Liebe Wanderfreunde,

die Naked European Walking Tour ’19 ist schon lange vorbei, die SĂ€chsische Nacktwanderwoche ’19 nun fĂŒr alle Teilnehmer Geschichte – jetzt heißt es: Auf zur 2019er Ausgabe der ThĂŒringer Naturistentage nach Ilmenau im grĂŒnen Herzen Deutschlands, nach ThĂŒringen. Andreas hat auch dieses Jahr wieder eine neue Region gewĂ€hlt und zum Headquater den Campingplatz am Meyersgrund auserkohren. Einige der Teilnehmer reisten schon am Freitag an und so konnte man schon am Vorabend der ersten Wanderung viele bekannte Gesichter begrĂŒĂŸen â€Š

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Wie gewohnt, aber dennoch anders â€Š

Im Gegensatz zu den ThĂŒringer Naturistentagen ’18, welche in einen ersten und zweiten Teil aufgeteilt wurden, soll der Wanderbericht jeden Tag um die aktuelle Wanderung ergĂ€nzt werden, so dass ihr stets auf dem Laufenden bleibt, was wir am jeweiligen Tag erlebt haben â€Š

Inhaltsverzeichnis

Tag 1: Auf dem Finsterberg â€Š
Tag 2: Zu Besuch bei Freunden – Unterwegs im Hainich â€Š
Tag 3: In der Fehrenbacher Schweiz bis zur Werraquelle â€Š
Tag 4: Staunen und Technik â€Š
Tag 5: Erholung und Entspannung â€Š
Tag 6: Zum Oberbecken Goldisthal â€Š
Tag 7: Entlang der Bahn nach Manebach â€Š
Tag 8: Auf dem oberen Berggrabenweg â€Š
Tag 9: Rund um die Talsperre Hayda â€Š

Auf dem Finsterberg â€Š

Der erste Tag sollte uns ĂŒber die Kreuzwege fĂŒhren. Geplante Abfahrt war 10:15 am Zeltplatz. Problem fĂŒr mich: Durch das Dachzelt war mein kleiner Yeti etwas an den Zeltplatz gebunden – also ein Taxi erforderlich. Der konnte im Wanderleiter gefunden werden, denn nicht weit entfernt war ein Event, dass schnell besucht werden sollte. Es ging dann weiter zum Startplatz, an welchem die restlichen Wanderfreunde begrĂŒĂŸt werden konnten – hier waren auch einige dabei, die bisher noch nicht in der großen Gruppe in ThĂŒringen unterwegs waren.

Das Besondere der heutigen Wanderung: Sie war in Form einer Acht angelegt und die erste grĂ¶ĂŸere Pause war daher wieder am Ausgangspunkt geplant. Die Idee: Man solle mit nur wenig GepĂ€ck starten. Leider war uns Petrus nicht hold – das Thermometer zeigte 16 °C – und so entschied sich ein nicht geringer Teil, die grundlegende Idee der Wandertage erstmal nicht so ernst zu nehmen â€Š

Aber wer die Routenplanung der TNT kennt, weiß dass dies nicht lange so bleiben wird: Das Ziel der ersten Schleife war der große Finsterberg, die Nummer Drei der höchsten Gipfel des Freistaates – und wie nicht anders zu erwarten, mussten um dorthin zu gelangen einige Höhenmeter bezwungen werden. Oben angekommen, war dann doch das ĂŒbliche Erscheinungsbild der Wandergruppe hergestellt đŸ˜‰â€Š

Auf dem Gipfelplateau wurde zuerst die SchutzhĂŒtte und dann der neu errichtete Turm besichtigt und natĂŒrlich die Aussicht genossen. Auch der Wettergott meinte es zusehens besser mit uns und schob die Wolken beiseite und die ersten blauen Flecken wurden sichtbar. Nach der ausgiebigen Besichtigung ging es erst steil und dann wieder gemĂ€chlicher nach unten zur Rast am Startpunkt â€Š

