Liebe Freunde,

in 142 Tagen kann sich die Welt verändern. Die Eigene, wie auch die uns aller. Doch auch, wenn sich viel verändert, wollen wir niemals, dass eine große Veränderung alles über den Haufen wirft, was wir uns erarbeitet haben. Die Veröffentlichung von neuo im vergangenen Oktober zählte zu den größten Veränderungen, die unsere Webseite in all den vergangenen sechs Jahren durchlebte. Und auch in den letzten vier Monaten blieben wir uns treu und nutzten den Winter, um einige Probleme und kleinere Fehler auszubügeln.

Wie üblich fallen einem dann doch Dinge auf, die etwas mehr Zeit benötigen, als andere und darüber möchten wir einige Worte verlieren. Oder um es mit den Worten Jan Fedder’s in seiner Paraderolle als Oberkommissar Dirk Matthies vom Großstadtrevier zu sagen:

Nur rollende Steine setzen kein Moos an.

Karten – Neue Wege. Bekanntes Gelände.

Während der Entwicklung von neuo wollten wir stets das beste Nutzererlebnis erreichen. Doch wenn die Grundfunktionen der Webseite Probleme bereiten, sind unseren Möglichkeiten Grenzen gesetzt. Das Karten-Plug-In, welches wir verwendeten, setzte uns eine Menge Grenzen – da half es auch wenig, dass bereits erste Änderungen am Code vorgenommen wurden. Spätestens, als wir uns entschieden von PHP 7.4 auf PHP 8.x zu migrieren, traten die ersten Probleme auf: Der Code des Plug-Ins war nicht für die umfangreichen Änderungen von PHP 8 optimiert, und so wurden wir teilweise mit den wildesten Fehlen konfrontiert.

Eine Lösung musste her und so entschieden wir uns, das Plug-In einfach auszusortieren, doch die Alternativen waren in der Verwendung zu kompliziert, boten aber auch neue Möglichkeiten. Um diese Erkenntnis reicher, entschieden wir uns einfach, das bestehende „WP GPX Maps“ in neuo zu integrieren – mit all jenen Funktionen, die wir uns schon immer gewünscht haben und auch einer ganzen Menge an Fehlerkorrekturen. Darunter konnten wir auch einige Optimierungen vornehmen: In der ursprünglichen Umsetzung wurden die Skripte immer geladen, auch wenn die Karte nicht auf einer Seite oder einem Beitrag eingebunden wurde. Auch so manch praktische Funktion, wie den aktuellen Standort des Nutzers auf der Karte anzuzeigen wurde wenig sinnvoll umgesetzt und so fragte der Browser beim Aufrufen des Beitrags bzw. der Seite nach dem Standort, ohne dass die Karte zu sehen war. Paranoide Nutzer wählen hier nicht „Akzeptieren“, sondern schließen den Tab. Auf Spurensuche in den endlosen Weiten des Internets fanden wir einige Erweiterungen, die jedoch allesamt fürchterlich umgesetzt wurden, es blieb also nichts anderes übrig, als selbst tätig zu werden â€¦

12,5 km459 m459 m151 m324 m

Das Ergebnis: Unterhalb der Elemente zum Vergrößern oder Verkleinern der Karte findet sich nun ein Button, um den eigenen Standort auf der Karte anzuzeigen. Der Standort wird dabei erst verwendet, wenn ihr dem zustimmt – euer Browser fragt euch nach einem Klick auf den Button, ob ihr der Verwendung des Standortes zustimmen möchtet ( sofern ihr Webseiten den Standortzugriff nicht generell verwehrt habt ).

Archiv – Viel Inhalt. Leichterer Überblick.

Seit gut sechs Jahren existiert nun schon unsere Webseite, in dieser Zeit ist viel geschehen und wurde noch mehr zu virtuellem Papier gebracht: 70 Wanderberichte und 33 Wanderrouten, sowie zahllose Beiträge in den Kategorien Allgemein, Gedanken, Medienlandschaft usw. – zusammengerechnet eine Lesezeit von 18 Stunden und 16 Minuten ( diesen Beitrag nicht eingeschlossen ). Bisher war unser Archiv die einfachste Anlaufstelle, um sich einen Überblick auf alle Beiträge zu verschaffen, doch im Laufe der Zeit wurde die Liste länger und länger. Ein Blick in die Zukunft würde nichts Gutes verheißen und unser Archiv würde irgendwann mit der längsten Webseite der Welt konkurrieren. Es vergingen einige Wochen, in denen wir nach einer Lösung für dieses Problem suchten, denn eines war klar: Die Lösung sollte sich nicht teilweise, sondern perfekt ins bestehende Design einfügen. Ein weiteres Plug-In wollten wir dafür nicht nutzen und entschieden uns stattdessen für eine Eigenentwicklung, die bereits vorhandene Funktionen nutzt ( zum Beispiel für das mobile Menü ) â€¦

fresäna – Ein Ort. Alle Möglichkeiten.

