Liebe Wanderfreunde,

nachdem ich anfangs keinen Wanderbericht zur Wanderwoche in der SĂ€chsischen Schweiz schreiben wollte, haben mich Martin und Torsten letztendlich doch ĂŒberzeugt, euch einen kleinen Bericht zu prĂ€sentieren, der die Ereignisse des zweiten Teils der Wanderwoche vom 12. bis 17. August schildert. Den ersten Teil des Berichts zur Wanderwoche findet ihr im folgenden Beitrag. Ich möchte euch allerdings drauf hinweisen, dass der Bericht an der ein oder anderen Stelle etwas sehr subjektiv geschrieben sein könnte â€Š

Die, in der ich wieder 17 bin â€Š

Als am Freitag fĂŒr mich feststand, dass die Wanderwoche nun wohl vorbei war und ich auch ĂŒberlegte nach Hause zu fahren, half mir Gerds Hund Otto doch sehr bei dieser Entscheidung, als wir am Sonnabend den Rauenstein und BĂ€renstein erklimmen sollten. So nahm ich Gerd ganz einfach die Hundeleine ab und war in den nĂ€chsten Tagen ein praktisches Beispiel dafĂŒr, wie Besitz und Eigentum in Deutschland geregelt ist â€Š

Ich war sozusagen auf den Hund gekommen đŸ¶ â€Š

Doch kommen wir lieber zur Wanderung – wie gesagt, es sollte auf den Rauenstein und in die BĂ€rensteine gehen, also das Auto auf dem Waldparkplatz in Naundorf abgestellt, die Hundeleine angelegt ( nicht an mich, sondern an Otto ) und so stand mit dem ersten Ziel des Rauensteins die Route auch fest. Das Wetter sollte an diesem Sonnabend bereits ein Vorbote fĂŒr die nĂ€chsten Tage werden, denn die vielen Wolken gaben der Sonne nur an einigen wenigen Stellen die Chance durchzuscheinen.

Auf dem Rauenstein angekommen, wurde gleich erstmal ein BegrĂŒĂŸungsvideo fĂŒr Tanja gedreht, natĂŒrlich auch um zu erwĂ€hnen, wie das Wetter und die Wanderung bisher war. Sie sollte in den nĂ€chsten Tagen schließlich teilhaben an jeder Wanderung – auch wenn viele hundert Kilometer zwischen uns lagen â€Š

Da es mir etwas zu kĂŒhl war, entschied ich mich die Klamotten anzubehalten – von der langen Hose konnte ich mich seitdem nur noch schwer trennen, weshalb Stefan aus Regensburg dies auch zum Anlass nahm, mich irgendwann mittels einer Schere von dieser “befreien” zu wollen. Dazu sollte es aber zum GlĂŒck nicht kommen đŸ˜€ â€Š

Pascal war dies aber egal und er schoss dennoch ein Foto von mir, auch wenn ich ein “Stoffhund” war, wie Andreas ganz gern die Textilwanderer humorvoll bezeichnet.

Nachdem wir den höchsten Punkt des Rauensteins hinter ließen, entschieden wir uns zu einer kleinen Einkehr in der GaststĂ€tte auf dem Rauenstein. Bei böhmischer KĂŒche ( mitten in Sachsen ), kam so jeder Wanderer zu seiner StĂ€rkung und es konnte nach knapp einer Stunde hier guter Dinge und mit vollem Magen weiter gehen. Schließlich sollten die BĂ€rensteine noch auf uns warten â€Š

Am Fuße des Rauensteins wurde dann auch ein Gruppenfoto von allen Beteiligten gemacht, wenig spĂ€ter entschied ich mich noch ein kleines Selfie mit Otto zu machen – mit dem Vermerk, dass ich ja eigentlich Angst vor Hunden habe â€Š oder dank Otto eher hatte đŸ˜ƒ. So ging es anschließend die Waldwege entlang zum Großen BĂ€renstein, sowie wenig spĂ€ter zum Kleinen BĂ€renstein. Allerdings nicht ohne die Gruppe noch einmal zu teilen, denn hier gab es eine kleine Stelle, bei der wir klettern mussten. Ein Teil der Gruppe, wollte hier lieber einen einfacheren Weg laufen, wĂ€hrend ich mich – zum Nachteil von Gerd und Otto – entschied die kleine Kletterpartie anzugehen â€Š

Im Nachhinein war Andreas und mir klar, dass diese Kletterpartie nichts fĂŒr Otto gewesen wĂ€re, so war es also besser, dass wir hier einen Kompromiss gefunden haben. Damit Gerd aufgrund seines lieben Kleinen nicht auf Dauer den KĂŒrzeren ziehen muss, biete ich ihm fĂŒr nĂ€chstes Jahr gleich mal an, dass ich Otto ĂŒbernehme, damit er sich an der Kletterpartie beteiligen kann đŸ˜‰.

Nach wenigen Minuten trafen wir aber auch schon wieder auf die andere Gruppe, so dass wir die Frage nach dem Besitzer und EigentĂŒmer wieder auf zwei Menschen aufteilen konnten â€Š

Bis zum Parkplatz sollten es von hier an nur noch wenige hundert Meter sein, diese möchte ich euch hiermit mal ersparen, es sei denn ihr wollt von den Erlebnissen der endlosen Waldwege hören. Am Ende des Tages war nur so viel klar: Otto hat dafĂŒr gesorgt, dass ich meinen WhatsApp-Status aktualisieren konnte, denn an jenem Sonnabend wurde ich wirklich zu einem “Duracellhasen mit Atomkraftwerk” ( ja ich bin ein Kind der 90er đŸ˜‚ ).

