Liebe Wanderfreunde,

eine Wanderung ohne Rucksack, wäre das nicht schön ? Nun in der Sächsischen Schweiz ist dies keine leichte Aufgabe, doch die Wanderung zum Gohrisch und Papststein bietet euch zumindest eine kleine Route, wo ihr auf euren Rucksack verzichten könnt …

Sammelparkplatz

Der Wanderparkplatz Gohrisch ist recht groß, so dass wir uns auch hier treffen können. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, dass wir uns am Parkplatz vor dem Eingang des Waldcampingplatzes in Pirna-Copitz an der Äußeren Pillnitzer Straße 18 in 01796 Pirna treffen.

TreffpunktWanderparkplatz Gohrisch
KoordinatenN50° 54.092433″ E14° 6.973461″
 N50.901540′ E14.116224′
AdresseK8744 131, 01824 Gohrisch
Start der Wanderungca. 10:30 Uhr
Ende der Wanderungca. 15:30 Uhr
Länge der Wanderung6,24 km

Verlauf der Wanderung

Vom Parkplatz begeben wir uns die Stufen hinauf in den Wald, bis wir auf den Specksteinstollen treffen, diesen lassen wir Rechts liegen und begeben uns zur ersten Abzweigung, auf der wir den mittleren Weg nehmen, um diesem bis zum Muselweg zu folgen. Über den Muselweg gelangen wir zu einer weiteren Kreuzung, wo wir rechts abbiegen in Richtung des Aufstiegs zum Gohrisch.

Am Fuße des Gohrisch angekommen, können wir uns für zwei verschiedene Routen entscheiden: Für Abenteurer empfiehlt sich der Weg durch die Falkenschlucht, für Hundebesitzer und weniger abenteuerlustige Wanderer gibt es eine Alternative mit vielen Stufen.

( V-14A ) Durch die Falkenschlucht zum Gohrisch

Über den unteren Teil der Falkenschlucht gelangen wir zur eigentlichen Falkenschlucht – einem schmalen Felsgang zwischen zwei Steinen, durch den sich einige Leitern ziehen, welche uns zum Gipfel des Plateaus führen.

( V-14B ) Über viele einzelne Stufen zum Gohrisch

Wenn ihr nicht durch die Falkenschlucht klettern wollt oder euch euer Vierbeiner daran hindert, so bietet es sich an, die nahegelegene Treppe zu nutzen, um dennoch den Gohrisch besichtigen zu können.

Wieder vereint …

Auf dem Gipfel des Gohrisch angekommen, haben wir die Chance die Weierfahne zu besichtigen und der Schwedenhöhle einen kleinen Besuch abzustatten. Alternativ können wir uns aber auf von der Aussicht verzücken lassen …

Von der Wetterfahne gelangen wir auf der anderen Seite des Gohrisch zu einem Pavillon, den – sofern wir nicht auf unseren Rucksack verzichtet haben – wir als erste Pausenstelle nutzen können. Wenn ihr auf euren Rucksack verzichtet habt, so begeben wir uns in Richtung des Abstiegs, welcher uns noch einmal über ein paar Leitern und Stufen führt. Für Vierbeiner sollte dies kein Problem darstellen – zur Not können wir euch aber auch helfen.

Nachdem wir den Gohrisch hinab gestiegen sind, wird euch auffallen, dass wir an diesem Weg bereits vorbeigekommen sind, dieser wird uns bis zum Parkplatz führen, von wo aus wir die restlichen Kilometer über den Papststein mit unserem Rucksack zurücklegen werden …

So überqueren wir die Straße und laufen in Richtung der Beschilderung, welche uns zur Berggaststätte auf dem Papststein führen wird. Vorbei geht es – über viele Treppenstufen – am Hunskirchblick, bevor es weiter hinauf in Richtung der ersten Aussicht geht, die gegenüber der Berggaststätte Papststein liegt. Wenn ihr möchtet, können wir hier eine kurze Pause einlegen und in die Gaststätte einkehren. Auf dem Papststein finden sich für Fotoliebhaber diverse Aussichten, darunter auch auf einem Turm, für den allerdings ein kleiner Obolus fällig wird.

