Liebe Wanderfreunde,

Seit mehreren Jahren ist die SĂ€chsische Schweiz Drehort vieler Hobbyfilmer und -fotografen, aber auch des Mitteldeutschen Rundfunks – kurz MDR. So ist nicht nur die Sendung Biwak in unserer Heimat unterwegs, sondern auch ein Team der ARD Degeto und dem MDR, welche fĂŒr die Filme “Der Ranger – Paradies Heimat” verantwortlich sind. Nachdem bereits einige Episoden ausgestrahlt wurden, wollen wir uns “Auf die Spuren des Rangers” begeben und einen Drehort aus den Filmen nĂ€her ansehen â€Š

Sammelparkplatz

Der Parkplatz am Thorwald ist ĂŒberschaubar und bietet Platz fĂŒr 12 bis 15 Autos. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, dass wir uns am Parkplatz vor dem Eingang des Waldcampingplatzes in Pirna-Copitz an der Äußeren Pillnitzer Straße 18 in 01796 Pirna treffen.

TreffpunktParkplatz am Thorwald
KoordinatenN50.926383° E14.301046°
 N50° 55.583015′ E14° 18.062783′
 N50° 55′ 34.9808″ E14° 18′ 3.7669″
AdresseKirnitzschtalstraße, 01855 Sebnitz
Lange Variante ( H2-11A )
‌7:30‌14,3 km‌549 m‌549 m
Kurze Variante ( H2-11B )
‌7:00‌13,1 km‌499 m‌499 m

Verlauf der Wanderung

Vom Parkplatz verlĂ€uft unsere Wanderung zunĂ€chst entlang der Kirnitzsch, ĂŒber eine kleine BrĂŒcke queren wir den Saupsdorfer Bach, bevor wir uns ĂŒber 1,3 Kilometer ĂŒber die gut ausgebaute und geschotterte Kirnitzschtalstraße begeben, welche uns in Richtung des Dreisteigensteigs fĂŒhren wird. WĂ€hrend unseres Weges entlang des Bergflusses, der auch im Sommer selten die 15-Grad-Marke ĂŒberschreitet, haben wir an zahlreichen Stellen die Möglichkeit Baden zu gehen oder aber auch die einzigartige Flora und Fauna vor die Linse zu nehmen bzw. diese zu genießen.

Wir queren die BrĂŒcke in Richtung des Dreisteigensteigs, denn von nun an geht es ĂŒber klassischen Waldboden gute 80 Höhenmeter in etwas mehr als 400 Metern hinauf. Nach kurzer Zeit erreichen wir so den Abzweig zum Teichstein, unser weiterer Weg wird uns jedoch ĂŒber den Großen HochhĂŒbelweg fĂŒhren, wofĂŒr wir an der Kreuzung links abbiegen und so der Kurve in Richtung einer Wiese folgen. Nach rund 420 Metern erreichen wir erneut eine große Kreuzung – der Saupsdorfer Weg kreuzt hier unseren Weg, doch davon wollen wir uns nicht beirren lassen und so verlĂ€uft unser Weg – nun nicht mehr ganz so gut erkennbar – ĂŒber den dichter werdenden Wald am 407 Meter hohen HochhĂŒbel vorbei. Nach knapp 1,1 Kilometern gelangen wir so auf den Großen Reitsteig.

Am Großen Reitsteig, betreten wir die Kernzone des Nationalparks – das Verlassen der Wege, sowie Übernachten im Freien sind hier nicht gestattet. In den vergangenen Jahren hat der BorkenkĂ€fer einiges an Schaden angerichtet, fĂŒr den Nationalpark Anlass, darauf hinzuweisen, dass dieser kleine SchĂ€dling auch als Chance verstanden wird, den Einheitswald wieder in einen gesunden Mischwald, bestehend aus Laub- und Nadelgehölzen zu transformieren â€Š

Über den Großen Reitsteig begeben wir uns ĂŒber lockeren Waldboden, der ab und an durch abgestorbene BĂ€ume markiert ist. Der Weg kann hier immer wieder von dem eigentlich markierten Wanderweg abweichen – Grund sind hĂ€ufig umgestĂŒrzte BĂ€ume. Nach rund 680 Metern erreichen wir mit dem Klettergipfel Thorwalder WĂ€chter eine erste mögliche Pausenstelle.