Die, in der ich ein Kranich bin â€Š

Sonntag sollte es schließlich bei bestem Wanderwetter ( also vielen Wolken und wenig Sonne đŸ˜„ ) auf den Gamrig und die Honigsteine gehen. An diesem Tag entschieden wir uns, die Gruppe aufzuteilen: In eine leichte Gruppe, deren Leitung Wolfgang ĂŒbernahm und in eine schwere Gruppe, die Andreas als ihren FĂŒhrer zu akzeptieren hatte. Gerade wenn es ums Klettern geht, ist Andreas gern auch die Person, die einem die nötige Motivation fĂŒr den letzten entscheidenden Schritt mit auf den Weg geben kann – ich erinnere mich hier nur zu gut an die erste Wanderwoche vor zwei Jahren, als ich an der HĂ€ntzschelstiege so meine Probleme hatte. Dies soll aber nicht bedeuten, dass Wolfgang kein guter Motivator wĂ€re đŸ˜Š â€Š

Vom FĂŒllhölzelparkplatz ging es durch den Wald in Richtung des Gamrigs, einem freistehenden Stein, der einem eine Rundumsicht ermöglicht. Da das Wetter – wie anfangs beschrieben – nicht ideal war, möchte ich euch hier einen Blick prĂ€sentieren, der im vergangenen Jahr aufgenommen wurde â€Š

Zur Linken erkennt man den Lilienstein, das Dorf rechts von der Mitte nennt sich Kurort Rathen, dem wir spĂ€ter noch ein StĂŒck nĂ€her kommen sollten. Auf dem Gamrig machten wir unsere erste kleine Pause – es war ja immerhin schon Mittagszeit und Andreas bekommt immer genau Punkt 12 Hunger. Also die ButterbrotbĂŒchsen ausgepackt und lasst es euch schmecken. Ich entschied mich allerdings hier und da noch ein wenig den Gamrig unsicher zu machen, sowie auch das tĂ€gliche Video fĂŒr Tanja aufzunehmen. Schließlich sollte sie auch etwas von der Wanderung haben, wenn sie schon ein paar Tage eher abreisen musste đŸ˜˜ â€Š

Doch irgendwann endet jede Pause und so ging es weiter an den letzten AuslĂ€ufern von Kurort Rathen vorbei in die Honigsteine zur Lokomotive. Hier folgte eine kleine Kletterstelle, die wir allerdings im Nu genommen hatten, fĂŒr Pascal war dies letztes Jahr eine Stelle, wo seine Höhenangst auf eine harte Probe gestellt wurde – dabei versicherte er uns noch, dass es fĂŒr ihn kein Problem sei. Doch mit Hilfe Andreas’ aufbauender Worte und meiner sichernden Hand bewĂ€ltigte er auch diese Stelle. Grund genug fĂŒr ihn, aufgrund dieser Erlebnisse sich Wolfgangs Gruppe anzuschließen.

Das Lamm passierend, entschieden wir uns am Fuße vor der Lokomotive eine kleine Pause zu machen, bevor wir ĂŒber den Pionierweg in Richtung der Wolfsschlucht in NĂ€he des Hocksteins aufbrachen â€Š

Da wir am Hockstein bereits die ersten Regentropfen erleben durften, entschieden wir uns nur kurz auf der Aussicht zu verweilen, um letztendlich der Wolfsschlucht einen Besuch abzustatten, wo auch dieses Foto von Mic entstanden ist. Ich erinnere mich noch, dass er hier lĂ€cheln sollte, da dies ein Bild fĂŒr Tanja wurde. Ich bin also nicht der einzige Mensch, der bei den Gedanken an sie lĂ€cheln muss đŸ˜ƒ. Von der Wolfsschlucht ging es dann zurĂŒck in Richtung Parkplatz, welchen wir auch wenige Minuten spĂ€ter erreichten.

Die, in der du zu meinem Leben wirst â€Š

Der darauf folgende Montag sollte ein ganz besonderer Tag fĂŒr mich werden: Letztes Jahr wurde ich hier noch gezwungen mir eine Alternative zur Radtour nach DolnĂ­ Grund zu suchen, doch dank der Hilfe von Torsten aus Dohna, der mir im MĂ€rz 2017 das Radfahren beibrachte, stellt auch die Radtour zur Wanderwoche kein Problem mehr dar. Ich muss sagen, dass die Tour wirklich schön war, auch wenn ich viele Stellen davon allein zurĂŒckgelegt habe â€Š in Gedanken versunken â€Š

Nachdem ich mir ein Fahrrad beim Fahrradverleih Nitsche ausgeliehen hatte, ging es zusammen mit der Gruppe, die sich bei Albert traf, in Richtung des FĂ€hranlegers in Pirna, wo die restliche Gruppe bereits auf uns wartete. Von hier aus radelten wir zunĂ€chst bis ans Elbschlösschen in Pirna, wo unser traditioneller Ausziehpunkt fĂŒr diese Radtour ist. Von hier aus ging es die Elbe entlang am Gasthof Obervogelgesang vorbei – natĂŒrlich nicht ohne Albert zuzuwinken, der auf der anderen Seite mit seinem Fotoapparat bereit stand.

Von nun an sollte es ĂŒber Stadt Wehlen bzw. dem Ortsteil Pötzscha immer entlang der Bahntrasse gehen, bis wir diese in Kurort Rathen letztendlich passieren sollten. Doch zuvor galt es noch die drei HĂŒgel zwischen Pötzscha und Kurort Rathen zu bewĂ€ltigen – fĂŒr mich immer wieder eine kleine Herausforderung, fĂŒr Helmut aus Beckum hingegen mit seinem E-Bike ein Kinderspiel. Dennoch entschied ich mich Andreas Bescheid zu geben und hier ein paar Kilometer voraus zu fahren – ich hatte ja noch eine Hose an, von der ich mich irgendwie auch nicht so richtig trennen konnte đŸ˜„ â€Š

Kurz vor Kurort Rathen gibt es einen weiteren Treffpunkt, welcher direkt hinter den drei HĂŒgeln liegt. Hier warte ich zunĂ€chst auf den Rest der Gruppe – allerdings stellte ich zu meinem Erstaunen fest, dass diese recht schnell vollzĂ€hlig anwesend war. Somit ging es weiter in Richtung Kurort Rathen bzw. in Richtung BahnĂŒbergang – Wartezeit an der Schrank inbegriffen đŸ˜ƒ â€Š

Hierzu schrieb Rainer aus Dortmund vor Kurzem in einer Rundmail folgende Zeilen:

Dazu gibt es auch ein paar bisher nicht veröffentlichte Photos von nackten Radlern, die gemeinsam mit Textilen in einem Ort vor einem geschlossenen BahnĂŒbergang warten ( angeblich ca. 10 min lang ).

