Liebe Wanderfreunde,

nachdem Andreas und ich bereits an der Naked European Walking Tour ’19 teilgenommen haben, möchten wir den Staffelstab von Pascal, Clarisse und Roland übernehmen und zur Sächsischen Nacktwanderwoche Naturisten aus aller Welt Willkommen heißen. Erlebt eine Wanderwoche der ganz besonderen Art, mit Freunden aus nah und fern, wie wir die Sächsische Schweiz erkunden …

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Wie gewohnt, aber dennoch anders …

Im Gegensatz zur Sächsische Nacktwanderwoche ’17, welche in einen ersten und zweiten Teil aufgeteilt wurde, soll der Wanderbericht jeden Tag um die aktuelle Wanderung ergänzt werden, so dass ihr stets auf dem Laufenden bleibt, was wir am jeweiligen Tag erlebt haben …

Inhaltsverzeichnis

1. Tag: Die, in der ich erwachsen werde …
2. Tag: Die, in der wir Rumpi’s Wächterstube erobern …
3. Tag: Die, mit den vielen Kuriositäten …
4. Tag: Die, mit den vielen Abkürzungen …
5. Tag: Die, in der es richtig nass wird …
6. Tag: Die, in der es richtig anstrengend wird …
7. Tag: Die, mit den „28 Days later“ …
8. Tag: Die, in der es echt voll entspannt ist …
9. Tag: Die, in der wir echte Höhenluft schnuppern …
10. Tag: Die, nach der schon alles vorbei sein soll ?

Die, in der ich erwachsen werde …

Irgendwann, da kommt einmal die Zeit, wo es heißt: Ich laufe nicht nur zur Wanderwoche mit, ohne direkt für etwas verantwortlich zu sein. Dieses Jahr sollte für mich das erste Mal nach Wolfgang’s Rückzug im letzten Jahr sein, in der ich die Wanderwoche von Anfang bis zum Ende geplant habe. So war es auch nicht verwunderlich, dass ich zu Beginn der Planung den Wunsch hatte, die Routen etwas einfacher zu gestalten, damit es für unsere Gäste nicht wie die Jahre zuvor zum großen Problem wird, unsere Wanderwoche durchzuhalten.

Also führte uns die erste Wanderung der Sächsischen Nacktwanderwoche über den Panoramaweg von Bad Schandau, über die Dörfer Altendorf und Mittelndorf, bevor es ins Kirnitzschtal ging. Doch fangen wir von vorn an …

Nach Ankunft am Elbeparkplatz in Bad Schandau ging es für uns entlang des Marktes zum ersten Aufstieg des Tages, welcher uns zur Schlossruine Schomburg führte. Da der erste Aufstieg bereits einiges an Höhenmetern versprach, entschieden wir uns für eine kurze Pause und so entstanden zahlreiche Bilder unserer Wanderteilnehmer. Als ich Matthias sah, wie er im Fenster posierte, nahm ich zuerst Platz, bevor ich mich versteckte und nur noch mein eiserner Hut zu sehen war. Wenige Momente später, fragte Matthias, ob er ein Foto von mir machen soll und so entstand obige Aufnahme – einmal das Foto auf mein iPhone mittels AirDrop kopiert und ich konnte es im heutigem Wanderbericht verwenden.

Von der Schlossruine ging es zunächst über den Schlossberg, durch die Kleingartenanlage an der Kiefrichtpromenade, bevor wir zum eigentlichen Panoramaweg kommen sollten. Die Zwischenzeit nutzte ich für einige kleinere Gespräche mit unseren Freunden aus nah und fern, sowie Christian aus Dresden, welcher sich über eine Aufnahme in unseren Freundeskreis freuen kann. Über den Panoramaweg ging es entlang eines Feldes, wieder hinein in den Wald, damit André, Andreas und Erik im Goldgründeltal den zugehörigen Cache, namens Spencers Goldgründel in einen Smiley verwandeln konnten. Dieser Cache sollte zugleich der Beginn von Spencers Panoramaweg darstellen, welcher die drei auf den nächsten Kilometern begleiten sollte. Da ich die Runde fast abgeschlossen habe, war somit für mich ein weiteres Loggen überflüssig.

Am Ende des Goldgründeltals ging es erneut den Hang hinauf, um am Fuße des Feldes dem Panoramaweg seinem Namen alle Ehre zu machen. Da ich die eigentliche Aussicht bereits mehrfach fotografiert habe, war es nicht verwunderlich, dass ich unsere Gruppe von 35 Nacktwanderern vor die Linse nahm und auf den digitalen Film bannte …

In Altendorf angekommen, ging es für uns durch den Ort, um am Ende unseren verspäteten Besucher aus dem Erzgebirge willkommen zu heißen und mit ihm die Wanderung fortzusetzen. So waren wir am Ende 36 Nacktwanderer aus nah und fern. Der Weg führte uns erneut zwischen zwei Feldern zur ersten Pausenstelle, welche für ein ausgiebiges Mittag genutzt wurde.

Jede Mittagspause findet bekanntlich – schweren Herzens – einmal ihr Ende und so ging es für uns nach Mittelndorf, welches wir über die Dorfstraße und die Niederdorfstraße durchquerten, um bei den Campern an der Kleinen Bergoase für einiges an Verwunderung zu sorgen. Da die Camper allesamt freundlich waren, ging es für uns weiter den Panoramaweg entlang, bis wir den Schaarwändeweg passierten. Am Rastplatz Birkenberg ging es noch einmal etwas „kreuz“ und „quer“ entlang eines Feldes, bevor wir uns am Abzweig Folgenweg / Panoramaweg für ersteren Weg entschieden, welcher uns erneut über einige Höhenmeter hinab zum Beuthenfall geleitete. Am Beuthenfall entschieden wir uns letztendlich nach einer Badepause unsere Gruppe zu teilen: Ein Teil folgte Andreas über den Flößersteig in Richtung Bad Schandau, während der größere Teil der Gruppe zum Lichtenhainer Wasserfall lief, um mit der Kirnitzschtalbahn zurück nach Bad Schandau zu fahren, dabei trennte sich diese Gruppe noch einmal und einige unserer Mitwanderer entschieden sich bereits am Beuthenfall in die nächste Straßenbahn einzusteigen.

Die, in der wir Rumpi’s Wächterstube erobern …

Der zweite Tag unserer Wanderwoche entführte uns auf die Schrammsteine und den Falkensteyn … ähhh Falkenstein. So konnten wir während dieser Wanderung nicht nur Ritter Rumpi einen Besuch abstatten, sondern auch unseren Besuchern aus der Ferne eine typische Touristenattraktion näher bringen, denn nach der Bastei zählen die Schrammsteine zum Highlight der Sächsischen Schweiz.