Nach der allgemeinen StĂ€rkung ging es dann auf die zweite Runde, welche ein wenig lĂ€nger werden sollte. Dass immer besser werdende Wetter fĂŒhrte nun auch zu einer homogenen Wandergruppe mit jetzt noch 24 Teilnehmern – einen weniger als zum Start. Unterwegs war auch hin und wieder etwas von Sonnencreme zu hören, denn der Feuerball zeigte sich nun öfters – wer hĂ€tte das nach dem Regen der letzten Nacht gedacht. Der Weg fĂŒhrte ohne große HöhenĂ€nderungen an der Skipiste am Salzberg vorbei zur Aussicht auf die ehemalige Bezirksstadt Suhl, und auch der Turm am Großen konnte unterwegs von weitem erspĂ€t werden. Aber dann kam was kommen musste: Der Weg fĂŒhrte ĂŒber weite Strecken nach unten â€Š irgenwie musste ja Raum fĂŒr Steigungen geschaffen werden – nachdem nicht weit von Goldlauter der tiefste Punkt fĂŒr heute erreicht werden konnte, ging es von dort mehr oder weniger kontinuierlich bergauf â€Š

Wer aber die verbreitende LektĂŒre ordentlich studiert hatte, fragte sich: Wie ist dieser Anstieg noch zu steigern, denn es war von schweren letzten 200 Metern zu lesen. Na gut, es ging am Ende wirklich noch steiler, aber die Aussicht auf das Ziel – den Parkplatz – verlieh uns irgendwie FlĂŒĂŒĂŒĂŒĂŒgel.

Nach dem Sammeln ging es dann fĂŒr die meisten Teilnehmer zurĂŒck zum Zeltplatz, denn heute war eine Verköstigung vom Grill angesagt.

Das ResĂŒmee: Ein gelungener Einstieg in die diesjĂ€hrige TNT.

Zu Besuch bei Freunden – Unterwegs im Hainich â€Š

Man kennt es von großen Radrennen: Einfach mal eine Etappe ganz woanders stattfinden lassen. Diese Idee wurde auch bei der TNT aufgegriffen und so lud Horst heute zu einer Wanderung in den Hainich in der NĂ€he von HĂŒtscheroda. Durch die etwas lĂ€ngere Anfahrt startete die Tour fĂŒr die Campingplatzbewohner schon um 9 Uhr – natĂŒrlich wurde hierbei die Idee der Fahrgemeinschaften von den sĂ€chsischen Freunden ĂŒbernommen.

Am Parkplatz warteten schon viele der Wanderfreunde des Vortages, aber auch mir komplett Unbekannte. Nach dem Abwarten auf den Bus und einen etwas verspĂ€teten Teilnehmer konnte die Wanderung gegen 11 starten. Das ĂŒberwĂ€ltigende Teilnehmerfeld zĂ€hlte dabei 38 Wanderinnen und Wanderer und auch drei Hunde.

Die erste Etappe fĂŒhrte uns durch den Ort in Richtung der Wildkatzenstation am Nordrand: Hier konnten wir endlich unsere gewohnte Wanderkleidung anlegen – was bei den Temperaturen auch keine Probleme bereitete. Die Wanderstrecke selbst war, wie schon am Vortag in Form einer Acht angelegt und sollte uns daher zweimal an der WĂŒstung Heßwinkel vorbeifĂŒhren. Die beiden Schleifen hatten dabei verschiedene Schwerpunkte: Zum einen die Kunst auf dem Skulpturenweg des ersten Teiles und die Natur im zweiten. Unterwegs waren wir dabei auf breiten Schotterwegen, die – wie uns Schilder mitteilten – mit Fördermitteln der EU fĂŒr die Forstwirtschaft ausgebaut wurden. Doch irgendwann befahl der Track auf diversen GPS-GerĂ€ten den Abzweig auf einen grasbewachsenen Naturweg – zur großen Freude der Barfußwanderer. Nur leider endete dieser Pfad irgendwann im Nirvana, so dass durch das Unterholz ein Weg zum geplanten Weg gefunden werden musste. Dies gelang ohne grĂ¶ĂŸere Probleme â€Š ( und der Pfad wird sich sicherlich nicht vor der EU-Maßnahme verstecken können đŸ˜‰ ).