WĂ€re nur noch zu prĂŒfen, ob dies so richtig ist und welche der Photos veröffentlicht werden dĂŒrfen.

Rainer, hier wĂ€re das Foto, welches du gern sehen möchtest. Wir stehen hier am BahnĂŒbergang in Kurort Rathen ( einer von zwei ÜbergĂ€ngen ), doch dieser ist mit Abstand der meist frequentierte von Radfahrern, Wanderern und Touristen, da er direkt am Bahnhof des Ortes liegt. Hinter mir befand sich die Schranke, rechts von mir der Ausgang vom Bahnsteig – dieser BahnĂŒbergang ist also durchaus gut besucht â€Š

Hier wartet man aber auch gern mal 10 Minuten, denn durch den zweiten BahnĂŒbergang nur wenige Hundert Meter spĂ€ter wird hier alles aufgestaut. Nachdem sich die Schranke endlich entschied, dass wir unsere Fahrt fortsetzen können, blieben wir bewusst in der Gruppe zusammen, aber dennoch gab es auch am BahnĂŒbergang selbst keinerlei negative Kommentare.

Am zweiten BahnĂŒbergang hatten wir dann etwas GlĂŒck und konnten diesen einfach ohne ein erneutes Warten passieren. Der nĂ€chste Ort, der vor uns lag war Strand – hier sollte eine besondere Begegnung auf uns warten, wofĂŒr ich zunĂ€chst wieder Rainer zitieren möchte:

In Sachsen 2017 – ich weiss nicht mehr, wer mir das berichtete – hat wohl ein Polizeibeamter, der nicht etwa die Nacktradler suchte, sondern sich nur aus einem anderen Grund an deren Strecke befand, als diese die Streife passierten, angesichts des sommerlichen Wetters: “Und ich muss arbeiten â€Š” gerufen. Vermutlich wĂ€re er gerne mitgeradelt.

Da wir in geschlossener Gruppe durch den Ort geradelt sind, habe ich dies selbst gehört. Der Beamte war freundlich und fuhr mit seinem Auto sogar rechts ran, um sich selbst das Beileid auszusprechen, dass er arbeiten mĂŒsse đŸ˜‚ â€Š

Kurz vor Königstein hatten wir dann allerdings ein kleines – völlig unbedeutendes Problem bei einer Radtour: Die Geschwindigkeit. Torsten sagte hier noch zu mir, dass “wenn wir noch langsamer fahren er bald laufen könne”, worauf ich ihm erwiderte, dass “ich mich mal an die Spitze setzen werde und das Feld etwas ziehe”. Ende vom Lied war, dass ich irgendwann recht schnell feststellte, dass ich mit meiner Hose nun ganz allein war – schlecht. So fuhr ich erstmal bis zur FĂ€hre in Königstein, in der Hoffnung, dass M. dort auf mich wartet. Er wollte hier bereits vorausfahren und schauen, ob die Baustelle zwischen Königstein und Bad Schandau fertiggestellt oder zumindest passierbar ist.

Als ich allerdings niemanden sah, der auch nur Ă€hnlich wie M. aussieht und ewig keiner der Radler kam, dachte ich mir: “Was nun ?”. Gut ich dachte auch daran, ob vielleicht jemand gestĂŒrzt wĂ€re, aber irgendwann sah ich die Gruppe dann. Am FĂ€hranleger erzĂ€hlte mir Andreas dann, dass M. die Fahrkarte von seinem Bruder nicht geliehen bekam und so auch nicht zur Radtour erschien. Na gut, also entschieden wir uns, dass ich vorausfuhr und schauen sollte, ob die Baustelle zugĂ€nglich ist. Zu meinem Entsetzen stellte ich fest, dass dem nicht so war, aber auch hier und da ein paar Radfahrer entgegen kamen. So entschied ich mich mit einer kleinen Gruppe Textilradler die Baustelle nĂ€her zu erkunden, bis wir letztendlich auf zwei Bauarbeiter stießen, die hier ihr Werk verrichteten und wenig amĂŒsiert waren â€Š

Dazu muss allerdings gesagt werden, dass der Unmut der Radfahrer begrĂŒndet ist, denn diese Baustelle sollte ursprĂŒnglich bereits seit Oktober 2015 fertiggestellt sein, bis man auf einige Probleme in der Bauphase stieß ( Michael aus Berlin kennt den Spruch wohl zur GenĂŒge đŸ˜‚ ). Die Bauarbeiter wiederum waren sauer, dass offenbar niemand die Schilder beachtet.

So rief ich Andreas an und teilte ihm mit, dass auf der Baustelle kein Durchkommen möglich war – er wiederum sagte, dass sie schon in der NĂ€he wĂ€ren und in wenigen Minuten bei mir seien. Hab ich schon erwĂ€hnt, dass die Bauarbeiter sauer waren, als nur knapp fĂŒnf Leute bei ihnen standen ? Wartet mal, wie sich das Ă€ndert, wenn da plötzlich 30 Leute warten đŸ˜† !