Unsere Wanderung führte uns zunächst ( unfreiwillig ) in Richtung Parkplatz in Ostrau, nachdem am Zahnsgrund alles belegt war – kein Problem, so wurde die Wanderung einfach um ein bis zwei Kilometer verlängert. Von Ostrau ging es den Berg hinab in Richtung Lattengrund, um uns über die vielen Stufen dem Obrigensteig zu nähern. Da Daniel aus den USA und ich ein paar Klettereinlagen suchten, entschieden wir uns bei Ankunft am Schrammtor für eine kleine Kletterpassage zwischen den Steinen hindurch – auch um zu testen, ob ich nicht dicker geworden bin 😄. Nach einem kurzen Stelldichein für ein Gruppenfoto ging es auch in zwei Gruppen weiter in Richtung des Wildschützensteiges – der größere Teil der Gruppe folgte Andreas und Marko in Richtung Mittleres Schrammtor, zu Füßen des Dreifingerturms, während Torsten, der Rest der Wanderer und ich den einfacheren Weg entlang des Schrammsteinweges nahmen. Am Abzweig zum Wildschützensteig konnten wir eine Pause einlegen, um auf den Rest der Gruppe zu warten.

Nach gut 10 Minuten traf die Gruppe dann auch endlich ein und wir konnten uns so dem Wildschützensteig und ein großes Stück dem ersten Tagesziel nähern: Der Schrammsteinaussicht. Doch zuvor entschieden wir uns am oberen Ende des Wildschützensteiges unsere Mittagspause einzulegen – war es doch schon lange nach 12 und Andreas bekam allmählich auch Hunger.

Die Mittagspause nach gut einer Viertel Stunde beendet, konnten wir uns so gestärkt der Aussicht nähern. Da die Leiter zu Beginn des Aufstiegs für mich etwas nervig war, entschied ich mich einen kleinen Umweg zu nehmen, welcher uns normalerweise zum Frühstücksplatz führen würde – in manchen Fällen ist dieser Weg aber auch praktisch, um manchen Textilwanderern aus dem Weg zu gehen, wenn diese an der Leiter zu viel Zeit benötigen 😉 …

Auf der Aussicht angekommen, durfte ich mich sogleich in Position begeben, um Erik in Szene zu setzen, brauchte er doch wieder ein paar neue Bilder für seinen Schreibtisch, dazu gesellten sich einige Bilder von Helmut, auch bekannt als „natury“, sowie ein Panoramafoto von mir, welches Erik auf den digitalen Film bannte.

Natürlich wurde auch die weltberühmte Aussicht vor die Linse genommen und so entstand das zugehörige Panorama, kurz bevor ich die Gruppe dazu aufrief, dass wir die Aussicht verlassen werden, um zu unseren Freunden zurückzukehren, welche am oberen Ende des Wildschützensteiges auf uns warteten …

So ging es mit dem Rest der Gruppe den Gratweg entlang, an dem sich wenige Minuten später Udo, Regina, Horst und zwei weitere Mitwanderer verabschiedeten und den Weg zum Auto anbrachen. Für den Rest sollte uns die Wanderung zur Breiten-Kluft-Aussicht führen, auf der erneut einige Fotos von Erik, sowie mir entstanden. Von der Aussicht mit Blick auf Zirkelstein und Kaiserkrone bei Schöna ging es über den Schrammsteinweg zur Lehne, auf der Andreas uns empfahl, die Schuhe anzuziehen – für mich ein Grund die Schuhe ausgezogen zu lassen, da ich bisher mit meinem Schritttempo etwas zu schnell war. Kurz vor Ende des Weges entschied ich mich dann allerdings doch die Schuhe anzuziehen, da ich auch barfuß über diesen steinigen Weg noch zu schnell war – dabei bin ich eigentlich nicht der Barfußläufer, sondern einfach nur hart im Nehmen … manchmal jedenfalls 😂.

Am Ende der Lehne angekommen, ging es über den Vorderwinkel zum Falkenstein, um Ritter Rumpi endlich einen Besuch abzustatten – nach kurzer Pause trommelte ich alle Geocacher und Wanderer zusammen, die eine kleie Runde um den Falkenstein laufen wollten …

Dabei trafen wir nicht nur auf die alte Wächterstube des Falkensteins, sondern auch auf eine Gruppe Kletterer, welche sehr interessiert am Nacktwandern schienen – da war es nicht verwunderlich, wenn ich kurz vor Aufbruch unserer Gruppe noch einmal zu den Kletterern lief, um ihnen unsere Visitenkarte in die Hand zu drücken und ihnen noch viel Erfolg zu wünschen. Vom Falkenstein, Ritter Rumpi und seiner Wächterstube ging es – um einige Fotos reicher – durchs Falkengründel auf den Wenzelweg, bevor wir den Weg über den Zahnsgrund in Richtung der Schrammsteinbaude nahmen – der Einkehr des heutigen Tages.

Die, mit den vielen Kuriositäten …

Am dritten Tag entschieden wir uns nach gut zwei Jahren wieder einmal das Bielatal, am Rand der Sächsischen Schweiz, zu besuchen. Wenige Kilometer von der deutsch-tschechischen Grenze entfernt, stellten wir an der Schweizermühle unsere Autos ab und erkundeten jenes Tal, welches sich nicht nur durch eine einzigartige Landschaft auszeichnet, sondern auch die ein oder andere Kuriosität, wie zum Beispiel Gebäude, die für Kinder reicher Villen-Besitzer oder den Fantasien mancher Baumeister entsprungen sind, erbaut worden.

Nachdem wir uns für den schwierigeren Aufstieg zum Nachbar entschieden, sollte zunächst ein Teil der Gruppe irgendwo im Nirgendwo verschwinden – für mich als Wanderleiter ein kleines Drama, denn so ging ich mit Winfried und Nicolas noch einmal die komplette Route ab, um dann nach gut fünf Minuten feststellen zu dürfen, dass jener Teil der Gruppe einfach irgendwo den Weg abgekürzt hat und bereits einige Meter weiter entfernt auf uns wartete. Da ich allerdings wollte, dass die Gruppe zusammenbleibt, durfte jene Gruppe zu uns zurücklaufen – als kleine „Strafe“ für deren „aufmüpfiges Verhalten“ 😏 …

Dabei war der Moment auf dem Nachbar so schön und es entstanden einige Fotos von Erik, sowie das obige Foto, wo ich mich „todesmutig“ dem Abgrund näherte – Kenner werden diesen Stein vielleicht wieder erkennen, denn auf diesem standen Horst, Mic, Wolfgang und ich zur Wanderwoche 2017, als uns die Journalistin der Dresdner Morgenpost am Sonntag für ihren Bericht begleitete.

