Von Martin Nitsche|28. MĂ€rz 2017|Wanderberichte|2 Kommentare

Liebe Wanderfreunde,

nachdem uns der MĂ€rz mit vielen schönen Sonnenstunden verwöhnte, wurde es Zeit, dass wir diese fĂŒr eine weitere Wanderung nutzten. So schlug ich unserer Wandergruppe drei Routen vor, ohne allerdings zu erwĂ€hnen, wann ich diese denn wandern möchte. Dabei waren unteranderem der Gamrig und die Honigsteine, wofĂŒr wir uns letztendlich entschieden haben – eine Tour mit mittlerer Schwierigkeit ( aber das ist eher subjektiv ).

Nachdem wir unser Auto auf dem FĂŒllhölzelparkplatz geparkt haben, ging es auch gleich auf zum ersten Ziel: Dem Gamrig. Nachdem wir zunĂ€chst einige Stufen hinab in den Wald stiegen, wurde es Wolfgang und mir am Ende der Stufen etwas zu frisch und wir zogen uns zumindest ein Hemd bzw. eine Jacke ĂŒber. Andreas und Siggi schienen diese Temperaturen nichts auszumachen und folgten dem Weg weiter hinauf zum Gamrig. Kurz nachdem Wolfgang und ich uns angezogen hatten, kamen wir auch schon wieder leicht ins Schwitzen, denn auch wir mussten den Weg nach oben. So fĂŒhrte es dazu, dass ich mich auf den letzten Stufen vor dem Gamrig wieder von meinem Hemd befreite. Wolfgang tat hier ĂŒbrigens das Gleiche mit seiner Jacke â€Š

Auf dem Gamrig angekommen, entschlossen wir uns zunĂ€chst eine kleine Pause zu machen, es war ja immerhin schon fast Mittagszeit ( đŸ“ + đŸŒź = đŸ˜‹ ). Doch bevor wir ĂŒberhaupt richtig was essen konnten, wurde plötzlich der Entschluss gefasst ein Gruppenfoto zu machen. So stellten sich Andreas, Martin ( also ich ), Siggi und Wolfgang auf und das Foto wurde per Fernauslöser getĂ€tigt.

Nachdem das Gruppenfoto geschossen wurde, wurde es endlich Zeit etwas zu essen. Ich kann mich lediglich noch dran erinnern, dass niemand etwas von den selbst geernteten Erdbeeren aus dem Kaufland haben wollte đŸ˜†.

Irgendwann nĂ€hert sich jede Essenspause dem Ende und wir brachen wieder auf – nicht ohne vorher ein Foto von den Rauchschwaden bei Lohmen zu machen. Wer weis, was da wohl Feuer gefangen oder wer da etwas anbrennen lassen hat. Zur Linken sieht man ĂŒbrigens noch den Lilienstein â€Š

Nachdem wir die Spitze des Gamrig wieder verlassen hatten, fĂŒhrte uns Andreas noch eine kleine Kletterpassage entlang, die aber sehr schnell gemeistert wurde. Siggi, der frĂŒher selbst einmal Kletterer war versĂŒĂŸte uns diese Tour mit hĂ€ufigem Stehenbleiben und dem Suchen nach den Ringen, die in den Stein eingeschlagen wurden, um daran die Seile zu befestigen. Nachdem dies mal wieder zu einer kurzen Diskussion zwischen Andreas und Siggi fĂŒhrte, entschloss ich mich lieber weiter den Weg zu erkunden – Wolfgang blieb bei den zwei „StreithĂ€hnen“, wohl um sicher zu gehen, dass nicht gleich einer noch einen Abflug macht đŸ˜‚ â€Š

Ich erkundete da viel lieber die Umgebung, anstatt mich solchen Diskussionen hinzugeben und so entdeckte ich kurzerhand eine weitere Aussicht, von der ich einige Bilder auf meinem Koken hochgeladen habe. ZurĂŒck von dieser kleinen Aussicht ging es weiter mit der eigentlichen Wanderung, denn das nĂ€chste Ziel stand bereits fest: Die Gamrighöhle. Unschwer zu erraten, wo diese Höhle liegt â€Š

Als wir plötzlich vor der Gamrighöhle standen, zog aus dieser eine kĂŒhle Brise auf. Die Höhle ist zwar nur wenige Meter tief, doch im Sommer wird einem diese KĂŒhle bestimmt sehr erfreuen, im MĂ€rz war es allerdings kurz etwas frisch, bis wir uns daran gewöhnt hatten. So entstand hier auch dieses witzige Foto von Wolfgang đŸ˜.