Gemeinsam konnten wir die Bauarbeiter dann doch ĂŒberreden fĂŒr wenige Minuten eine Pause zu machen – das Argument, dass die Radfahrer ĂŒber die andauernde Verschiebung der Fertigstellung verĂ€rgert waren, haben wir hier nicht eingebracht. Andreas entschied sich dann dennoch einem der Bauarbeiter ein kleines Trinkgeld fĂŒr den nĂ€chsten Kasten Bier zu spendieren. Nach dieser unfreiwilligen Verzögerung, sammelten wir uns alle anschließend wieder ein paar Meter vor der CarolabrĂŒcke in Bad Schandau. Ich entschied mich hier wieder vorauszufahren, um im Restaurant “DolnĂ­ Grund” einen Platz fĂŒr die Gruppe zu reservieren. So radelte ich gemĂŒtlich los und fand irgendwann mein Tempo bei knapp 20-25 km/h ( da sieht man, was ein entsprechend großes Fahrrad ausmacht ) â€Š

“Irgendwo im Nirgendwo” ( den Spruch hat eigentlich Tanja in einer WhatsApp-Nachricht geteilt; seit dem hab ich irgendwie immer diesen Spruch und ihre Stimme im Kopf đŸ˜ ) entschied ich mich dann noch ein Panoramafoto zu machen. Um genau zu sein entstand es unterhalb des Bahnhofs in Schöna, auf der anderen Seite der Elbe liegt bereits Hƙensko, in der Tschechischen Republik. Von hier aus sollten es noch etwas mehr als 4 Kilometer bis zum Restaurant und einer AbkĂŒhlung sein.

Irgendwann gegen 13:00 Uhr erreichte ich dann auch mein Ziel, doch zuvor hielt ich noch an der deutsch-tschechischen Grenze an, um das alltĂ€gliche Video fĂŒr Tanja aufzunehmen. In DolnĂ­ Grund angekommen, wurden zunĂ€chst die Tische reserviert, bevor mich die Kellnerin bat, mit meiner Cola draußen zu warten, da ich leider kein T-Shirt bei mir hatte ( gut, dass ich mich so schwer von meiner Hose trennen konnte đŸ˜ ). Eine gute halbe Stunde spĂ€ter sah ich dann die ersten Radler, aus unserer Gruppe, die sich an unseren An- und Ausziehpunkt fĂŒr das Restaurant anzogen.

Nachdem wir uns im Restaurant mit der guten böhmischen KĂŒche verwöhnen ließen, brachen wir nach gut einer Stunde wieder auf. Ich entschied mich relativ frĂŒh, wieder allein loszufahren und wieder zu schauen, ob die Baustelle passierbar ist. Um vier heißt es schließlich fĂŒr die meisten Bauarbeiter: “Kasten her, es ist Feierabend”. Doch auch diesmal war es nicht so sicher – so wartete ich in Bad Schandau am Bahnhof auf unsere Radler, um dann doch zwischen Baustelle und Bahnhof zu pendeln. Irgendwann war unsere Gruppe am Bahnhof angekommen, nur ich war noch an der Baustelle, also ging es wieder zurĂŒck – diesmal mit Umweg ĂŒber die andere Elbseite, bis wir in Halbestadt ( der Ort nennt sich wirklich so đŸ˜‚ ) mit der FĂ€hre in Richtung Königstein ĂŒbersetzten â€Š

Von Königstein aus radelte ich dann bis zum Gasthof Obervogelgesang, um hier eine kurze Pause gegenĂŒber der Himmelsleiter zu machen. Auch hier kamen sofort wieder einige Erinnerungen an Martin und Tanja hoch – ja ich musste schon etwas mit den GefĂŒhlen kĂ€mpfen đŸ˜ą.

Es dauerte nicht lang und die ersten Radler kamen mir auch schon entgegen, so ging es wieder aufs Rad und zurĂŒck zum FahrradhĂ€ndler, dem wir mit einer knappen Stunde VerspĂ€tung die RĂ€der zurĂŒckbrachten.

Die, in der ich echt voll okay bin â€Š

Es gibt Wanderungen, an die erinnert man sich gut, an andere wiederum kaum – fĂŒr mich hat das weniger etwas mit dem Abstand von der Wanderung bis zum Schreiben eines Wanderberichts zu tun, denn dafĂŒr habe ich eine recht gute Fotodokumentation, sondern vielmehr mit der Wanderung selbst und was wir dort alles erlebt haben. Abwechslungsreiche Wanderungen bleiben mir eher im GedĂ€chtnis, als eine typische Wald-und-Wiesenwanderung. Dennoch möchte ich den Dienstag der zweiten Wanderwoche nicht untergehen lassen â€Š

ZunĂ€chst einmal sollte es in Stadt Wehlen mit der Wanderung losgehen, dafĂŒr schlenderten wir ĂŒber den Markt in Richtung des Aufstiegs in den Wald. Hier kam uns eine grĂ¶ĂŸere Gruppe von Kindern und Jugendlichen entgegen, weshalb wir uns nicht an der gewohnten Stelle entkleiden konnten. DafĂŒr bot sich der Wald an und so wanderte unsere Kleidung in den Rucksack. Wie die Tage zuvor wollte ich mich irgendwie nicht von meiner Hose trennen đŸ˜‚ â€Š

So wanderten wir ein kleines StĂŒck den Malerweg entlang, bevor wir an eine interessante Aussicht kamen, fĂŒr die wir zunĂ€chst durch eine kleine Stelle im Sandstein klettern mussten. Dies stellte nicht wirklich ein Hindernis dar und so kamen alle Beteiligten der Wanderung ohne Probleme durch – ich suchte hier mal wieder eine Alternative, die sich im Endeffekt als leichter herausstellte, sofern man schwindelfrei ist. An dieser kleinen Aussicht entschieden wir uns dann auch die erste Pause zu machen – leider verhinderten die zahlreichen BĂ€ume einen guten Blick in Richtung Elbe bzw. die Orte Stadt Wehlen und Kurort Rathen.