Zwei Jahre später ist die Aussicht am Nachbar noch genauso schön, dennoch entschieden wir uns weiter in Richtung des Sachsensteins zu laufen, allein wegen des Ausblicks. Am Sachsenstein sollten wir allerdings die nächste längere Pause einlegen, denn mit 37 Leuten ist es alles andere als einfach, eine Aussicht zu betreten, auf der nur knapp 10 Leute Platz haben. Da war es nicht verwunderlich, wenn wir gegen 12 Uhr erst zwei Kilometer unserer Wanderung geschafft hatten. Nach kurzer Überlegung, entschied ich mich den Großvaterstuhl beiseite zu lassen und lieber etwas Strecke zu machen, so wanderten wir entlang des Kerbensteigs an der Johanneswacht vorbei.

An der Ottomühle sollten wir ebenfalls vorbeikommen, bei reichlich Gästen wanderten wir zwischen Imbiss auf der einen und Restaurant auf der anderen Seite an einigen Gästen vorbei. Die Gäste am Imbiss waren dabei sogar so sehr vom Anblick der vielen Nacktwanderer amüsiert, dass ein Mann in der Ecke spontan anfing zu applaudieren …

Die Ottomühle hinter uns liegend, liefen wir den Weg hinauf in Richtung des Großvaterstuhls, auf dem Weg entschied ich mich, diesen dann doch noch „mitzunehmen“, da wir während der letzten Kilometer einiges an Zeit aufholen konnten. Somit war auf dem Großvaterstuhl sogar Zeit für eine kleine Pause, an der einige unserer Wanderer ( inklusive mir ) demonstrierten, dass der Mensch einmal auf Bäumen lebte und wir diese Kletterkünste nicht verlernt haben 🐵.

Irgendwann einmal kennt jede Pause – auch wenn sie noch so schön ist – ein Ende und wir nahmen den Weg, welcher uns zum Großvaterstuhl führte, wieder zurück in Richtung des Aufstiegs, um die letzten Höhenmeter zu bewältigen. Am Ende erreichten wir ein Feld, auf dem mich Helmut inspirierte, ein Foto unserer vorbeiziehenden Wandergruppe auf digitalen Film festzuhalten …

Ich möchte sagen, dass dieses Foto mit Abstand zu den schönsten der Wanderwoche zählt, da gerade der Himmel und die zwei Bäume im Hintergrund den besonderen Effekt dieses Fotos noch mehr hervorheben 😃.

Von dieser kleinen „Aussicht“ ging es für uns weiter in Richtung der Herkulessäulen, nicht ohne zuvor einige Höhenmeter hinab zu laufen, um diese anschließend bei nächster Gelegenheit wieder hinauf zu steigen. Nebenbei entstand auf unserem Weg auch das ein oder andere Foto von Erik und Jörg aus dem Haselbachtal, bevor wir an der Kaiser-Wilhelm-Feste ankommen sollten – unserer zweiten Pausenstelle. An der Kaiser-Wilhelm-Feste stellten wir fest, dass das Dach, sowie ein Fenstersturz erneuert wurden, das Kuriosum wurde also nicht dem Verfall preisgegeben, sondern wird nach wie vor bewahrt. So entschied ich mich, einmal im Fenster Platz zu nehmen, sitzend und später auch stehend ( ein Glück, dass ich mit 1,86 Metern genau ins Fenster passte 😄 ).

Doch auch diese Pause kannte ein Ende und so liefen wir vorbei am alten Turm, welcher einst von einem reichen Villenbesitzer im Romantikstil als Ruine für seine Kinder als Spielplatz errichtet wurde, um den Stufen hinab zur Schweizermühle zu folgen. Ein Teil unserer Gruppe entschied sich hier, den Weg in Richtung Parkplatz zu nehmen, während der Großteil in Richtung des Rosengartens und dem Gedächtnishain aufbrach …

Am Rosengarten entstand auch das obige Video, welches unser Heinz-Ehrhardt-Fan Horst vortrug, bevor uns Jürgen aus der Lausitz im Gedächtnishain einen Vortrag über die geologischen Besonderheiten des Bielatals hielt, welche im Gedächtnishain zu sehen waren. Den Vortrag nutzte Daniel aus den USA, um eine kleine Kletterpartie in das angesprochene Gebiet zu unternehmen – weniger Meter über uns. Ein Dank geht übrigens an Kenneth, welcher den Vortrag von Jürgen ins Englische übersetzte.

Am Ende unserer Wanderung ging es lediglich bergab, um uns in der Biela noch eine kurze Abkühlung zu verschaffen, bevor es ins Restaurant „athen“ in Dohna ging.

Die, mit den vielen Abkürzungen …

Der vierte Tag sollte uns nicht nur reichlich Hitze – und somit eine Warnung des Deutschen Wetterdienstes – versprechen, sondern auch eine Wanderung, welche wir nach Belieben verkürzen konnten. So war es nicht verwunderlich, dass wir uns wenige Meter nach dem Start in einem der vielen Cunnersdörfer dazu entschieden, dass wir am nahegelegenen Bäcker einen Zwischenstopp einlegten, um ein Eis zu essen, bevor wir mit der Wanderung starteten …

Nachdem wir Cunnersdorf bei Kurort Gohrisch verließen, bewegten wir uns über einen Feldweg, mit Blick auf den Pfaffenstein, den Gohrisch und den Papststein, bevor wir uns in den Wald begaben, um den Schatten etwas zu genießen. Das Thermometer zeigte während der Wanderung etwa 36 Grad an, so dass wir hin und wieder einige Pausen einlegten – am Bäcker war bereits die Entscheidung gefallen, die Wanderung auf sechs Kilometer zu verkürzen, da störte es auch nicht, wenn ich einen kleinen ungeplanten Umweg einlegte. Jeder verläuft sich schließlich irgendwann einmal 😄.