Nach wenigen weiteren hundert Metern erreichten wir eine große Wiese mit herrlichen Ausblick in Richtung Behringen und ĂŒber den ThĂŒringer Wald: Der ideale Platz fĂŒr eine lĂ€ngere Pause zur StĂ€rkung â€Š

Nun sollte der ernste Teil beginnen: Am Weg zurĂŒck nach Heßwinkel gab es links und rechts des Weges Kunstwerke zu bewundern, die von internationalen KĂŒnstler im Rahmen von Symposien in der Gegend gestaltet wurden. Manche von ihnen waren mit Titeln versehen, denen natĂŒrlich nicht unkommentiert zugestimmt werden konnte, die meisten aber forderten den Betrachter auf, sich seine eigenen Gedanken zu machen – einige wurden einfach auch nur benutzt â€Š

Nach dem Sammeln der Truppen an der WĂŒstung startete der zweite Teil: Wenige Meter weiter begann der Nationalpark Hainich – UNESCO Weltkulturerbe. Teile des Parkes sind frĂŒher als Übungsplatz der sowjetischen Armee benutzt worden. Ein Informationszentrum am Aussichtsturm an der Hainichaussicht – auch bekannt als Generalsblick – zeigt eindrucksvoll, wie sich die Natur ihren Raum zurĂŒckerobert â€Š

Vom Turm kann man auch weitere Wahrzeichen in der Umgebung entdecken: Die Wartburg, das Burschenschaftsdenkmal und den Inselsberg mit seinen TĂŒrmen. Auf einem offenen Pfad, mit weiteren schönen Aussichten, ging es dann zurĂŒck nach HĂŒtscherode und den Parkplatz.

Den Tag ausklingen ließen wir dann bei einer StĂ€rkung in der Nahen Wirtschaft Harthhaus.

Eine gute Idee, auch mal einen Sonntagsausflug in die Wanderwoche einzubauen. Dank an Horst fĂŒr die Idee und Vorbereitung.

In der Fehrenbacher Schweiz bis zur Werraquelle â€Š

Nachdem gestern viele mir unbekannte Teilnehmer begrĂŒĂŸt werden konnten, waren heute am Start wieder viele alte Bekannte, wenn auch erstmals zu dieser TNT. Nicht zuletzt konnte auch die InternationalitĂ€t der Mannschaft ausgebaut werden. So war auch heute wieder eine 38 auf der Liste einzutragen – nicht zu vergessen zwei Hunde.

Treffpunkt war heute der Parkplatz nahe der Triniusbaude: Ein schöner Start fĂŒr die Wanderung, denn nach vielen Kilometern und noch mehr Höhenmetern sollte uns ein Mahl in der Baude am Abend stĂ€rken.

Diesmal ging es direkt mit Wanderkleidung am Parkplatz los und durch den Wald zum oberen Teil der Skipiste am Ersteberg fĂŒr eine erste kurze Rast und einen schönen Ausblick â€Š

Der Weg fĂŒhrte uns dann weiter Richtung Masserberg bis zur Schillerbank. Eigentlich war dies der Punkt um sich fĂŒr den Weg durch Masserberg wieder umzuziehen, allerdings entschied Andreas, dass dies auf Grund der geringen Anzahl anderer Touristen nicht nötig sei und wir konnte so ohne lĂ€ngere Unterbrechung weiter. Entlang der Biber ging es den Berg hinab bis zum Eingang zur Fehrenbacher Schweiz. Die hier ursprĂŒnglich geplant lĂ€ngere Rast sollte aber verschoben werden: Denn jeder textilfreie Wanderer weiß, dass man sich bei leichtem Nieselregen besser bewegen sollte. Aber kurze Zeit spĂ€ter erreichten wir den Eselsgrund und konnten hier die Mittagsrast einlegen, bevor der Aufstieg zur Werraquelle beginnen sollte â€Š

Dieser Aufstieg sollte einen nicht steilen aber stetigen Anstieg bringen, der dafĂŒr sorgte, dass das Feld extrem auseinander riss – gut, dass genĂŒgend Kreuzungen vorhanden waren, die immer wieder fĂŒr rastlose Wanderer sorgte und so das Feld wieder zusammen fĂŒhrte. An der Werraquelle angelagt, erwartete uns eine neu erbaute Wirtschaft und eine Art “Touristenzentrum”, welches allerdings nicht alle Wanderer ĂŒberzeugen konnte – insbesondere wenn man die alte Anlage kannte â€Š

Trotzdem wurde die Anlage fĂŒr unzĂ€hlige Fotos genutzt, bis der Weg weiter gehen sollte zum Eselsberg. Das besondere an diesem Ort ist der 38 Meter hohe Aussichtsturm – dem einzigen direkt am Rennsteig – welcher gegen einen Obolus in Höhe von einem Taler bestiegen werden durfte – und von dieser Möglichkeit machte eine große Zahl der Teilnehmer auch Gebrauch. Von Vorteil fĂŒr uns war der Ruhetag der Baude nebenan, die Zahl anderer Wanderer hielt sich so in Grenzen und fĂŒr uns entfiel das Umziehen. Nur wenige hundert Meter weiter sollte es erneut durch Masserberg gehen – diesmal allerdings in Verkleidung đŸ˜‰. Nun war es nicht mehr weit bis zur Skipiste vom Anfang der Wanderung, wobei uns der Weg diesmal hinab zur Talstation fĂŒhrte und dann weiter zur Triniusbaude.