Nach erfolgter Pause schlĂ€ngelt sich unser Weg fĂŒr weitere rund 2,3 Kilometer den Großen Reitsteig entlang, vorbei an den nicht mehr ausgewiesenen Wegen durch die WeißtannenschlĂŒchte, den BrĂŒcknerschlĂŒchten und den ErlenschlĂŒchten. Den Gipfel ReitsteigwĂ€chter lassen wir ebenso zu unserer Linken liegen, bis wir uns nach einer Kurve dem Abzweig zu den LöfflerschlĂŒchten nĂ€hern. An dieser Stelle haben wir die Möglichkeit, unsere Route zu verkĂŒrzen oder der Hickelhöhle noch einen Besuch abzustatten.

( H2-11A ) Durch Hickel’s SchlĂŒchte â€Š

Wollen wir der Hickelhöhle – nur etwa 450 Meter von der deutsch-tschechischen Grenze entfernt – einen Besuch abstatten, so verlĂ€uft unser Weg weiterhin den Großen Reitsteig entlang, bis wir an dessen Ende auf besagte Höhle treffen. Im Verlauf unseres Weges, mĂŒssen wir unweit des Klingermassiv eine engere Stelle im Sandstein passieren, die jedoch keine grĂ¶ĂŸeren Probleme darstellt. An der Kreuzung zum Treppengrund entscheiden wir uns fĂŒr den Weg rechter Hand und betreten die HickelschlĂŒchte. Über etwas mehr als 630 Meter und 110 Höhenmeter verlĂ€uft unser Weg hinab ins Tal zum Großen Zschandbach, bevor dieser fĂŒr rund 350 Meter unser Begleiter sein wird, bis wir auf den Ausgang der LöfflerschlĂŒchte treffen.

( H2-11B ) Durch Löffler’s SchlĂŒchte â€Š

Die LöfflerschlĂŒchte verlaufen teils ĂŒber sandigen Boden und fĂŒhren uns ĂŒber 650 Meter und 110 Höhenmeter hinab in Richtung des Großen Zschandbachs.

Einmal Ranger sein und den Teichstein erklimmen â€Š

Ob nun durch die LöfflerschlĂŒchte oder der etwas weitere Weg ĂŒber die HickelschlĂŒchte, beide Routen fĂŒhren uns in Richtung der ausgebauten Straße Großer Zschand, die fĂŒr rund 2,2 Kilometer durch das selbige Wandergebiet verlĂ€uft. Am Eingang zu den RichterschlĂŒchten haben wir die Möglichkeit, den Ideen der Nationalparkverwaltung zur Entstehung eines gesunden Mischwaldes ein paar ruhige Minuten zu schenken – wie passend, dass sich auch ein kleiner Unterstand wiederfindet. Vorbei an weiteren EingĂ€ngen zu den HilleschlĂŒchten und den PechschlĂŒchten, nĂ€hern wir uns unaufhörlich dem Zeughaus.

Am Zeughaus selbst, können wir eine weitere kurze Pause einlegen, um ein Eis zu essen, bevor wir uns dem Alten Zeughaus nĂ€hern – heute vielleicht auch besser bekannt als “Ranger-Posten”, denn das Alte Zeughaus dient heute im Film den beiden Rangern Jonas und Christoph als Kontaktmöglichkeit fĂŒr Wanderer und Kletterer, bevor diese zu ihren Touren innerhalb des Films aufbrechen. Gerade in den ersten Teilen der Heimatfilm-Serie, spielte das Haus, als Ausgangsbasis aller AktivitĂ€ten der beiden Ranger eine grĂ¶ĂŸere Rolle. Mit etwas GlĂŒck können wir sogar dem – in den Sommermonaten anwesendem – Drehteam ĂŒber die Schulter schauen â€Š

Unser weiterer Weg wird uns ĂŒber etwa 690 Meter und gute 80 Höhenmeter den Hang und den FlĂŒgel E genannten Weg hinauf fĂŒhren, bis wir am Abzweig zum Teichstein angelangen. Zu Beginn unserer Wanderung ließen wir den Großen Teichstein noch rechts liegen, doch zum Ende der Wanderung möchten wir euch noch einmal die Region zeigen, in der wir gewandert sind. Der Weg auf den Großen Teichstein ist geprĂ€gt von allerlei Abwechslung, so gibt es neben typischen Wanderwegen auch einige kleinere Kletterpassagen – mit einer Kette zur Sicherung sollten diese kleinen Hindernisse jedoch ohne Probleme bewĂ€ltigt werden können.

Vom Großen Teichstein fĂŒhrt der Weg zurĂŒck, wie wir ihn gekommen sind, bis wir erneut an der Kreuzung zum Dreisteigensteig stehen. Unser Weg zum Parkplatz verlĂ€uft dabei genauso, wie wir ihn gekommen sind: Über den Dreisteigensteig geht es zurĂŒck in Richtung der Kirnitzsch, mit einer letzten Bademöglichkeit direkt an der DreisteigenbrĂŒcke.