So erreichten wir nach recht kurzer Wanderung auch schon unser erstes Ziel: Den Katzstein, der ganz gern auch mal als Katzfels bezeichnet wird, obwohl dieser eindeutig aus Sandstein besteht. Gut, der „Namensgeber“ des Steins ist inzwischen aus Beton gefertigt, so dass es hier vielleicht einen ganz kleinen Bezug geben könnte …

Am Katzstein legten wir sogleich auch eine Pause von gut einer Stunde ein, welche dazu genutzt wurde, um den Schatten zu genießen. André, Andreas aus Thüringen und Erik nutzten die Zeit, um derweil den ein oder anderen Geocache zu suchen, am Ende kam auch tatsächlich nach einigen Kilometern ein Cache heraus – dafür hatten sie allerdings nicht viel von der Pause, so dass wir am Signal erneut eine kleine Rast einlegen sollten. Andreas meinte, „dass die Wanderung sonst ja auch viel zu kurz gewesen wäre“. Doch bevor es zum Signal ging, erklärte ich unseren Freunden aus nah und fern erst einmal die nähere Umgebung und mit winkenden Händen hofften wir so auch, die Klettergruppe in den Affensteinen würde uns sehen 🤪 …

Zu guter letzt ging es für uns zum Signal, auf welchen wir sogar die Festung Königstein und den Lilienstein erblickten. Vom Signal näherten wir uns dem Cunnersdorfer Waldbad, um anschließend im Cunnersdorfer Bach ein kleines Bad einzulegen. Dabei konnte man auch gut sehen, dass der Bach etwas zu flach für die großen Bäuche war. Auch ich durfte mir hier eine etwas tiefere Stelle suchen, bei knapp 20 Zentimeter Wassertiefe aber auch nicht verwunderlich 😂.

Zum Abschluss ging es für uns ins Labyrinth bei Langenhennersdorf, einem Spielplatz, welcher sowohl groß, als auch klein, jung, wie alt begeistert.

Die, in der es richtig nass wird …

Der fünfte Tag sollte unsere Gruppe in eine Rad- und eine ( geplante ) Kanutour aufteilen. Da die Wanderungen der letzten Tage allerdings etwas anstrengend waren und die sommerliche Hitze ihr Übriges taten, entschied sich ein Großteil unserer Besucher für die übliche Radtour, während ungefähr 10 Leute sich von der Sonne nicht abschrecken ließen und mit einem Kanu und einem Schlauchboot die Elbe zu ihrem Revier erklärten.

Das Kayak für Jürgen und das Schlauchboot für die übrigen Wasserratten wurde schnell besorgt, die Formalitäten geklärt und so entschieden wir uns, dass Torsten nach seinem Sturz während seiner Radtour am Rätzsee den heutigen Tag für seine Genesung nutzen kann. So starteten Alex, Andreas aus Thüringen, Christian, Heide, Jochen, Kenneth, Rainer, Torsten und ich mit einem Schlauchboot unsere Tour, während Jürgen – wie bereits erwähnt – in einem Einer-Kayak uns voraus paddelte. Wenige Minuten nach dem Start In Königstein trafen wir auch schon auf ein interessiertes Ehepaar, nachdem unsere Radler an uns vorbeigeredet waren. Da wir uns bereits sehnsüchtig auf Eis freuten, führte uns unser Weg direkt nach Kurort Rathen entlang der Elbe, nur unterbrochen durch eine kurze Badepause …

An unserer Lieblings-Eisbude angekommen, mussten wir jedoch feststellen, dass diese ihren Öffnungszeiten alle Ehre machte und heute geschlossen hatte. Tja so sollte es dann doch nicht sein – das nächste Mal wird der Besuch abgesprochen 😉. Nach kurzer Zwangspause durch die nahe Gierseilfähre, ging es für uns auch schon weiter nach Stadt Wehlen.

In Stadt Wehlen hoffte ich darauf, dass wir doch noch ein Eis bekommen sollten, also ging es in Richtung des Imbiss am Radweg nach Kurort Rathen, um festzustellen, dass die Verkäuferin ein kleines Problem mit Naturisten zu haben scheint – ihre Kunden sahen dies offenbar anders. Wenn sie ihren Kunden kein Eis verkaufen möchte, dann möchten wir sie nicht dazu zwingen – unsere kleine Gruppe findet auch andere Abkühlungsmöglichkeiten …

Einem beherzten Sprung in die Elbe voraus, ging die Vorbeifahrt am Set des „Rangers“, einer ARD-Serie, welche das Leben eines Nationalparkwächters und seiner Familie in der Sächsischen Schweiz zum Thema hat. Dabei ist natürlich auch die typische Romanze, sowie die Liebe zu außerordentlich guten Landschaftsaufnahmen. Wir freuen uns auf jeden Fall auf die Teile drei und vier, welche im Herbst gesendet werden.

Von Stadt Wehlen sollte es nicht mehr weit bis zu Albert sein, vereinbarten wir doch den Abend zuvor, dass wir uns zum Kaffee treffen würden. So legten wir einige Minuten später bei Albert an und unsere Gäste stellten sich dem Mitgründer unserer Wanderwoche vor. Nach knapp einer halben Stunde hieß es aber auch schon sich zu verabschieden, denn von Oberposta, bis zur Abgabestelle in Pirna sollten es noch gute sechs Kilometer sein. So nahmen Andreas und ich nochmal richtig Tempo auf, so dass wir gegen 17 Uhr anlegen konnten.

Zum Abschluss des Tages ging es für uns ins Restaurant „Schifftor“, einem Fisch-Restaurant. Gut eine Stunde später kamen auch unsere Radfahrer hinzu, welche nach knapp 100 Kilometern ( 30 mehr als geplant ) leicht fix und fertig waren.

Die, in der es richtig anstrengend wird …

Der sechste Tag sollte uns vom Wasser der Elbe in Richtung des Polenztals entführen. Da das Wochenende vor der Tür stand und ich einen besonderen Gast erhielt, kam auch mein Vorhaben, jeden Tag einen Bericht zu schreiben, etwas durcheinander – aber Prioritäten müssen schon gesetzt werden … so war mir natürlich meine Freundin zunächst einmal wichtiger 😉.

Vom Parkplatz Frintztalmühle, bewegten wir uns auf schmalen Pfaden durch den Wald, bevor wir über die 856 Stufen hinauf zum Brand gelangen sollten – dabei lauschten wir nicht nur der Stille des Waldes, sondern auch einem kleinen Nager, welcher sich auf den Waldweg schlich, um zu schauen, wie denn so ein paar Nacktwanderer aus der Nähe aussahen. Am Ende der Brandstufen wartete die erste Aussicht des Tages auf uns: Mit Blick zu den Hafersäcken, ein paar Steinen, die aussehen, als ob sie oben jemand zugebunden hätte. Diese Aussicht nutzten wir für eine kurze Verschnaufpause, bevor es in Richtung Thümmelgrotte ging – zu Füßen der Brand-Gaststätte konnten wir so in aller Ruhe die Aussicht genießen, unsere Verpflegung verzehren und bescherten den Gästen des Restaurants einen noch schöneren Ausblick …

Vor Ankunft unserer Gruppe betätigte ich sogleich noch den Auslöser, so entstand für euch obiges Foto mit Blick auf den Lilienstein.