Doch wir sollten wenige Augenblicke spĂ€ter an eine Stelle kommen, die man auch getrost als Abbruchkante bezeichnen könnte, denn von hier geht es wirklich steil runter – dies hindert mich allerdings nicht daran mich hier an einen Baum zu setzen und diesen zu umarmen. Das mache ich sonst eigentlich nie, aber Just’l meint, dass er bereits eine Kollektion von mir mit so einem Motiv hat. Dabei bin ich doch gar kein Baum-Knuddler, aber gut die aktuellen UmstĂ€nde haben eben dafĂŒr gesorgt, dass ich “auf einem anderen Stern” war bzw. immer noch bin đŸ˜ â€Š

Doch an jener Abbruchkante wĂ€chst auch eine Pflanze, die ich kurzerhand mal umbenannt habe: Statt einer Erika steht nun eben eine Tanja hier. Klingt ja auch viel besser oder was denkt ihr ?

Wenn mich nicht alles tĂ€uscht, sind wir hier durch den Griesgrund gelaufen, es kann allerdings auch noch sein, dass dieser vor uns liegt. Auf alle FĂ€lle sollten wir noch eine weitere Klettereinlage erleben, welche uns letztendlich in Richtung Bastei fĂŒhren sollte. Sicher, wir kommen hier auf einem Weg raus, der zur Bastei fĂŒhrt – in Reichweite des Parkplatzes vor dem Basteihotel, wo auch der ein oder andere Bus hĂ€lt. Auf jeden Fall gibt es hier reichlich Touristen, die vom Steinernen Tisch zur Bastei laufen. So kamen wir kurz vor dem Steinernen Tisch raus, das Restaurant gegenĂŒber mit dem selben Namen ist derzeit noch in der Renovierungsphase, so machten wir es uns einfach an jenem Tisch gemĂŒtlich und genossen unsere zweite Pause der Wanderung.

Vom Steinernen Tisch sollte es weiter in Richtung Uttewalder Grund gehen, den wir allerdings nur bei entsprechenden Temperaturen laufen können, denn der Vorteil hier liegt klar auf der Hand: Schatten und durch den Sandstein bleibt es hier selbst im Hochsommer bei 40 Grad angenehm kĂŒhl. Bei kalten Temperaturen oder gar im Winter ist hier allerdings klirrende KĂ€lte vorprogrammiert. Den Uttewalder Grund folgend, trifft man zum einen auf das Uttewalder Felsentor, als auch auf die GaststĂ€tte Waldidylle. Vor letzterer kam uns plötzlich eine junge Frau entgegen, die Lehrerin fĂŒr muslimische Kinder ist und gern ein Foto von uns haben wollte. Es “wĂŒrde ihr sonst keiner ihrer SchĂŒler glauben”, begrĂŒĂŸte sie uns đŸ˜ƒ â€Š

Von der Waldidylle sind es nur noch wenige Hundert Meter bis in die Stadt Wehlen und so entschlossen wir uns, noch einen kleinen Abstecher in die Teufelskammer zu unternehmen ( ich dachte immer, dass es der Teufel warm mag, hier wĂ€re er definitiv erfroren đŸ˜† ). Hier rannten Dieter und ich der Gruppe etwas davon – wie schon den ganzen Tag.

Nachdem wir die Teufelskammer durchquerten, entschieden wir uns noch im MarktstĂŒbchen in Stadt Wehlen einzukehren. Die Eierschecke war reserviert und ĂŒber einen kleinen Abstecher auf die Burgruine der Stadt ließen wir hier bei der besten Eierschecke Sachsens ( neben dem BĂ€cker am Postweg 1 in Pirna ) die Wanderung ausklingen.

Die mit “When I’m not singing in the Rain” â€Š

Das Wetter fĂŒr den heutigen Tag: Es bleibt trocken, wenn sie allerdings vorhaben den Pfaffenstein zu besuchen, rechnen sie am Ende der Wanderung mit starken RegenfĂ€llen. So oder so Ă€hnlich könnte der Wetterbericht fĂŒr unsere Wanderung zum Pfaffenstein aussehen  â€Š jedes Jahr â€Š ok, zumindest in den letzten beiden Jahren hatten wir hier immer Regen đŸ˜„ â€Š

Nachdem wir unsere Autos in Pfaffendorf abgestellt hatten, entschieden Gerd und ich uns die Frage des Besitzers und EigentĂŒmers von Hund Otto wieder auf zwei Personen aufzuteilen. So konnten wir in Ruhe miteinander reden, da Gerd aufgrund eines Staus in Königstein nicht an der Wanderung im Uttewalder Grund teilnehmen konnte. So liefen wir zunĂ€chst einen Feldweg entlang, bis wir auf den Kanonenweg einbogen, den Napoleon ursprĂŒnglich nutzte, um mit seinen Kanonen die Festung Königstein zu beschießen. Als wir uns dem Quirl nĂ€herten, kamen bereits die ersten Tropfen vom Himmel – zunĂ€chst dachten wir uns noch, dass dies kein Problem zu sein schien. So legten wir die erste Pause auf dem Quirl ein. Otto wollte hier natĂŒrlich wieder wissen, wann der Punkt kommt, an dem er abrutscht und so durfte ich ihn davon abhalten. Gerd meinte zwar bei unserer Wanderung in den BĂ€rensteinen, dass “Otto einfach nur dusselig ist”, aber die haben ja bekanntlich das grĂ¶ĂŸte Schwein.

Am Quirl wurde der Regen gegen Ende der Pause dann doch etwas stĂ€rker, so dass auch bereits die ersten Schirme aufgespannt wurden. Als wir den Quirl hinabstiegen, trafen wir plötzlich auf ein Meer an Steinfiguren, sieht so aus, als hĂ€tten da viele Wanderer Langeweile gehabt. Otto interessierte sich hingegen mehr fĂŒr die Landschaft und natĂŒrlich musste auch allem hinterher gebellt werden, was er nicht fangen konnte – im Wald immer wieder interessant.