Lange spielten wir mit dem Gedanken, unsere Webseite vom Homescreen eines iPhones oder iPads zu starten, dabei sollte sich nicht nur ein weiterer Tab in Safari öffnen, sondern wir wollten, dass sie sich wie eine native App anfühlt. Im Laufe der Jahre entwickelte sich unsere Webseite mehr und mehr unter dem Fokus „Mobile-first“ – mobilen Geräten galt das Hauptaugenmerk. Dies betraf nicht nur das Design, sondern eben auch die Ladezeiten der einzelnen Beiträge und Seiten. In den letzten Wochen und Monaten wurden dann die letzten Puzzle-Teile zusammengefügt, um diesen letzten Schritt zu ermöglichen â€¦

Die Statusleiste wird – je nach gewähltem Erscheinungsbild – von einem leichten Schatten unterlegt, so dass ihr auch weiterhin die Uhrzeit, das WiFi-Signal, die verbleibende Restladung eures Akkus und alle weiteren Symbole im Blick habt. Die Navigationsleiste wird von drei Elementen beherrscht: Neben der Schaltfläche auf der linken Seite, die das Menü öffnet, findet ihr rechts die Suche und mittig das Logo unserer Webseite.

Nicht jeder kann ein 5G-fähiges Smartphone aus der Tasche zücken, daher lag es uns am Herzen, unsere Webseite möglichst datensparsam zu entwickeln. Natürlich gibt es einfach Dinge, die sich nicht vermeiden lassen. Um diesem Problem entgegenzuwirken, nutzen wir seit einiger Zeit einen Service-Worker – ein kleines JavaSkript, welches nur eine Aufgabe erfüllt: Daten in einem Cache zwischen zu speichern und wieder abzurufen, sobald diese benötigt werden. Grundzüge dieser Technik sind bereits seit den Anfängen in allen Browsern implementiert, doch mit einem Service-Worker besteht die Möglichkeit, alle möglichen Daten dem Cache hinzuzufügen, ohne dass erst eine Seite aufgerufen werden muss, welche die Skripte nutzt. Wenn ihr also in einer Gegend unterwegs seid, die über schlechten Mobilfunkempfang verfügt, macht euch keine Sorgen, denn der Großteil der benötigten Daten findet sich bereits lokal auf eurem Gerät.

Um den Web-Clip bzw. die Web-App eurem Homescreen hinzuzufügen, öffnet einfach folgenden Link in Safari, tippt auf und wählt anschließend „Zum Home-Bildschirm“ aus:

https://nacktwanderfreunde.de/app/

Ihr habt kein iPhone oder iPad ? Theoretisch sollte die Web-App auch mit allen anderen modernen Smartphones und Tablets funktionieren, entwickelt und optimiert wurde sie jedoch für den Einsatz auf Apple-Geräten ðŸ˜‰.

Die kleinen Dinge – Think different.

Sie liegen uns besonders am Herzen: Die kleinen Dinge, vielleicht nicht immer auf den ersten Blick sichtbar, leisten sie einen entscheidenden Beitrag dazu, dass du dich auf unserer Webseite wohl fühlst. Wirf einen Blick auf dein Smartphone und sieh, wie die Icons für die sozialen Netzwerke unterhalb der Widgets „Platz machen“, wenn der „Zurück zum Anfang“-Button in ihre Nähe kommt â€¦

… oder wie sich die Seite verändert, wenn du im Benutzerkonto die Akzentfarbe veränderst. Selbst der Hintergrund reagiert auf deine Farbauswahl und färbt sich beispielsweise leicht rötlich, wenn du Rot als Akzentfarbe gewählt hast. Die Akzentfarbe wurde in den letzten Wochen mehr und mehr zum Bestandteil wichtiger Designelemente – egal, ob es Buttons sind oder Textfelder. Unsere Webseite lässt es dich wissen, wo du dich gerade befindest, in dem der Rahmen um das aktive Eingabefeld mit der Akzentfarbe gefärbt wird.