Vom Brand führte uns der Weg hinab zur Polenz, bei knapp 30 Grad also eine willkommene Abkühlung, welche von einem Großteil unserer Gruppe auch genutzt wurde, so war es nicht verwunderlich, dass Erik erneut um ein paar Fotos anfragte. Da ihm das Wasser allerdings etwas zu „frisch“ schien, entstanden nur wenige Fotos – praktisch, wenn ich da etwas Zeit brauchte, um auf den Auslöser zu drücken 😄. Für Matthias schienen die knapp 10 bis 15 Grad der Polenz kein Problem darzustellen, so dass ich hier sogar mit einer Langzeitbelichtung experimentieren konnte …

Von dieser kleinen Badestelle, konnte sich unsere Gruppe entscheiden, ob sie nach einem Drittel der geplanten Strecke zurück zum Parkplatz oder den Rest des Polenztals erkunden wolle. Nach einer einstimmigen Entscheidung, erkundeten wir so das Polenztal bis zur Polenztalschänke – natürlich geprägt von einem ordentlichen Aufstieg nach dem Bad, mit Gang durch den Bärengarten, um den Schindergraben in voller Länge zu erleben. Am Ende des Schindergrabens führte eine Brücke über die Polenz, für mich die Gelegenheit, einen Teil unserer Gruppe auf den digitalen Film zu bannen …

Von der – gut besuchten – Polenztalschänke sollte es von nun an nur noch entlang der Polenz gehen, um uns an einer weiteren Badestelle erneut etwas Abkühlung zu verschaffen. Vorbei an der Waltersdorfer Mühle, an der die „Einkehr-Unwilligen“ sich entschieden, eine Rast einzulegen, ging es über eine Brücke, welche uns erneut über den reißenden Strom des Tals führen sollte. Zum Parkplatz sollte es nicht mehr weit sein, auch wenn sich die letzten Kilometer immer etwas ziehen. Nach gut 14,5 Kilometern war es aber endlich soweit und wir erreichten unsere Autos.

Die, mit den „28 Days later“ …

Am siebten Tag – alternativ dem 28. Juli – wurde es nach 28 Tagen Zeit, nicht nur den Weifbergturm zu besuchen, sondern mir auch bewusst zu werden, wie schnell ein knapper Monat vergehen kann. Mir kam es erst vor, wie gestern, als wenige Worte mein Leben veränderten und für einen starken Rückhalt sorgten, welche die Wanderwoche zur bisher besten machten, die ich seit 2015 erlebt habe.

Nach gut einer Stunde Fahrt, welche uns auf unterschiedlichen Wegen zeitgleich nach Hinterhermsdorf führte, starteten wir unsere Wanderung, vorbei an zahlreichen Feldern und einigen Fotos unserer Wandergruppe, um nach wenigen Minuten zu Füßen des Weifbergturms zu stehen. Für André, Andreas, Erik und mich galt es nicht nur einen Cache zu finden, an dem ich mich bereits 28 Tage zuvor versucht habe, sondern auch die restlichen Stufen hinauf zu Aussicht zu bewältigen. Während Andreas aus Thüringen nichts unversucht ließ, die Dose zu finden, entschied ich mich wenigstens einmal kurz die Aussicht zu genießen, war doch Kirsten bereits an den letzten Stufen angekommen und genoss auf einer Bank sitzend, die Aussicht. Da auch Stephan, der Rucksackwanderer mit von der Partie war, sollte es nicht verwunderlich sein, dass er sich auf ein Foto dieser Aussicht verirrte …

Irgendwann einmal findet jede Suche ihr Ende und nachdem wir uns entschieden, den Turm zu verlassen, kam auch Andreas zum Entschluss, den Cache ein andermal zu suchen. Dank Erik, sind wir beim nächsten Versuch zumindest etwas schlauer und müssen so nur einen Blick in die Logs werfen. Hoffentlich hilft es 🤔. Erneut am Fuße des Weifbergturms angekommen, folgten wir dem Weg vorbei am Kaltenbergblick in Richtung des Schäferräumichts, nicht ohne zuvor dass ein oder andere Foto unserer Gruppe festzuhalten.

Da es mir wichtig war, ohne großartigen Stress und „Power-Walking“ bzw. „Speed-Hiking“ die Wanderungen zu starten, wie auch zu beenden, entschieden wir uns an der Kreuzung Bammelweg / Folgenweg für die Abkürzung, welche wir während unserer Wanderung am 30. Juni zu Gunsten der längeren Variante ausließen. So lernte ich nicht nur, dass manche Wege auf den ersten Blick täuschen konnten, dennoch war dieser Weg alles andere als für Barfuß-Wanderer geeignet, was sich über einen Großteil der Wanderung hinzog. Doch dies sollte unsere Laune nicht trüben und so erreichten wir nach einiger Zeit die Niedermühle, um eine Badepause in der Kirnitzsch und unsere Mittagspause einzulegen – für Erik die Chance zu beweisen, dass kaltes Wasser eben doch eine Erfrischung sein kann …

Wenige Minuten später entschied sich Michael, ein „bemerkenswerter“ Gast aus Hohenstein-Ernstthal, ins Wasser zu steigen, das reichliche Jammern und Klagen blieb unserer Gruppe nicht verwehrt und so entschied ich mich, ihm zu zeigen, wie ein echter Mann mit so ein bisschen kühlem Wasser umgeht. Ich konnte es mir nicht nehmen lassen und spritzte ihn danach mit etwas Wasser voll, so dass ich ihm seine „Entscheidung“ etwas erleichtern konnte, in die gut 10 Grad warme Kirnitzsch zu steigen – unter lautem „Fluchen“ konnte so unsere ganze Wandergruppe an seinem Erfolg teilhaben 😂.

Während unserer Pause entschieden Udo und ich uns dafür, unseren Frauen vom nahegelegenen Sägewerk ein paar kleine Baumstämme zu organisieren, damit diese ihre Pause etwas bequemer verbringen konnten.