Diese recht kleine HĂŒtte war mit der Gruppe restlos gefĂŒllt – einige zogen es gar vor den Freisitz zu nutzen. Auch wenn die Karte fĂŒr uns extrem gekĂŒrzt wurde, konnte jeder etwas finden und die handgemachten ThĂŒringer KlĂ¶ĂŸe sollte man sich nicht entgehen lassen – auf Wunsch gab es auch einen extra.

Auch wenn das Wetter nicht ganz perfekt war – eine schöne Tour.

Staunen und Technik â€Š

Heute sollte unser Tag zweigeteilt sein: Vor der Wanderung war ein Besuch der Morassina-Grotte vorgesehen â€Š

Dieses alte Bergwerk wurde nach der Wende zu eine Schaugrotte ausgebaut, welche auch einen Stollen fĂŒr therapeutische Behandlungen vorzuweisen hat. Durch den Hintergrund eines alten Alaunbergwerkes sind im Gestein viele Schwermetalle enthalten, die fĂŒr farbige Ablagerungen in den Tropfsteinen fĂŒhren. Die FĂŒhrung bot einen spannenden Einblick in die Geschichte des Bergwerkes und der Region. Zur Erkundung der Grotte entschlossen sich 19 Teilnehmer.

Der “richtige” Beginn des Wandertages war gegen 11 und zu den Höhlenforschern gesellten sich noch weitere Teilnehmer, so dass sich am Ende der Busfahrer ĂŒber 28 unĂŒbliche FahrgĂ€ste freuen konnte, denn die Wanderung sollte uns diesmal nicht im Kreis fĂŒhren und nach der Fahrt nach Neuhaus war noch ein Umsteigen in den Triebwagen des S‱T‱B angesagt, der die Mannschaft zwei Stationen weiter nach Ernstthal bringen sollte. Hier war das aktuelle Ende des bedienten Schienenstranges in Richtung Probstzella erreicht, der Triebwagen sollte wenden und seine Fahrt Richtung Lauscha fortsetzen.

Wie ĂŒberquerten die Gleise und erreichten nach wenigen Metern den Umkleidepunkt: Aber wir haben wohl den Groll des Thor auf uns gezogen, der seine Meinung lautstark verkĂŒndete und wenig spĂ€ter neben Donner und Blitz auch grĂ¶ĂŸere Wassermengen auf uns ergoß. Aber wie man weis, hat das textilfreie Wandern einen entscheidenden Vorteil: Die Kleidung bleibt trocken ( wenn korrekt verstaut 😉 ). Also wurde entschlossen weitergeschritten immer entlang der Bahnstrecke nach Probstzella. Als ein stĂ€rkerer Schauer anstand kam auch eine BogenbrĂŒcke in Sicht, die als Schutz dienen konnte. Die Wartezeit wurde gleich fĂŒr die Bestellung des Abendmahles genutzt. Regen und Wind sind beim Stehen nicht angenehm, also ging es flinken Schrittes weiter entlang der Gleise. Den Abstieg in den Finstergrund ersparten wir uns und querten hier das Viadukt 


Der Regen stoppte und wir nutzten die Chance fĂŒr eine lĂ€ngere Pause. Danach ging es hĂŒgelig in Richtung Lichte, dessen Bahnhof als Standort der Draisinenbahn auf der Strecke der Max-und-Moritzbahn dient und dieser wurde von den Teilnehmern ausgiebig begutachtet. Lichte wird aber vielen Eisenbahnfreunden durch sein Viadukt bekannt sein – dieses konnte auf dem weiteren Weg bestaunt werden. Unser Weg fĂŒhrte uns weiter zur Siedlung Bock und Teich. Um diese zu queren musste wieder kurzzeitig die Wanderkleidung abgelegt werden. Kurz darauf erreichten wir die Kleebergklause, natĂŒrlich immer gut fĂŒr eine kurze Rast, bevor uns der Weg wieder in Richtung Schmiedefeld fĂŒhren sollte. Das Wetter wurde auch immer besser – nur war die Wanderung schon fast zu Ende â€Š