Hunde finden ja bekanntlich ihr Herrchen bzw. ihre Herrchen immer wieder und so auch bei Otto. Unaufhörlich nĂ€herten wir uns der GaststĂ€tte am Pfaffenstein, nur noch ein kleiner Aufstieg trennte uns von ihr. Doch bevor wir uns mit einem leckeren Mahl verköstigen konnten, wurde zunĂ€chst einmal die Aussicht erkundet, der sich auch gleich der bekannteste Stein der SĂ€chsischen Schweiz anschloss und die auch – teilweise – in unserem Logo zu finden ist: Die Barbarine â€Š

Nachdem wir uns die Barbarine angesehen haben, entschied sich Horst “I’m singing in the Rain” neu zu interpretieren, diesmal nur ohne Gesang, dafĂŒr aber mit reichlich Humor.

Auf dem RĂŒckweg sahen wir dann noch eine alte verfallene HĂŒtte. Einige unserer Wandergruppe schauten hier nur durch die TĂŒr ins Innere eines alten Raumes, bevor sie sich auf das Dach bzw. die Terrasse des GebĂ€udes begaben. Da ich einer kleinen Leidenschaft namens “Urban Exploration” nachgehe, entschied ich mich das Innere dieses GebĂ€udes zu erkunden. Otto war ja sowieso schon durch die halb zerfallene TĂŒr gelaufen, so musste ich mich nur irgendwie durchquetschen. Daran sieht man mal, dass ein Hund eben doch ein paar Vorteile gegenĂŒber einem Menschen hat. Gerd hatte hier etwas Angst, dass ich durch den Boden brechen könnte, doch der sah stabil genug aus, somit konnte ich in Ruhe Fotos dieser alten JagdhĂŒtte machen. Hier trafen sich einst die JĂ€ger zum geselligen Abend und wahrscheinlich auch um die Erfolge der letzten Jagd zu feiern. Mancher JĂ€ger wird hier wohl auch seinen Kummer im Alkohol ertrĂ€nkt haben đŸ˜‚ â€Š

Doch irgendwann muss mal Schluss sein mit der Erkundung, denn inzwischen kam doch ein leichtes HungergefĂŒhl in mir auf. So entschied ich mich zusammen mit Otto in Richtung des Restaurants zu laufen ( nicht ohne zuvor die geflieste Terrasse zu begutachten ). Vorm Restaurant wurde mir letztendlich noch die Ehre erwiesen, allen die RucksĂ€cke zu holen, denn ein Teil unserer Wandergruppe machte es sich bereits am Restaurant gemĂŒtlich.

Gut gestĂ€rkt verließen wir das Restaurant in Richtung Abstieg, als der Regen allmĂ€hlich stĂ€rker wurde. Wenige Meter vor den ersten Treppen begann dann plötzlich ein Wolkenbruch, der diesmal allerdings nicht stark genug war, um meinen Rucksack komplett unter Wasser zu setzen, wie es bereits in Österreich der Fall war. Hier gab es noch eine schwierige Stelle fĂŒr Otto zu bewĂ€ltigen – Eisenleitern sind eben definitiv nix fĂŒr Hunde, aber manch ein Hund ist klĂŒger wie ein Mensch. So kam auch Otto hier mit Hilfe von Gerd den Pfaffenstein wieder hinunter – Geschichten ĂŒber die Bestie vom Pfaffenstein, der schon ganze Wandergruppen gerissen hat sind also â€Š hab ich schon erwĂ€hnt, dass ich kein Toastbrot mag đŸ˜‚ ?

Als der Regen noch stĂ€rker zu werden schien, entschieden Gerd, Otto und ich uns unter einem kleinen Felsvorsprung Schutz zu suchen, der allerdings nur teilweise echten Schutz bot. So wanderten wir weiter in Richtung einer kleinen SchutzhĂŒtte, die allerdings voll mit Jugendlichen war. Hier outete sich einer, dass er selber FKK-Baden geht, alle anderen waren irgendwie weniger begeistert davon. Auf jeden Fall hatte der Jugendliche jetzt fĂŒr neuen GesprĂ€chsstoff in der Gruppe gesorgt.

Von nun an ging es nur noch steil bergab – verfolgt vom Aquaplaning, “also nicht so richtig, sondern einfach nur viel Wasser” wanderten wir zum Parkplatz zurĂŒck. Am Parkplatz hörte der Regen dann auch kurzerhand wieder auf – so konnten wenigstens die Klamotten noch ein wenig trocknen. Dennoch war auch dieses Jahr der Pfaffenstein wieder eine richtig schöne Wanderung im Regen – fĂŒr nĂ€chstes Jahr hat Wolfgang den Regen schon reserviert. Ist er nicht lieb 😄 ?

Die, in der ich Andreas wahnsinnig mache â€Š

Ja diese letzte Wanderung unserer Wanderwoche sollte etwas ganz Besonderes werden – zum einen fĂŒr die Freundschaft zwischen Andreas und mir, zum anderen aber auch, da wir hier zwei Besucher hatten, die sich doch sehr merkwĂŒrdig verhielten â€Š

Doch beginnen wir von vorn ( nicht von der Wanderwoche, wobei die erste Woche könnte sich ruhig regelmĂ€ĂŸig wiederholen, wie in einer Zeitschleife đŸ˜ ). FĂŒr die letzte Wanderung stand nochmal ein kleines Highlight auf dem Programm: Die Wilde Hölle und die Idagrotte.