Das nächste Ziel unserer Wanderung sollte die Obere Schleuse sein. Am 30. Juni entschieden wir uns noch, mit Hosen die Kahnfahrt anzutreten, doch bei einer Gruppe von mehr als 24 Personen, welche nötig waren, um einen Kahn ganz für uns allein zu haben, sollte die Frage aufkommen, ob wir die Kahnfahrt nicht einmal nackt erleben konnten. So lief ich etwas voraus, um den Chef zu fragen, ob eine internationale Gruppe von Naturisten die Kahnfahrt einmal nackt erleben könne – als er sich weigerte, entschieden wir uns, eben einfach so an der Kahnfahrt vorbeizulaufen. Wie zwei Jahre zuvor, ist es aus „hygienischen Gründen“ nicht gestattet, dass wir auf dem Kahn mitfahren dürfen. Selbstverständlich hätten wir uns ein Handtuch untergelegt, doch der Kahnfahrt an der Oberen Schleuse scheint es gut zu gehen, in einer Zeit, wo viele Gastwirte und Tourismuseinrichtungen unter zu hohen Abgaben klagen. Mehr als 120€ und ein voll ausgelasteter Kahn sind offenbar unattraktiv 😒.

So ging es für uns über den alten Flößersteig in Richtung des Hermansecks, an der ich unsere Gruppe erneut vor die Wahl stellte, ob sie den leichteren und bequemeren oder den steileren und engeren Aufstieg bevorzugen würden. Da John aus Irland durch einen kürzlichen Unfall seinen linken Arm nur eingeschränkt bewegen konnte, entschied er sich, den bequemeren Aufstieg zu nehmen, während Rainer ihn begleitete. Für den Rest unserer Gruppe hieß es nun Bauch einziehen und es sollte durch die Steiganlage zum Hermannseck zur Schlegelhütte gehen, an der wir erneut eine kleine Pause einlegten …

Vom Hermannseck bzw. der Schlegelhütte sollte es durch den Wald, vorbei am Wettinstein gehen, bis wir nach einigen Kilometern die Buchenparkhalle erreichten. Hier entschied sich erneut ein Teil unserer Gruppe zu einer kleinen Einkehr, bevor es für den Rest der Gruppe in Richtung Sebnitz zum Gasthaus „Zur Grünen Wiese“ gehen sollte.

Die, in der es echt voll entspannt ist …

Kulturtag. Der achte Tag sollte vor allem etwas Ruhe und Entspannung versprechen, nachdem wir die letzten Tage mit teils unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden konfrontiert wurden. So steckte unseren Freunden nicht nur die Radtour vom Freitag in den Knochen, sondern auch die Wanderung vom Sonnabend. Grund genug, einen Gang runter zu schalten … und wo kann man das besser, als bei einem gemütlichen Tag in Dresden ?

Nachdem wir uns am Hauptbahnhof eingefunden hatten, sollte unsere Gruppe von 15 Personen über den Blüherpark, welcher bereits zum Areal des Großen Gartens zählt, eben jene große Parkanlage im Herzen Dresdens erreichen. Einem kleinen Abstecher zum Hyginemuseum folgend, wanderten wir so in Richtung der Parkeisenbahn, einer Liliputbahn mit 15 Zoll Spurweite, die durch den Großen Garten an zahlreichen touristischen Attraktionen vorbeiführt. So fuhren wir gut eine halbe Stunde an den prunkvollen Bauten Augusts des Starken vorbei und genossen den angenehmen Fahrtwind, an einem recht schwülen Tag. Am Ende sollte es nicht verwunderlich sein, wenn ein Foto von Lim den krönenden Abschluss dieses kleinen Highlights bildete …

Vom Großen Garten nahmen wir die erstbeste Straßenbahn, um über eine Haltestelle in Richtung des Straßburger Platzes zu fahren, bevor es von hier weiter zum Altmarkt ging. Am Altmarkt angekommen, suchten wir uns zunächst etwas Abkühlung, sowie eine kleine Mahlzeit in der Altmarkt-Galerie. Da kulinarisch jeder gern etwas anderes bevorzugte, entschieden wir uns einfach kurzerhand 14 Uhr an einem bestimmten Punkt zu treffen 🥪 +🍺 =😋. Nach diesem kleinem kulinarischen Ausflug begaben wir uns in Richtung des Zwingers, vorbei am Dresdner Schloss, an welchem Matthias und ich unsere Gäste über die Entstehungsgeschichte informierten …

Im Dresdner Zwinger nutzten wir die Zeit, um über den äußeren Weg, stets entlang der Mauer in Richtung des Nymphenbrunnens zu gelangen. Da Rainer und wir alle uns nach einer kleinen Abkühlung sehnten, entschied sich Rainer einfach ein kurzes Fußbad zu nehmen, Horst betätigte anschließend den Auslöser und so entstand ein durchaus interessantes Bild, auf welchem Rainer für das Nacktwandern wirbt.

Vom Zwinger näherten wir uns der benachbarten Frauenkirche, an der ich mich kurz entschied, die Gruppe zu verlassen und Matthias die Leitung zu übergeben, denn ein besonderer Gast wollte am Altmarkt abgeholt werden und den restlichen Abend mit uns verbringen ❤️. Am Georgentor kam mir die Gruppe schließlich wieder entgegen, allerdings verabschiedeten sich Lim, John, Daniel und Milton noch in die Hofkirche, so dass wir hier etwas warten mussten. Entlang des Fürstenzuges gelangten wir so auf den Neumarkt und zu unserem letzten Highlight des Tages: Der Frauenkirche. Im Altarraum der Frauenkirche erzählten Matthias und ich unseren Gästen zunächst etwas zur Geschichte der Kirche, deren Zerstörung im Februar 1945 und den Wiederaufbau. Zum Schluss erkundeten wir mit der Unterkirche noch den wichtigsten Teil der Kirche, denn in dieser befindet sich eine Ausstellung, welche – zum Teil – mehrsprachig auf die Geschichte der Frauenkirche aufmerksam macht. So konnte auch Miltons Frage nach ein paar Bildern der zerstörten Frauenkirche beantwortet werden …

Am Ende des Tages kehrten wir ins „Dresden 1900“ ein, einem Restaurant, in welchem die Geschichte Dresdens lebendig wird. Da ich bereits letztes Jahr bei unserer spontanen Einkehr festgestellt habe, dass mit Straßenbahn „Helene“ ein wahres Schmuckstück im Restaurant zu finden ist, wurden dieses Jahr sogleich 15 Plätze reserviert – so konnten wir in der ältesten Straßenbahn der Stadt bei vorzüglichen Speisen den Abend ausklingen lassen.

Die, in der wir echte Höhenluft schnuppern …

Der vorletzte Tag, alternativ auch der neunte Tag unserer Wanderwoche, sollte uns erneut zu unbekannten Höhen führen, denn es wurde Zeit, dass wir während der Wanderwoche dem höchsten Punkt der Sächsischen Schweiz einen Besuch abstatteten: Dem Großen Zschirnstein.