Nach der leckeren Speise in der GaststĂ€tte an der Morassina zeigte uns Andreas noch einige EindrĂŒcke von seiner Winterwanderung â€Š Ă€hm NEWT und auch Bilder von Wanderungen in ThĂŒringen der letzten Jahre. Auch wenn jetzt etwas mĂŒde – es ging heute schon 8:30 Uhr los – wieder ein gelungener Tag.

Erholung und Entspannung â€Š

Der Wettergott meinte es heute nicht gut mit der Mannschaft und begrĂŒĂŸte uns mit einem dichten Regenband. Immer mehr extern wohnende Teilnehmer teilten mit, auf die Radtour oder Wanderung verzichten zu wollen. So wurde entschieden einen Ruhetag einzulegen und der Natur den Regen zu gönnen. Ein gutes Dutzend Wanderfreunde wollten aber auf die Textilfreiheit nicht verzichten und starteten zur 100km-Tour in die Kristalltherme in Bad Klosterlausnitz. Die vielen Saunen heizten richtig ein und alle sind wieder fit fĂŒr den nĂ€chsten Wandertag.

Genau richtig zur Halbzeit: Ein Tag der Ruhe.

Zum Oberbecken Goldisthal â€Š

Nachdem der letzte Tag zur ausgiebigen Erholung genutzt werden konnte, sollte heute eine nicht ganz so einfache Aufgabe auf die Teilnehmer warten: Nach dem Abstellen der Fahrzeuge wartete die Mannschaft auf den Bus nach KatzhĂŒtte und konnte auch einige sehr knapp Eintreffende nach zu einem Schlussspurt animieren. PĂŒnktlich erreichten wir um 11 den KatzhĂŒtter Markt und nach wenigen hundert Metern durch den Ort waren wir am Umkleidepunkt.

Durch die Busfahrt war allen klar: Heute war eine Richtung vorgegeben – bergauf. Das Thermometer zeigte am Start 17 °C, aber der Himmel zeigte sich freundlich und auch die Sonne schaute schon durch. Unsere erste Pause war am Reichenbachsteich – natĂŒrlich wurde diese Gelegenheit fĂŒr eine Erfrischung auch sofort von nicht wenigen genutzt â€Š

Weiter ging es nach einem kurzen ebenen Abschnitt – richtig – weiter bergauf zum Wurzelberg: An der HĂŒtte angekommen, begrĂŒĂŸte uns ein “Herzlich Willkommen” und die unzĂ€hligen Sitzgelegenheiten wurde gleich fĂŒr die Mittagsrast in Beschlag genommen â€Š

Wenige Meter weiter ( nach oben ) informierte eine Infotafel ĂŒber besondere Giganten: Der Bereich des Wurzelberges war berĂŒhmt fĂŒr seine uralten Riesentannen. Drei von ihnen waren besonders hervorzuheben: Die Königs-, die Humboldt- und die Georgstanne. Leide sind diese schon vor Jahren abgefĂ€llt worden und nur noch die StĂŒmpfe sind zu finden – einzig bei der Königstanne ist auch der Stamm noch recht gut erhalten. Allerdings braucht es einen erfahrenen WanderfĂŒhrer um deren Standorte auch zu finden.

Auf dem weiteren Weg – immer noch bergan – wurde endlich ein Plateau erreicht und wir standen vor einem riesigen Damm: Das Ziel der Wanderung war erreicht, das Oberbecken der Talsperre Goldisthal. Aber die spektakulĂ€re Aussicht sollte erst nach einigen weiteren Kilometern entlang des Dammfußes erreicht werden. Der endlich letzte Aufstieg brachte uns zur Besucherplattform des Oberbeckens, wo wir neben Masserberg mit seinem Badehaus auch den Turm am Rennsteig der Wanderung von Montag sehen konnten 


Dieser Ausblick brauchte natĂŒrlich seine Zeit und diese wurde auch fĂŒr die letzte Pause des Tages genutzt. Auch der Himmel war stolz auf unsere Kletterleistung und die Sonne lachte von oben. Da hier der höchste Punkt der Gegend erreicht war, ging es – nun endlich – in eine andere Richtung: Bergab. Nach insgesamt sechs Stunden Wanderung erreichten wir wieder den Parkplatz und nach wenigen Minuten Fahrt ließen wir den Tag in der GaststĂ€tte “Golden Nugget” ausklingen.