So starteten wir vom Parkplatz in Schmilka und gelangten ĂŒber die Rotkehlchenstiege und den ZurĂŒckesteig zum ersten Aussichtspunkt der Wanderung. Da wir hier bereits einiges an Zeit liegen lassen haben, durch diverse Fotoaktionen von Uwe und seiner Frau Birgit, entschieden wir uns auch die erste Pause zu machen. Dies galt ĂŒbrigens als Zerreißprobe fĂŒr Andreas’ und meine Freundschaft, denn ich war hier ( irgendwie durch Tanja ) verleitet worden, plötzlich mehr zu geben. Statt der ĂŒblichen 100% bei einer Wanderung, sollten es diesmal 125% sein. So erkundete ich Wege, die zum Teil echt grenzwertig waren ( im Nachhinein gesehen ), ich zu dem damaligen Zeitpunkt allerdings nicht ( ein- ) gesehen habe. So kletterte ich hier an einer steilen Wand entlang, um zum Pausenplatz zu gelangen – ohne den anderen unter Andreas seiner FĂŒhrung zu folgen. Dieter lief mir hier zuerst ein StĂŒck nach, obwohl ich ihm sagte, dass er mir nicht folgen solle, er kehrte anschließend auch um â€Š

Ich allerdings entschied mich weiter zu klettern und gelangte so mit etwas Mut ebenfalls zum Pausenplatz – wĂ€re es mir zu gefĂ€hrlich geworden, wĂ€re ich sicher wieder umgekehrt, aber zu dem Zeitpunkt war das sowieso so eine Sache. Liebe macht einen offenbar blind â€Š nicht nur fĂŒr andere Menschen, sondern auch wenn es um Gefahren geht. So ließ Andreas dann entsprechend “Dampf” ab, ich wollte seine EinwĂ€nde zum damaligen Zeitpunkt allerdings nicht verstehen und behaarte auf meinem Standpunkt. Im Nachhinein hat er dann doch Recht gehabt und so werde ich wĂ€hrend der nĂ€chsten Wanderwoche auf solche Klettertouren verzichten.

Dennoch kletterte ich hier noch auf einen Stein, der recht einfach zu erklimmen war, dem sich auch Pascal wenig spĂ€ter anschloߠ


Normalerweise sieht man von dieser Aussicht nur BĂ€ume, klettert man allerdings ein paar Meter hinauf, offenbart sich doch ein wunderschönes Panorama. Der perfekte Zeitpunkt, um das letzte Video fĂŒr Tanja anzufertigen đŸ˜‹. Von dieser Aussicht ging es wieder hinab – schließlich wollte ich noch eine Kleinigkeit essen und Andreas wenige Minuten spĂ€ter wieder aufbrechen.

So kletterten wir von dieser Aussicht hinab und begaben uns in Richtung Kleines Prebischtor, wo wir dann erneut die fotografischen KĂŒnste von Uwe erleben durften, der seiner Frau Birgit immer wieder Anweisungen gab, wie diese sich zu positionieren hatte. Unter den restlichen Mitgliedern unserer Wandergruppe wirkte dies wie eine Akt-Fotosession, allerdings beschweren sich die Models hier nicht andauernd. Vom Kleinen Prebischtor ging es weiter in Richtung der nĂ€chsten Aussicht auf dem Domerker. Hier war es bedeutend einfacher ein Panoramafoto aufzunehmen, dies dachte sich wohl auch Uwe und so durfte seine Frau zum wiederholten Male Model stehen. Sie war davon weniger amĂŒsiert, wir entschieden uns irgendwann aufzubrechen, dies störte Uwe herzlich wenig und so durften wir an der nĂ€chsten Abzweigung auf sie warten – derweil die ersten Fragen aufkamen, was die dauernden Anweisungen sollen.

Genau da möchte ich mit den weiteren Gedankenspielen aufrĂ€umen: Stefan aus Regensburg und ich haben mit Uwe bei den Nachholtagen in MĂŒnster gesprochen und er erklĂ€rte uns, dass Birgit von ihrem letzten Hexenschuss noch nicht vollstĂ€ndig genesen war. Beide waren davon ausgegangen, dass in der SĂ€chsischen Schweiz die Steine zur linken und zur rechten Hand stehen und dazwischen ein ebener Weg hin durchfĂŒhrt. Demzufolge war Birgit aufgrund ihres Hexenschuss‘ genervt vom dauernden posieren und von den vielen Klettertouren – verstĂ€ndlich, wobei Mario letztes Jahr von Albert den Tipp bekam Holz zu hacken ( was er auch tat, allerdings half dies nicht bei der Besserung von seinem Hexenschuss’ đŸ€” ). Dass Birgit posieren sollte, hatte lediglich etwas damit zu tun, dass beide eher Fans von muskelbepackten Körpern sind und weniger den natĂŒrlichen Körper als schön empfinden – gut jeder hat eben so seine Vorlieben â€Š

ZurĂŒck zum Wanderbericht â€Š

Vom Domerker ging es weiter in Richtung Wilde Hölle bzw. dem vorausfolgenden Bauernloch. In der Wilden Hölle stießen wir dann plötzlich an einer Treppe auf eine grĂ¶ĂŸere Gruppe Textilwanderer, alle in einem recht jungen Alter. Sie schauten erst einmal nicht schlecht, als da plötzlich eine Gruppe von Nacktwanderern ihnen gegenĂŒberstand. Am Ende ertönte noch ein “Otto ist der Letzte”, woraufhin Andreas den jungen Frauen entgegnete, dass wir in den letzten Tagen einen Hund namens Otto dabei hatten.