Unsere Wanderung startete vom Parkplatz in Kleingießhübel, der Dorfstraße folgend in Richtung des Waldes. Der höchste Punkt, wäre nicht der höchste Punkt, wenn es bis zu diesem nicht einige Höhenmeter wären, welche wir bewältigen mussten. So erklommen wir in – recht überschaubarer, dafür sportlicher Gruppe – den steinigen Waldweg, bevor wir an der ersten Aussicht des Tages ankommen sollten. Da ich die „Anstrengungen“ der letzten Tage allmählich spürte, entschied ich mich ( zunächst in ein Gespräch vertieft ) die Aussicht beiseite zu lassen, während unsere mutigen Abenteurer die Aussicht stürmten und für ein paar Fotos posierten. Erst kurz vor Ende entschied ich mich, der Aussicht einen Besuch abzustatten – auch um mal zu schauen, was unsere Jungs und Mädels so treiben ☺️.

Da wir mit Simone, Hans und Michael drei Neulinge begrüßen durften, gab es reichlich Gesprächsbedarf bzw. neue Themen, welche in Erfahrung gebracht werden wollten – und um ehrlich zu sein: Simone, als Naturheilkundlerin, ist schon ein Mensch, die für den ein oder anderen Spaß zu haben ist – so wurde ein Farn kurzerhand zum Kopfschmuck umfunktioniert.

Nach den ganzen Strapazen des Aufstiegs erreichten wir nach gut einer Stunde den Großen Zschirnstein, welcher mit 561,74 Metern die höchste Erhebung der Sächsischen Schweiz bildet – zumindest auf deutscher Seite. Die Aussicht war … mal wieder wolkig, doch dies sollte uns nicht stören und so fotografierten Lim und viele andere Freunde munter drauf los, während Horst und ich uns eine alternative Pausenstelle suchten, um die Gruppe vor die Linse zu bekommen. Da Horst bereits auf einem Stein vor mir Platz nahm, wurde auch er von mir auf den digitalen Film gebannt – ein fotografierender Fotografen-Fotografierer sozusagen 😂 …

Da ich in den letzten Tagen der Wanderwoche unseren Wanderfreunden noch ein kleines bisschen Entspannung gönnen wollte, entschieden wir uns, die Pause etwas zu verlängern, bevor es Zeit wurde, die Aussicht zu verlassen, um unserer „Kuriosität“, einen Besuch abzustatten.

Von der Aussicht am Großen Zschirnstein – mit Blick in die Tschechische Republik – ging es zum Rabenbad, einer kleinen Senke im Sandstein, in der sich bei Regen Wasser sammelt. Durch glückliche Umstände oder die Laune eines Wanderers, wurden in der Vergangenheit Schilfpflanzen ausgesetzt, welche seit vielen Jahren wachsen. Die Trockenheit der letzten Wochen konnte das Wachstum der Pflanzen nicht bremsen und bevor diese den Pflanzen weiter schadet, entschied ich mich, einen Teil meiner Wasserflasche zu opfern, um diese Kuriosität weiter am Leben zu erhalten, damit sich noch viele Wanderer an ihr erfreuen können.

Ein Großteil des Weges führte uns über ähnliches Terrain, wie wir es beim Aufstieg schon unter unsere Füße bekamen, so war es für unsere Barfußwanderer alles andere als einfach, sich diesem Untergrund zu stellen. Also wurden notfalls die Schuhe ausgepackt, so dass wir zügigen Schritts in Richtung des Zschirnsteinborns kamen, einer kleinen Quelle, samt angestautem Teich, welcher durch seinen lehmigen Boden etwas rutschig war, so dass es nur reichte, die Füße einzutauchen. Wer mutig genug war, der traute sich ins – geschätzt – 8 bis 10 Grad kühle Nass. Von dieser kleinen Badestelle folgten wir dem Weg, bis zur nächsten größeren Kreuzung, an welcher sich Simone, Hans und Michael entschieden, unsere Gruppe zu verlassen, um in Richtung Parkplatz zu laufen. Für den Rest von uns, sollte es auf den Kleinen Zschirnstein gehen …

Die Aussicht auf dem Kleinen Zschirnstein ist auch bei Wolken stets einen Blick und das ein oder andere Foto wert, so war es nicht verwunderlich, dass ich Matthias bat, einmal Platz zu nehmen, um ins Panorama mit Blick auf Kleingießhübel, den Pfaffenstein, den Königstein, den Gohrisch und den Papststein einzutauchen. Jede Fotosession kennt einmal ihr Ende und so wurde es Zeit, wieder aufzubrechen, um uns über den Pferdeweg in Richtung von Kleingießhübel zu bewegen – dies geschah nicht ganz ohne Umwege, so folgten wir dem gut ausgebauten Waldweg, welcher bis vor Kurzem noch gesperrt war, um dann mitten im Unterholz zu landen, wo es keinen weiteren Weg gab.

Also drehten wir wieder um und suchten den ursprünglichen Weg, welcher uns dann auch zum Parkplatz führte.

Die, nach der schon alles vorbei sein soll ?

Nach neun wunderschönen Wandertagen in der Sächsischen Schweiz, mit 53 Teilnehmern aus sechs verschiedenen Ländern und unzähligen neuen Bekanntschaften, wird es nun Zeit „Lebewohl“ zu sagen, doch nicht ohne zuvor mit einer leichten Wanderung auf den Gamrig enden zu wollen.

Da bereits am Sonntag vergangene Woche zahlreiche Freunde abgereist sind, wurde unsere Gruppe zusehends kleiner, doch am letzten Tag sollten wir noch einmal mit 19 Wanderfreunden starten, um eine kleine Wanderung mit Ziel des Gamrig zu wagen – im Gegensatz zu den letzten Tagen, begleitete uns die Gruppe, welche anschließend zur schwierigen Route in die Honigsteine aufbrach. So ging es vom Parkplatz am Füllhölzelweg zunächst hinab ins Tal, bevor wir über einige wenige Höhenmeter auch schon unser Ziel erreichen sollten …

Auf dem Gamrig entschieden wir uns, eine längere Pause einzulegen – zumindest die Gruppe, welche nur den Gamrig zum heutigen Tagesziel auserkoren hatte, denn für die restliche Gruppe ging es nach ein paar Minuten bereits weiter, so dass diese die Gelegenheit verpassten, auf dem „Abschlussfoto“ für die Wanderwoche Platz zu nehmen.