Auch wenn es heute drei GelĂ€ndepunkte gab – der Erholungstag hatte allen genĂŒgend Energie geliefert.

Entlang der Bahn nach Manebach â€Š

Heute wurde der Zeltplatz durch den Hintereingang verlassen, denn die Anreise zum Startpunkt erfolgte mit dem Bus. Nach einem Umstieg in Schmiedefeld war um halb Zehn der ehemalige Endpunkt der Laurabahn in Frauenwald erreicht. Dieses GebĂ€ude beherbergt jetzt einen Gasthof und die Wirtin wusste einiges zu erzĂ€hlen zur Bahnstrecke und der Gegend. Einige Wanderfreunde nutzen die Gelegenheit noch, um einen weckenden Kaffee zu genießen.

Nun ging es weiter zum “Außenstandort” des Museums mit einem Sammelsurium von Relikten aus alten Bahnzeiten â€Š

Der erste Abschnitt fĂŒhrte ĂŒber den alten Bahndamm zum Hirsch. An dieser Kreuzung verstĂ€rkten noch einige Teilnehmer die Mannschaft. Weiter ging es entlang der stillgelegten Trasse zum Bahnhof Rennsteig. GesĂ€umt war der Weg von manchen SpielgerĂ€ten, welche aber auch von den Wanderern gern getestet wurden â€Š

Am Bahnhof angelangt, wechselten wir die Seiten und es wurde nun neben der Strecke gewandert – denn dieser Abschnitt wird noch nach Fahrplan befahren.

Der Weg fĂŒhrte uns ins Tal bis zur MassemĂŒhle. Die große Wiese wurde natĂŒrlich als idealer Standort fĂŒr eine erste grĂ¶ĂŸere Pause ausgewĂ€hlt. Nun verließ unsere Route die Bahnstrecke und fĂŒhrte uns Richtung Auerhahn. Die neu hinzugestoßenen GĂ€ste der SĂ€chsischen Wanderfreunde sind es sicherlich gewesen, welche auch einen Sack besseren Wetters mitbrachten: Das Thermometer kletterte auf 28 °C. Dazu kam noch der Weg, der nun bergauf fĂŒhrte. Dies war wohl auch der Grund, warum einige der Teilnehmer ins Schwitzen gekommen sind. Kurz vor unserem Zwischenziel bot sich auf einer Bergwiese ein grandioser Blick ĂŒber StĂŒtzerbach und den ThĂŒringer Wald â€Š

Nach dem Queren der Straße ging es weiter zur Hirtenwiese, wo unzĂ€hligen Sitzgelegenheiten zur einer weiteren Rast genutzt wurden. Diese war auch nötig, sollte doch der Aufstieg zum Kickelhahn folgen. Aber die Aussicht oben entschĂ€digte fĂŒr die Strapazen.

Nun ging es vorbei am GoethehĂ€uschen und den Hermannstein zurĂŒck ins Tal nach Manebach. Dort lud der ehemalige Bahnhof mit seinem Steak House zu einer StĂ€rkung der Wanderer an einer eigens decketen Tafel.

Wieder ein gelungener Tag, auch wenn das Wetter zum Ende der Wanderung nicht mehr das Level des Tages halten konnte.

Auf dem oberen Berggrabenweg â€Š

Da nimmt man einmal “Heimaturlaub” und es geht schief: Gestern habe ich die Wandergruppe etwas frĂŒher verlassen und konnte so einen Bus und damit auch die Bahn frĂŒher erreichen, damit der Anschluß zum ICE auch klappte. Nur heute morgen funktionierte es nicht: Mit dem Öffnen der TĂŒr des verspĂ€teten ICE sah ich meinen Zug nach Ilmenau abfahren. Sofort den Wanderleiter informiert und der Ehrgeiz war geweckt, nicht abzukĂŒrzen, sodern nachzulaufen – GPS-Track war schließlich vorhanden.