Die Wilde Hölle galt als letzte große Herausforderung der Wanderung, so passierten wir noch eine Aussicht, die wir sonst nur bei unserer Stiegentour sehen, um hier eine Pause zu machen – mit Blick auf die Zwillingsstiege. Der oberen Affensteinpromenade folgend, nĂ€herten wir uns so unaufhörlich dem unteren Ende der HĂ€ntzschelstiege, von wo aus es nur noch ein “Katzensprung” bis zum letzten Highlight der Wanderwoche war: Der Idagrotte. Auch hier entschied ich mich wieder zum Teil eine andere Route zu laufen, der sich Dieter anschloss. An der Idagrotte selbst, hatte Just’l mit ein paar kleineren Problemen zu kĂ€mpfen ( allerdings erst, als ich ein Foto von ihm machen sollte đŸ˜‰ ), doch auch Pascal meisterte dieses StĂŒck, welches ihr auf der linken Seite des Panoramas erkennen könnt â€Š

Nachdem wir unsere letzte Pause an der Idagrotte zum Ende brachten, ging es den Reitsteig entlang zur letzten Aussicht – von hier hat man einen wunderschönen Blick in die Böhmische Schweiz, als kleines Kuriosum findet sich hier ein Stein wieder, welcher in der Form eines Hundekops, sowie ein StĂŒck darĂŒber in der Form eines Wiesels von der Natur gestaltet wurde. Leider hab ich den Namen der Aussicht ( zum wiederholten Male ) vergessen đŸ™„ â€Š

Von dieser – namenlosen – Aussicht ging es zurĂŒck in Richtung Schmilka, dafĂŒr mussten wir noch einige Treppenstufen hinabsteigen. Michael aus Berlin hatte hier das Pech und rutschte auf dem nassen Untergrund weg und dachte zunĂ€chst an einen gebrochenen Fuß – spĂ€ter wurde daraus dann eine Zerrung, die allerdings recht schnell vom Schmerz her nachließ. Gegen 18:30 erreichten wir unsere Autos, fuhren zurĂŒck zu Albert und packten hier unsere Sachen.

Abschließende Worte

Es ist schwierig zu dieser Wanderwoche ein Fazit zu ziehen. Auf der einen Seite war die erste Wanderwoche ein Traum, aber darauf kann ich ja jetzt nicht mehr eingehen, dies habe ich bereits im ersten Teil getan. So möchte ich abschließend sagen, dass diese Wanderwoche fĂŒr mich durchaus abwechslungsreich war – zwischen Himmel und Hölle sozusagen oder um es anders auszudrĂŒcken: Um den Himmel zu erreichen, fĂŒhrst du mich zuerst durch die Hölle đŸ˜” â€Š

Ich danke Wolfgang und Andreas, dass sie auch diese Wanderwoche ermöglicht haben. Ebenso möchte ich Albert ganz herzlich dafĂŒr danken ( und zwar im Namen aller Teilnehmer ), dass er uns erneut sein Haus und GrundstĂŒck fĂŒr die Wanderwoche zur VerfĂŒgung gestellt hat. Wir waren nicht immer die leisesten – gerade wenn ĂŒber die diversesten Dinge philosophiert wurde, drum hoffe ich, dass du hier keine Probleme mit deinen Nachbarn bekommen hast und wir auch weiterhin bei dir willkommen sind.

Ich danke dir ebenso dafĂŒr, dass wir bei dir ĂŒbernachten durften.

Wir danken Albert, Andreas und Wolfgang fĂŒr diese großartige Wanderwoche,
die Teilnehmer der SĂ€chsischen Nacktwanderwoche 2017

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Über Martin

NatĂŒrlich. Nackt. Frei. Seit Sommer 2015 haben diese drei Worte einen neuen Lebensweg fĂŒr mich geprĂ€gt. Ich war es leid, immer wieder die richtigen Klamotten in Schuh- oder BekleidungsgeschĂ€ften zu finden, nur um sie nach meiner nĂ€chsten Wanderung in die Waschmaschine werfen zu können. Der Bibel zufolge wurde der Mann nackt von Gott erschaffen - wir sehen dies sogar heute bei jeder Geburt, dass niemand mit einer MĂŒtze geboren wird. Aber warum sollten wir Kleidung wĂ€hrend einer Wanderung tragen ? Schließlich sind wir ein Teil der Natur und je mehr wir den Kontakt mit dieser erfahren, um so eher sind wir gewillt diese zu schĂŒtzen. FĂŒr mich ist es daher wichtig, dass ich nicht nur meinen eigenen Körper der Natur aussetze, sondern dass meine Umwelt um mich herum geschĂŒtzt wird 


8 Kommentare

  1. Reichlich verspĂ€tet auch von mir ein großes Dankeschön an Wolfgang, Andreas, Martin und all die Anderen fĂŒr die herrlichen Tage in der sĂ€chsischen Schweiz. Ich freue mich schon auf die Neuauflage im kommenden Jahr. Schöne GrĂŒĂŸe aus dem Saarland, Horst.

    1. Dann sehen wir uns Horst FeWo gestern gebucht.
      Freue mich wieder mit den anderen zu wandern.

    2. Hallo Horst,

      zunĂ€chst einmal ein ganz großes “Danke” auch an dich, dass du aus dem Saarland den weiten Weg auf dich genommen hast, um uns zu besuchen. Dieses Jahr gibt es auf jeden Fall ein paar kleine Änderungen, damit es fĂŒr die DauergĂ€ste nicht langweilig wird. Wir haben da einige neue und spannende Routen fĂŒr euch parat.

      Liebe GrĂŒĂŸe,
      Martin

  2. Danke Martin fur diesen sehr schonen und wahren Bericht.

    1. Hallo Pascal,

      danke dir fĂŒr deine anerkennenden Worte.

      Liebe GrĂŒĂŸe,
      Martin

  3. War eine schöne Woche besonders die Radtour. Da nehme ich nÀchste mal ein E-Bike.

  4. Danke Martin fĂŒr diesen schönen geschriebenen Bericht. Auch wenn ich nur eine Woche dabei sein konnte. Wenn man diesen Bericht liest, kommen wieder diese schönen Momente bei dieser Wanderung.
    Ich möchte mich ebenfalls bei Andreas und Wolfgang bedanken fĂŒr diese Wanderwoche.

    1. Hallo Torsten,

      auch wenn du nur “eine Woche” dabei warst, war es eine wunderschöne Wanderwoche. Vielleicht erleben wir die ja nĂ€chstes Jahr in Ă€hnlicher Form wieder.

      PS: Wir haben auch noch einen Bericht zur ersten Wanderwoche, der freut sich sicher ĂŒber einen Kommentar von euch 😉 â€Š

      Liebe GrĂŒĂŸe,
      Martin

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