Doch wir wollten sie nicht aufhalten, denn so konnten wir in aller Ruhe unsere Pause genießen und die Wanderwoche noch einmal Revue passieren lassen. Da wir recht schnell am Gamrig ankamen, wurde während der Pause der Wunsch geäußert, nach erfolgreichem Abstieg noch den Lilienstein zu besuchen, bevor es zum Baden in den Kiessee Birkwitz gehen sollte – doch zuvor sollte die Gamrighöhle erkundet werden, von welcher wir uns dann vorbei an den letzten Ausläufern von Kurort Rathen in Richtung des Parkplatzes begaben. Von den 15 Wanderern entschieden sich letztendlich noch sieben, den Lilienstein zu erklimmen, während der Rest die Heimreise bzw. die Fahrt zum Kiessee Birkwitz antrat.

So war es nicht verwunderlich, wenn gegen 11:30 Uhr das letzte Gruppenfoto auf dem Gamrig entstand und wir in einer Gruppe von sieben Wanderern gegen 13:15 Uhr bereits am Wanderparkplatz Lilienstein ankommen sollten. Über den Südaufstieg näherten wir uns so unaufhörlich über zahlreiche Stufen dem Plateau des Liliensteins. Das wechselhafte Wetter, welches jederzeit für den ein oder anderen Regenschauer sorgen konnte, lies uns nicht zurückschrecken und so erreichten wir gut eine halbe Stunde später die erste Aussicht, welche sogleich für ein Panoramafoto genutzt wurde – weniger später entstand folgende Aufnahme von Horst. Auf eine „dramatischere“ Variante dürft ihr euch in Bälde freuen, denn Horst möchte das Geländer im Foto entfernen 😉 …

Nicht jeder ist so „waghalsig“ wie Horst und so zog ich es dann doch lieber vor, am Obelisk, welcher zum 800-jährigem Jubiläum des Adelshauses Wettin errichtet wurde, ein paar Vogelbeeren zu ernten, um diese dann wenig später nach Julius-Cäsar-Manier auf einem Foto mit Blick zur Festung Königstein festzuhalten …

Mit diesem letzten Bild, möchte ich die Wanderwoche offiziell für beendet erklären, denn was nun noch folgt, ist der stete Weg hinab – nicht ohne zuvor noch an der letzten Aussicht auf dem Ostende des Liliensteins eine kurze Fotopause einzulegen. Über den Nordabstieg ging es für uns zurück zum Parkplatz, bevor wir uns der Gruppe anschlossen, welche bereits im Kiessee Birkwitz baden war.

Am Kiessee nutzten wir die letzten Momente, bevor sich Petrus dann doch entschied, seine Trauer über das Ende der diesjährigen Sächsischen Nacktwanderwoche kund zu tun und einen kleinen Regenschauer über uns ergoß.

Abschließende Worte

Es mag immer etwas befremdlich wirken, wenn man als Initiator der Wanderwoche die abschließenden Worte formuliert, doch unsere Freunde aus nah und fern, waren mir am letzten Tag bereits einen Schritt voraus und so bekam ich eine Karte mit folgenden Worten überreicht …

Liebe Freunde,

auch 2019 durften wir wieder herlich „anstrengende“ und „entspannte“ tag in der Sächsischen Schweiz verbringen. Dafür danken wir Euch sehr herzlich. Wir freuen uns schon jetzt auf 2020.

Dear friends,

also in 2019, we could have some „strenous“ ans „relaxed“ days in Saxon Switzerland. Thank you very much for that. We look forward to meet you again in 2020.

Dafür möchte ich euch von ganzem Herzen danken, dass ihr Teil dieser einzigartigen Wanderwoche ward. Nach knapp 150 Kilometern in 10 Tagen, über 400 Fotos, unzähligen Videos und fast 6.500 Wörtern in einem der längsten Wanderberichte, welche ich je für unsere Webseite geschrieben habe, kann ich nur sagen, dass diese Wanderwoche auf ewig in Erinnerung bleiben wird, war sie doch aufgrund eures Feedbacks nach jeder Wanderung eine der besten Wanderwochen, wie ich sie je erlebt habe 😃.

Ich bin stolz auf diese Arbeit und freue mich, euch im kommenden Jahr wieder zu sehen, denn die ersten Wünsche und Ideen geistern bereits in unseren Köpfen 😉.

Ich danke allen Freunden, welche zum Erfolg der diesjährigen Wanderwoche beigetragen haben,
euer Martin

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Über Martin

Natürlich. Nackt. Frei. Seit Sommer 2015 haben diese drei Worte einen neuen Lebensweg für mich geprägt. Ich war es leid, immer wieder die richtigen Klamotten in Schuh- oder Bekleidungsgeschäften zu finden, nur um sie nach meiner nächsten Wanderung in die Waschmaschine werfen zu können. Der Bibel zufolge wurde der Mann nackt von Gott erschaffen - wir sehen dies sogar heute bei jeder Geburt, dass niemand mit einer Mütze geboren wird. Aber warum sollten wir Kleidung während einer Wanderung tragen ? Schließlich sind wir ein Teil der Natur und je mehr wir den Kontakt mit dieser erfahren, um so eher sind wir gewillt diese zu schützen. Für mich ist es daher wichtig, dass ich nicht nur meinen eigenen Körper der Natur aussetze, sondern dass meine Umwelt um mich herum geschützt wird …

7 Kommentare

  1. Nächstes Jahr werde ich an Wanderungen teilnehmen.

    Bin nun nach 25 Jahren wieder in meiner wahren Heimat zu Hause. Könnte mir auch in der Dresdner Heide sehr gut vorstellen, dass wir die Natur als Naturisten genießen können.

  2. Ich war das erste mal in Sachsen dabei und fand es toll. Vielen Dank für die Organisation und die schönen Touren! Obwohl ich schon von Kindesbeinen immer mal wieder in der Sächsischen Schweiz unterwegs war, gab es Gegenden in denen ich noch nie war.

    1. Hallo André,

      schön, dass du den Weg nach Sachsen und zu uns gefunden hast. Ich hoffe, dass wir dich auch nächstes Jahr wiedersehen werden, es warten noch viele Geocaches, die gefunden und Wandergebiete, die erkundet werden wollen.

      Liebe Grüße,
      Martin

  3. Nach einer wunderbaren Woche hieß es nun wieder Abschied nehmen. Ich habe mich auf jeden Tag gefreut, an dem ich teilnehmen durfte. Vielen Dank den Organisatoren und Wanderleitern für diese gelungenen Tage. Es war herrlich!

    1. Hallo Chris,

      danke dir für dein Feedback, ich freue mich dass es dir gefallen hat und hoffe dich auch nächstes Jahr wiederzusehen.

      Liebe Grüße,
      Martin

  4. schone grusse an allen und schone wanderwoche

  5. Ich wünsche allen Teilnehmern eine schöne Wanderung. Ich muss ja nächste Woche noch arbeiten. Lg gerhard Göttler gunzenhausen

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