege” als die Einfachste in der Sächsischen Schweiz bezeichnet – kein Problem dar … für Andreas und mich war dies ebenfalls ein Spaziergang …

Dennoch entstand am letzten Stück der Rotkehlchenstiege das erste ( brauchbare ) Foto des Tages, welches das letzte Stück der Stiege zeigt, die zum Oberen Terrassenweg führt. Langsam entschieden sich die Wolken der Sonne Platz zu machen und auch Siggi bestand auf ein paar Fotos von sich – kein Problem. So wollte er unbedingt ein Foto mitsamt diesem interessant anmutenden Stein haben, wie wir ihn am Zurückesteig sahen …

Übrigens: Es gibt im Gebiet der Affensteine noch einen weiteren Stein, der um einiges größer als dieser ist. Er wird eines unserer Ziele im Wanderjahr 2018 sein 😃.

Nach einer kleinen Pause folgten wir der Oberen Affensteinpromenade immer weiter in Richtung des Lochs im Sandstein. Vorbei an namhaften Wegen, wie der Wilden Hölle oder dem Reitsteig erreichten wir nach einiger Zeit das Ende der Zwillingsstiege, passierten das untere Ende und den Anfang des oberen Teils der Häntzschelstiege, um vor der Wolfsnadel einen Moment inne zuhalten und die Landschaft zu genießen …

Von der Wolfsnadel sollte es nur noch ein größerer Katzensprung bis zum Satanskopf sein, wo letztendlich der Grund für unsere Wanderung wartete: Jenes Loch im Sandstein. Hier gibt es noch eine Randnotiz zu erwähnen, denn Andreas und Wolfgang sind vor einigen Jahren einen anderen Weg gelaufen: Um den Stein herum – dies geht auch, allerdings ist der Weg bedeutend gefährlicher. Auf der Karte ist dieser auch eingezeichnet, so dass hier keine Ausreden zählen 😜 … wir ähh mussten aber auch an Siggi denken und so entschieden wir uns das Loch mal näher zu erkunden …

Zuerst kletterte ich durch das Loch, um dann festzustellen, dass die Freude doch recht kurz war – so ging es durch das “Nachbarloch” wieder zurück, so dass ich das eigentliche Loch insgesamt dreimal durchqueren konnte. Siggi entschied sich derweil ein kleines Päuschen zu machen und mich bei der Kletterei zu beobachten. Hier kam ihm auch der Gedanke mich zu fragen, ob ich denn gern klettere und dies vielleicht einmal intensiver erleben möchte – dass meine Augen dabei geleuchtet haben, muss ich wohl nicht erwähnen 😍 …

Bevor es zur Idagrotte gehen sollte, bat ich Andreas noch ein Foto von mir zu machen, wie ich ganz stolz über dem nachdenklichen Siggi stehe.

Um den Frienstein herum ging es zur Idagrotte – erneut vorbei an seltsam anmutenden Steinen, die zum Teil wie ein Buch an eine Steinwand gelehnt waren. Auf jeden Fall bewirkte Siggi’s Vorschlag, einmal nackt klettern zu gehen, dass ich wieder einmal eine andere Route zur Idagrotte nehmen wollte – inzwischen wird dies schon bald zum Standard, denn die Leitern versuche ich seit einiger Zeit zu meiden, gibt es doch einen viel spannenderen Weg zu erkunden.

Nach kurzer Pause an der Idagrotte ging es in Richtung des Reitsteiges zurück. Hier entschieden wir uns einen Abstecher in Richtung Aussicht zu unternehmen, denn Hund und Maus bzw. Wiesel an der Wenzelwand wollten schließlich auch begutachtet werden. Mit etwas Fantasie könnt ihr die Maus bzw. das Wiesel und den Hundekopf in der Mitte des Bildes erkennen …

Während Siggi erneut in Gedanken versunken war, entschied ich mich die Hummeln bei ihrer Arbeit zu fotografieren …

Inzwischen wurde es Nachmittag und unsere Wanderung sollte sich allmählich dem Ende neigen, so stiegen wir die Treppen des Lehnsteigs hinunter, bis Siggi auf Höhe der Lehnscheibe plötzlich ein alter Kletterort einfiel: Das Lehnriff. Zunächst wollte Andreas Siggi nicht folgen und lieber weiter in Richtung Auto laufen, doch letztendlich lief Siggi einfach voraus, so dass wir ihm folgen ( mussten ).

Ein Fehler war es auf jeden Fall nicht, denn hier gab es noch einmal ein paar sehr schöne Steine zu erklimmen – doch bevor ich mich wieder als Sandsteinmaus beweise, wurden erstmal Siggi und Andreas in Szene gesetzt …

… danach konnte auch ich folgen – Siggi war hierbei etwas verwundert, dass ich meinen Auslöser für das iPhone am Handgelenk trage. Was man mit einer Apple Watch so alles anstellen kann 😉 …

Von nun an sollte es nur noch über den restlichen Teil des Lehnsteigs, sowie dem Wurzelweg zurück in Richtung Schmilka gehen. Am frühen Abend erreichten wir letztendlich Andreas’ Auto und begaben uns auf den Heimweg.

Ich hoffe, dass euch dieser Wanderbericht gefallen hat,
euer Martin

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Über Martin

Natürlich. Nackt. Frei. Seit Sommer 2015 haben diese drei Worte einen neuen Lebensweg für mich geprägt. Ich war es leid, immer wieder die richtigen Klamotten in Schuh- oder Bekleidungsgeschäften zu finden, nur um sie nach meiner nächsten Wanderung in die Waschmaschine werfen zu können. Der Bibel zufolge wurde der Mann nackt von Gott erschaffen - wir sehen dies sogar heute bei jeder Geburt, dass niemand mit einer Mütze geboren wird. Aber warum sollten wir Kleidung während einer Wanderung tragen ? Schließlich sind wir ein Teil der Natur und je mehr wir den Kontakt mit dieser erfahren, um so eher sind wir gewillt diese zu schützen. Für mich ist es daher wichtig, dass ich nicht nur meinen eigenen Körper der Natur aussetze, sondern dass meine Umwelt um mich herum geschützt wird …

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