Doch es gibt noch viel mehr zu entdecken: Nach einer Mail-Konversation mit den Betreibern von natury, entschieden wir uns einige Kleinigkeiten anzupassen, die nicht sichtbar sind. Man könnte es unter dem Thema „Barrierefreiheit“ verbuchen, denn wir möchten niemanden ausschließen, egal ob versierte Computerfreunde, als auch „Schlosser, Schuster und Schreiner, die sich im Laufe Ihres Berufslebens mindestens fünfmal mit dem Hammer auf jeden Finger gekloppt haben“ ( Helmut’s Worte ðŸ˜„ ). Ihr werdet an einigen Stellen einen Unterschied spüren, wir glauben, dass diese Änderungen die Bedienung unserer Webseite deutlich verbessern.

Neben diesen drei – zu erwähnenden – Neuerungen, gab es noch viel mehr, was uns die letzten vier Monate wach hielt. Natürlich gab es auch Momente, die frustrierten – das scheint einfach nicht auszubleiben und so kam es, dass wir Anfang des Monats zur Veröffentlichung der neuen Version von neuo dachten, dass wir uns total verrannt hatten: Aus uns nicht bekannten Gründen folgte nach dem Laden der Seite ein Layout-Shift – die ganze Seite rückte erst um einige Pixel nach Links und anschließend wieder nach Rechts. Die Ursache ? Es lag nicht an uns, sondern am Browser: Safari 14 scheint einige Probleme mit der Darstellung zu haben und so entschieden wir uns den Vor-Vorgänger einzusetzen und die Probleme waren verschwunden. Andere Browser, wie Firefox waren von diesem Problem nicht betroffen.

Abschließend gilt es noch eine Frage zu beantworten: Wo ist unser Cookie-Banner geblieben ? Nach intensiver Recherche fanden wir heraus, dass unser übereilt hinzugefügtes Banner im Zuge der Einführung der Datenschutzgrundverordnung überhaupt nicht erforderlich war, denn die DSGVO klammert technisch notwendige Cookies aus – es wäre auch alles andere als hilfreich, wenn man Cookies ablehnen könnte, mit denen die Anmeldung gespeichert wird. Dies würde jede Login-Funktion unbrauchbar machen und auf eine Kommunikation mit Diensten von Facebook bzw. Google um den Nutzer mit Werbung oder anderen Elementen zur Aktivitätenverfolgung ( Tracking ) zu nerven legen wir keinen Wert – Datenschutz ist unsere oberste Priorität. Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, empfehlen wir euch folgende Lektüre.

Mit all diesen Neuerungen und Optimierungen, die nicht nur der Benutzerfreundlichkeit, sondern auch den eigenen Ansprüchen genügen, können wir durchweg positiv in die kommende Wandersaison blicken. So bleibt uns nur noch eins, an jenem 24. Februar 2022 zu sagen, der im Kalender auf Steve Jobs‘ 67. Geburtstag hinweist:

Have the Courage to follow your Heart and Intuition.
They somehow already know what you truly want to become.
Everything else is secondary.

- Steve Jobs -
Stay hungry. Stay foolish,
euer Martin

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Über Martin

Natürlich. Nackt. Frei. Seit Sommer 2015 haben diese drei Worte einen neuen Lebensweg für mich geprägt. Ich war es leid, immer wieder die richtigen Klamotten in Schuh- oder Bekleidungsgeschäften zu finden, nur um sie nach meiner nächsten Wanderung in die Waschmaschine werfen zu können. Der Bibel zufolge wurde der Mensch nackt von Gott erschaffen - wir sehen dies sogar heute bei jeder Geburt, dass niemand mit einer Mütze geboren wird. Aber warum sollten wir Kleidung während einer Wanderung tragen ? Schließlich sind wir ein Teil der Natur und je mehr wir den Kontakt mit dieser erfahren, um so eher sind wir gewillt diese zu schützen. Für mich ist es daher wichtig, dass ich nicht nur meinen eigenen Körper der Natur aussetze, sondern dass meine Umwelt um mich herum geschützt wird …