Endlich am Bahnhof Ilmenau Bad angekommen, ging es flink zum Start der Wanderung und ich sah eine Wand vor mir, die nun ohne “Gegner” zu bewĂ€ltigen war. Nach einer gefĂŒhlten Ewigkeit oben angelangt, musste man sich einfach befreien und so wurde der Weg – nun ohne große HöhenĂ€nderungen – flux weiter verfolgt. Sicherlich war die Strapaze zum Beginn, aber auch der Einfluß des Taktgebers verantwortlich, dass es nicht lange dauerte bis ich auf eine Truppe rastender Wanderfreunde traf. Nach einer kurzen BegrĂŒĂŸung ging es sofort weiter – ich hatte ja in Erfurt genug Zeit um Kraft zu sammeln â€Š

Eine erste grĂ¶ĂŸere Pause gab es am Abstieg zum Ratssteinbruch. Wer sich krĂ€ftig genug fĂŒhlte, wagte hier den Abstieg – und natĂŒrlich auch den Weg zurĂŒck. Am Endes des Waldweges erreichten wir den oberen Teil von Manebach, der flinken Schrittes in der gewöhnten Wanderkleidung hinter uns gelassen werden konnte. Am Ortsende öffnete sich das Tal mit einem wunderschönen Ausblick – der Regen der letzten Nacht war Geschichte und der Himmel zeigte nur wenige Wolken. Der ideale Ort fĂŒr die Mittagsrast und dafĂŒr war das HexenhĂ€uschen nicht weit entfernt eine gute Wahl â€Š

Der Weg fĂŒhrte weiter durch den ThĂŒringer Wald und bot unzĂ€hlige Male Ausblicke auf die andere Talseite. Diese war uns von der vortĂ€gigen Wanderung ĂŒber den Kickelhahn nicht unbekannt. Auch unser Wandermittelpunkt am Meyersgrund kam des öfteren in Sichtweite und bot so die Möglichkeit fĂŒr eine AbkĂŒrzung. Mancher Teilnehmer nutze die Chance um neue Kraft fĂŒr den letzten Tag zu sammeln. Aber auch das Hauptfeld kam ĂŒber mehrere Schleifen pĂŒnktlich zum geplanten Wanderende wieder am Campingplatz an.

Hier bot der Konferenzraum die ideale Location um schon erste FilmbeitrĂ€ge der vergangenen Wanderung zu schauen, bevor das leckere Mal von Grill des Platzes verzehrt werden konnte â€Š

Auch wenn man merkte, dass die TNT zu Ende geht und uns einige Teilnehmer bereits verlassen haben: Genauso perfekt geplant wie zu Beginn – selbst das Wetter passte.

Rund um die Talsperre Hayda â€Š

Der letzte Wandertag steht an und die meisten der GĂ€ste werden danach die Heimreise antreten. Da heist es Sachen packen und die “echten” Camper rĂ€umen die AusrĂŒstung wieder zusammen. Daher war heute auch viel mehr KapazitĂ€t auf dem Parkplatz am Start notwendig, denn die Zeit der Fahrgemeinschaften war vorbei â€Š

Die Wanderung heute stand daher auch im Zeichen der Entspannung: Einmal rund um die Talsperre Hayda waren kein großen Höhenunterschiede zu erwarten, dafĂŒr aber erholsame Pausen direkt am Wasser, die zu einem Bade einladen sollten. Los ging es um 11, nachdem diesmal alle Teilnehmer ohne VerspĂ€tung eingetroffen waren. Der Regen war vorbei und die Temperaturen waren geeignet, gleich am Start die Wanderkleidung anzulegen. Der Weg fĂŒhrte entlang einer Bucht, der auch einige mutige Teilnehmer zu einer nassen AbkĂŒrzung verleitete. Der Rest der Gruppe nahm den Weg am Ufer. Aber es dauerte nicht lange bis die Gruppe zur ersten großen Rast wieder vereint war und die Bademöglichkeit wurde gern genutzt.

Nach der StĂ€rkung und AbkĂŒhlung ging der Pfad weiter immer am Ufer entlang bis zum letzten AuslĂ€ufer des Stausees und nach einer kurzen Strecke durch den umgebenden Wald wurde die Autobahn A71 unterquert um zum nĂ€chsten Pausenplatz mit einem Ausblick zum Stausee und der Schnellstraße zu gelangen.