Raus aus der Gamrighöhle, ging es nun durch den Wald in Richtung Kurort Rathen. Wir nĂ€herten uns der Gemeinde allerdings nur bis auf knapp 500 Meter, bevor es in Richtung der Lokomotive und den Honigsteinen ging. Vor Rathen befindet sich ein kleines Feld, dass ich nutzte, um ein paar Fotos von mir zu machen, denn die Sonne lud einfach auch dazu ein. So folgten wir dem Feld, bis wir an einem Garagenkomplex am Ende von Rathen angelangt waren. Doch diese Garagen und deren Besitzer sollten uns nicht stören und so stiegen wir den Waldweg weiter hinauf in Richtung Honigsteine, bis wir plötzlich vor dem östlichen Feldkopf standen. Auch hier fĂŒhrte es wieder dazu, dass Siggi in die Analen seiner Klettergeschichte abschweifte und unter anderen davon erzĂ€hlte, dass er schon mal schlechte Erfahrungen gemacht hat, als er seine Sachen einfach am Fuße des Steins liegen gelassen ( in der SĂ€chsischen Schweiz allerdings völlig typisch ) hat, denn als er vom Klettern zurĂŒckkam, war der Rucksack etwas leichter als vorher â€Š

Doch Andreas drĂ€ngte Wolfgang und mich, dass wir fertig werden mit zuhören und die Treppen in hinaufklettern sollten. Gesagt getan ! So erklommen wir die Treppen, gefolgt von einer kleinen Kletterpartie, vor der Siggi von Andreas noch einmal kurz zurechtgewiesen wurde, wo wir uns denn gerade befinden. Nachdem auch diese Diskussion beendet war, wurde es Zeit das StĂŒck nach oben zu klettern, wo wir erneut eine Aussicht entdeckten, auf der wir einen Blick auf die Lokomotive erhaschen konnten – noch steht sie da, die VersprĂ€tung hierzu möchte ich allerdings nicht sehen đŸ˜‚.

Siggi bat Wolfgang hier auch noch ein Foto von ihm zu machen – ich stellte mich hier einfach daneben und schoss ebenfalls ein Foto von ihm. Zwei sind schließlich besser als eins â€Š

Von nun an hangelten wir uns etwas von Aussicht zu Aussicht, das Wetter war aber auch zu gut, als dass man diese Möglichkeit verschenkt. So erklommen wir noch einen weiteren Stein, um die Aussicht in vollen ZĂŒgen genießen zu können. Auch hier war die Lokomotive nochmal deutlich erkennbar – das Ziel war also in Sicht, aber noch weit entfernt 


Doch nachdem wir das Ziel gesehen hatten, wollten wir auch unbedingt dort hin und das am liebsten so schnell wie möglich. Dabei folgten nun erst die „anspruchsvollsten“ Stellen der Wanderung: Einmal ging es entlang vom Stein, dann musste ein kleiner „Abgrund“ mit einem beherzten Schritt ĂŒberwunden werden und es folgte eine weitere Kletterpartie, die mich sehr an Pascal aus der letzten Wanderwoche erinnerte: Wir mussten dazu gut 5-7 Meter nach oben klettern und dann einen Pfad entlanglaufen, an dem auf der rechten Seite ein paar BĂŒsche wuchsen und es auf der linken Seite steil bergab geht. Nicht einfach fĂŒr den armen Pascal, der unter Höhenangst leidet, doch die helfenden HĂ€nde und das Vertrauen, was ich ihm spendete halfen ihm diese schwierige Passage zu meistern.

Von nun an war allerdings alles Andere ein Katzensprung, denn bis zur Lokomotive war es nur noch einen Steinwurf entfernt. Und ehe wir uns versahen, waren wir auch schon am Lamm angekommen – dem „Tender“ der Lokomotive, dass allerdings wie ein Lamm – mit sehr sehr harter Wolle – aussieht. Da am Lamm ein paar Kletterer waren, entschlossen wir uns nicht hier unsere zweite Pause zu machen, sondern am Fuße der Lokomotive.

Dabei entstand das nĂ€chste Panoramafoto, mit Blick auf das Storchennest â€Š

Nachdem wir unsere Pause beendet hatten, wurde es Zeit aufzubrechen – immerhin wollten wir noch zu Albert und es uns auf seiner neuen alten Veranda gemĂŒtlich machen. Bereits auf dem Hinweg zur Lokomotive sah ich Siggi auf einem Vorsprung unterhalb des Lamms stehen, dabei kam mir die Frage auf „Wie kommt man da hin ?“. Gute Frage, doch dies galt es herauszufinden und so liefen wir an der Vorderseite des Lamms an den Kletterern vorbei und ich nutzte die Chance fĂŒr ein unvergessliches Foto – ich liebe die „SĂ€chsischen Rocky Mountains“, wie sie unser Wanderfreund Torsten liebevoll nennt â€Š

Mit Blick auf den Lilienstein und ein paar Minuten Sonne kann ich so die Wanderung abschließen, denn von nun an folgten nur noch viele Meter Waldwege, sowie hier und da ein Bild einer Mooslandschaft. Kurz gesagt: Der spannende – und erzĂ€hlenswerte – Teil der Wanderung ist vorbei đŸ˜‰.

Ich hoffe, dass euch dieser Wanderbericht gefallen hat,
euer Martin

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2 Kommentare

  1. Sehr schöner Wanderbericht wÀre gern dabei gewesen. Gunzenhausen war ja durch Siggi vertreten. MfG Gerhard Göttler

  2. Ein schöner Bericht, Martin.
    Auch die Bilder sind von edler Brillianz!
    Dies war seit Langem wieder mal ne Wanderung inmitten Gleichgesinnter! Ich denke mal, sie war nicht meine letzte.
    Unsere Heimat ist und bleibt eben einmalig und immer wieder geeignet fĂŒr neue NatureindrĂŒcke!
    Vorgestern war ich alleine am Ob. Waldteich bei Volkersdorf, Wassert. 15 Grad. Aber die erste Sommersonne war einfach herrlich auf der nackten Haut.

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