Nach dieser kleinen Rast folgen wir dem Weg über einige wenige Stufen hinab, verlassen den Papststein und folgen dem Weg weiter in Richtung der Lichterhöhle und der Eishöhle. Letztere trägt ihren Namen nicht umsonst, denn in besonders kalten und schneereichen Wintern bleibt sogar noch etwas vom Schnee in den späten Frühlingsmonaten erhalten. Die Lage des Zugangs, sowie reichlich Schatten sorgen so für ein seltenes Naturspektakel. Es empfiehlt sich die Höhle mit einer Taschenlampe zu erkunden. Die Lichterhöhle hingegen ist eine ziemlich große Höhle, in der – in der Vergangenheit – immer wieder Teelichter angezündet wurden. Hinter beiden Höhlen findet sich zudem noch ein Aufstieg zu einer Aussicht, welche wir nutzen wollen, um eine weitere Rast mit Blick auf den Papststein einzulegen.

Da wir aber noch ein ganzes Stück vor uns haben, steigen wir von der Aussicht wieder hinab – vorbei an der Eishöhle nehmen wir den gleichen Weg, wie wir ihn gekommen sind. An der ersten Abzweigung entschieden wir uns jedoch für den linken Weg, welcher uns zum Damwildgehege führen wird …

Die schönen Tiere im Blick, geht es den Hang hinauf, bevor wir die ersten Ausläufer vom Papststein zu Gesicht bekommen. Wir kreuzen den Ort nur entlang weniger Häuser, so dass wir nicht extra in die Klamotten schlüpfen müssen. Dem Rapsdörfel folgend, erreichen wir so die Weinleite, auch Hans-Förster-Weg genannt. Dieser Weg führt uns an einem Feld entlang, bis wir nach gut 890 Metern an einen kleinen Parkplatz gelangen, von dem rechts ein kleiner Weg in den Wald hinein führt. Nach weiteren 280 Metern erreichen wir unseren Parkplatz und das Ende unserer Wanderung.

Besonderheiten

Die ersten – reichlich – zwei Kilometer, welche uns zum Gohrisch und wieder zurück zum Parkplatz führen, können wir ohne Rucksack und anderweitiges Gepäck zurücklegen.

Beschaffenheit der Wege

Die gesamte Route ist gut geeignet für Barfuß-Wanderer, da wir uns hier lediglich auf Waldboden oder Sand bewegen. Am Gohrisch führen uns einige Leitern und Stufen in der Falkenschlucht zum Gipfel des Plateaus, bevor es über einige weitere Metallstufen hinab geht. Auf dem Papststein selbst erwartet uns eher Waldboden und Sand.

Einkehrmöglichkeiten

Auf dem Papststein befindet sich die gleichnamige Berggaststätte, wo wir bei guter böhmischer Küche einkehren können. Die Preise schonen dabei auch kleinere Geldbeutel und als Bonus gibt es an diversen Aussichtspunkten eine schöne Aussicht auf die umliegende Sächsische Schweiz, sowie die ersten Ausläufer des Bielatals. Am Ende der Wanderung können wir noch in den Gohrischer Hofladen einkehren, welcher sich auf der Neuen Hauptstraße 109 in 01824 Gohrisch befindet.

Download der Routen

Wenn du über ein GPS-Gerät oder eine App auf deinem Smartphone besitzt, kannst du dir die Route herunterladen und uns bei der Wanderung unterstützen. Je mehr Wanderer die Route besitzen, um so eher können die Fotografen unter uns sich die Zeit für ein perfektes Foto nehmen.

“Sachsen_V-14A.gpx”
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“Sachsen_V-14B.gpx”
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Hinweis: Wenn du die Route auf deinen Computer herunterladen möchtest, so klicke einfach mit der rechten Maustaste auf den Link und wähle “Verknüpfte Datei laden” bzw. einen vergleichbaren Eintrag aus.

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Über Martin

Natürlich. Nackt. Frei. Seit Sommer 2015 haben diese drei Worte einen neuen Lebensweg für mich geprägt. Ich war es leid, immer wieder die richtigen Klamotten in Schuh- oder Bekleidungsgeschäften zu finden, nur um sie nach meiner nächsten Wanderung in die Waschmaschine werfen zu können. Der Bibel zufolge wurde der Mann nackt von Gott erschaffen - wir sehen dies sogar heute bei jeder Geburt, dass niemand mit einer Mütze geboren wird. Aber warum sollten wir Kleidung während einer Wanderung tragen ? Schließlich sind wir ein Teil der Natur und je mehr wir den Kontakt mit dieser erfahren, um so eher sind wir gewillt diese zu schützen. Für mich ist es daher wichtig, dass ich nicht nur meinen eigenen Körper der Natur aussetze, sondern dass meine Umwelt um mich herum geschützt wird …