Die weitere Strecke ging ĂŒber barfußfreundliche Wege wieder zurĂŒck zum Stausee – diesmal aber nicht unter der Autobahn sondern darĂŒber hinweg, einer GrĂŒnbrĂŒcke sei Dank. Die Auswertung der Fotos der Wildkamera wird das Personal sicherlich vor einige Probleme stellen, wenn die langen Wege der einzelnen Individuen so weit weg von ihren eigentlichen Siedlungsgebieten zu erklĂ€ren sind â€Š

Ein Blick auf die Uhr und den KilometerzĂ€hler lies den Wanderleiter dann entscheiden, eine kleine AbkĂŒrzung zu wĂ€hlen und den Weg zurĂŒck zum Wasser einzukĂŒrzen. So blieb am Ende noch einmal Zeit fĂŒr eine grĂ¶ĂŸere Rast direkt am Wasser bevor die letzten Meter zurĂŒck zum Parkplatz starteten 


Nach der Verabschiedung einiger Teilnehmer ging es fĂŒr den grĂ¶ĂŸten Teil der Mannschaft zur Einkehr nach Martinroda in die GaststĂ€tte “Zum Veronikaberg” – selbst SchlusslĂ€uferin Ebby musste nicht draußen warten, sondern bekam das eine oder andere Leckerli. Diese letzte Einkehr nutzen die Teilnehmer auch, um sich fĂŒr die – wie auch schon in den Vorjahren – super Organisation der TNT bei Andreas zu bedanken.

Mein persönliches ResĂŒmee â€Š

Man kann es kaum glauben: Dies war nun schon die fĂŒnfte Ausgabe der TNT – und sicherlich werde ich auch bei der sechsten Ausgabe dabei sein – so Andreas sich weiterhin dieser Aufgabe gewachsen sieht ( woran ich keine Zweifel habe đŸ˜‰ ). Besonders schön finde ich bei der TNT, dass immer ein neuer Teil des Freistaates besucht wird und dieses Jahr gab es die Besonderheit, dass auch einmal ein Kurzbesuch bei Freunden eingebaut wurde. Auch wenn nicht geplant, fand ich den “echten” Ruhetag genau zur Halbzeit der Wanderwoche besonders passend: Keine Wanderung, keine Radtour und auch keine Kultur: Einfach mal abschalten und entspannen – ich wĂŒrde allen Organisatoren ans Herz legen, diese Idee in Zukunft planmĂ€ĂŸig ins Programm aufzunehmen. Andreas ist das ganze Jahr unterwegs, um Wanderwege zu erkunden und den Teilnehmern eine umfangreiche Vorbereitung zukommen zu lassen. Und nicht nur die Wanderungen selbst stehen dabei auf dem Programm, auch die Unterkunft wird organisiert und jeden Abend eine Einkehr nach der Tour, die nicht nur qualitativ ansprechend ist, sondern auch das Reisebudget nicht unnötig belastet.

Meine Fazit: Andreas mach’ weiter so – nach der TNT ist vor der TNT !

Soviel zur Wanderung aus ThĂŒringen, mal sehen, von wo ich mich demnĂ€chst melde,
euer Erik

Kurzes Nachwort â€Š

Wie den Berichten von Martin zu entnehmen ist, bin ich wĂ€hrend der Wanderungen des öfteren mal abseits der Strecke unterwegs, um nach irgendwelchen Film- oder Tupperdosen zu suchen. WĂ€hrend der Wanderwochen war ich mit dieser Ablenkung nicht alleine und auch einige weitere Teilnehmer haben mir geholfen – oder ich ihnen. Daher mein Dank an alle Nichteingeweiten fĂŒr das VerstĂ€ndnis fĂŒr eventuelle ungeplante Pausen. Insgesamt war die Woche wieder erfolgreich: 71 Funde, drei virtuelle Anstecker und die erfolgreich abgeschlossne Sommeraufgabe.

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Über Erik

Das naturistische Wandern habe ich zuerst als Einzelwanderer entdeckt. Aber es dauerte nicht lange und ich fand im Netz eine Community Gleichgesinnter und nahm an Unternehmungen in ThĂŒringen teil. Dort traf man immer neue Gesichter, auch die Wanderfreunde aus Sachsen. NatĂŒrlich bot es sich daher an, mal öfter in die SĂ€chsische Schweiz zu fahren.

2 Kommentare

  1. Ich war zum ersten Mal dabei, leider nur einen Tag (Werraquelle).
    Hat mir sehr gut gefallen. Musste leider kurzfristig abreisen. NĂ€chstes Jahr gerne wieder.
    Vg Arno

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