Wenige Minuten spÀter erreichen wir auch schon den Parkplatz am Eingang des Kirnitzschtals.

Besonderheiten

WĂ€hrend der Wanderung haben wir die Möglichkeit, uns in der Kirnitzsch mehrfach abzukĂŒhlen. Die abwechslungsreichen Ufer an der Kirnitzsch sind geprĂ€gt von SandstrĂ€nden, aber auch steinigen UntergrĂŒnden. Der Gebirgsfluss ist stellenweise steinig, an anderen Stellen finden sich auch ausgedehnte SandbĂ€nke wieder. Am Zeughaus besteht – in den Sommermonaten – die Chance, dem Drehteam der Heimatfilm-Serie “Der Ranger – Paradies Heimat” ĂŒber die Schulter zu schauen.

Beschaffenheit der Wege

Der erste und letzte Teil der Route ist fĂŒr Barfuß-Wanderer eher ungeeignet, da wir uns auf einer gut geschotterten Straße bewegen, erst im Verlauf des Großen Reitsteiges, wird der Weg besser und geht in typischen Waldboden ĂŒber. Auf der Straße Großer Zschand finden sich zudem grĂ¶ĂŸere Steine wieder, sowie vereinzelte Stellen, die gut gesplittet sind. Am Teichstein treffen wir auf einige Stufen aus Metall und Sandstein.

Einkehrmöglichkeiten

Am Zeughaus gibt es eine kleine Imbissstelle, welche nur darauf wartet von euch besucht zu werden. Die Preisgestaltung kommt dabei auch Wanderern mit kleinem Geldbeutel entgegen.

Download der Routen

Wenn du ĂŒber ein GPS-GerĂ€t oder eine App auf deinem Smartphone besitzt, kannst du dir die Route herunterladen und uns bei der Wanderung unterstĂŒtzen. Je mehr Wanderer die Route besitzen, um so eher können die Fotografen unter uns sich die Zeit fĂŒr ein perfektes Foto nehmen.

“Sachsen_H2-11A.gpx”
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“Sachsen_H2-11B.gpx”
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Download der Routenbeschreibung

Du möchtest einmal unabhĂ€ngig von uns diese Wanderung unternehmen ? Kein Problem, lade dir dazu einfach die Routenbeschreibung herunter, welche den obigen Text, sowie die Daten zu Parkmöglichkeiten, Dauer und LĂ€nge der Wanderung enthĂ€lt.

“Sachsen_H2-11.pdf”
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Hinweis: Wenn du die Route bzw. Routenbeschreibung auf deinen Computer herunterladen möchtest, so klicke einfach mit der rechten Maustaste auf den Link und wĂ€hle “VerknĂŒpfte Datei laden” bzw. einen vergleichbaren Eintrag aus.

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Über Martin

NatĂŒrlich. Nackt. Frei. Seit Sommer 2015 haben diese drei Worte einen neuen Lebensweg fĂŒr mich geprĂ€gt. Ich war es leid, immer wieder die richtigen Klamotten in Schuh- oder BekleidungsgeschĂ€ften zu finden, nur um sie nach meiner nĂ€chsten Wanderung in die Waschmaschine werfen zu können. Der Bibel zufolge wurde der Mann nackt von Gott erschaffen - wir sehen dies sogar heute bei jeder Geburt, dass niemand mit einer MĂŒtze geboren wird. Aber warum sollten wir Kleidung wĂ€hrend einer Wanderung tragen ? Schließlich sind wir ein Teil der Natur und je mehr wir den Kontakt mit dieser erfahren, um so eher sind wir gewillt diese zu schĂŒtzen. FĂŒr mich ist es daher wichtig, dass ich nicht nur meinen eigenen Körper der Natur aussetze, sondern dass meine Umwelt um mich herum geschĂŒtzt wird 


1 Kommentar

  1. Update: In Folge vorangegangener UnwetterschĂ€den und BorkenkĂ€ferbefall sind der Große Reitsteig, sowie die LöfflerschlĂŒchte nicht begehbar. Die Nationalparkverwaltung plant den Großen Reitsteig im Laufe des Jahres zu berĂ€umen, aber auch nur, falls es zu keinem weiteren SchĂ€dlingsbefall kommt. Ansonsten besteht hier die Gefahr, dass der Weg die nĂ€chsten zwei Jahre gesperrt bleibt.

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