Liebe Wanderfreunde,

lange Zeit galt eine Wanderung zur Kaiserkrone und dem Zirkelstein als undenkbar – bedingt der Ortsdurchquerung durch Schöna. Auf Basis einer Wanderung mit guten Freunden war es schließlich möglich, eine Route zu finden, welche genau diese beiden Steine zum Ziel hat, obendrein begeben wir uns auf die Spuren Caspar David Friedrichs und seinem Bild „Der Wanderer über dem Nebelmeer“ …

Sammelparkplatz

Der Parkplatz in Schöna bietet reichlich Platz für uns, wenn ihr wollt, können wir uns aber auch auf dem Parkplatz vor dem Eingang des Waldcampingplatzes in Pirna-Copitz an der Äußeren Pillnitzer Straße 18 in 01796 Pirna treffen.

Treffpunkt Parkplatz in Schöna
Koordinaten N50.881231° E14.214094°
  N50° 52.873870′ E14° 12.845699′
  N50° 52′ 52.4321″ E14° 12′ 50.7419″
Adresse Hauptstraße 40G, 01814 Reinhardtsdorf-Schöna OT Schöna
6:00 12,3 km 408 m 408 m

Verlauf der Wanderung

Vom Parkplatz zu Füßen des Zirkelsteins begeben wir uns zunächst über den Marktweg und der Hauptstraße in den Ort Schöna. Zu Beginn der Wanderung besteht für uns leider noch nicht die Möglichkeit, die übliche Wanderbekleidung anzulegen, da die ersten 700 Meter direkt durch den Ort verlaufen. Nach etwa 420 Metern erreichen wir die Kreuzung zur Bahnhofstraße, welche uns weiter in Richtung der ausgeschilderten Kaiserkrone führen wird. Vorbei am Oldtimer-Museum, erreichen wir nach 270 Metern einen Weg, an dem noch eine schwach zu erkennende Ausschilderung den Aufstieg zur Kaiserkrone andeutet. Über die ersten Treppen erreichen wir einen Stein, welcher von Caspar David Friedrich verwendet wurde, um seinen Wanderer für das berühmte Bild „Der Wanderer über dem Nebelmeer“ zu positionieren. Etwas abseits vom Weg findet sich zudem noch ein großer Obelisk, der an die gefallenen Soldaten des ersten Weltkrieges erinnert. An diesem Ort können wir auch die übliche Wanderbekleidung anlegen.

Von dieser berühmten Stelle, folgen wir den Treppen weiter hinauf zur Kaiserkrone. An der ersten Kreuzung nahe der Steine gibt es mehrere Varianten, die Aussichten zu besuchen: Während die Südaussicht recht klein ist, bietet die Hauptaussicht etwas mehr Platz, dazu findet sich auf dieser eine Wetterfahne wieder. Ein echter Geheimtipp hingegen ist die Nordaussicht, bietet sie doch Platz für einige Wanderer, reichlich Sonne und einen atemberaubenden Blick auf die Sächsische Schweiz …

Alle Aussichten können über Stufenleitern erreicht werden. Der Weg von der Kaiserkrone führt zurück, wie wir ihn gekommen sind, bis wir wieder am Abzweig des Malerwegs stehen. Unser Weg führt nun zur Linken die Bahnhofstraße hinab, vorbei an den letzten Ausläufern von Schöna. Die Bahnhofstraße ist dabei eine asphaltierte – wenn auch selten genutzte  – Straße.

Auf dem Weg Richtung Elbe bieten sich immer wieder erstaunliche Aussichtspunkte, wie der Blick auf den Rosenberg oder – zu unserer Rechten – den Zirkelstein …

Etwa 950 Meter vom Abzweig des Malerwegs ausgehend, verläuft unser Weg so über die asphaltierte Bahnhofstraße, bevor diese im Wald in Kopfsteinpflaster übergeht. Vorbei geht es an einigen Ferienhäusern, bis wir nach weiteren 410 Metern den Eingang des Forststeiges erreichen – der Forststeig wird im weiteren Verlauf durch einen gelben Strich am Baum markiert sein. Mit Erreichen dieses – man könnte an einigen Stellen meinen Waldarbeiterweges – verläuft unser Weg über gut bekannten Waldboden.

Der Forststeig wurde im April 2018 von Sachsenforst und Lesy České republiky nach einer fünfjährigen Planungsphase als Trekkingroute eröffnet. Ziel der beiden Forstverwaltungen war es mit dem Projekt „Forststeig Elbsandstein“ den Menschen die Natur näher zu bringen. Von April bis Oktober steht es Besuchern frei, mehrere Tage grenzüberschreitend und siedlungsfern durch die Wälder an der Grenze der Bundesrepublik Deutschland und der Tschechischen Republik zu wandern. Der Forststeig ist eine anspruchsvolle Trekkingroute für geübte, trittsichere und gut ausgerüstete Wanderer. Linkselbisch führt er meist auf einfachen Waldpfaden und -wegen sowie auf forstwirtschaftlichen Arbeitsgassen über 100 km durch einzigartige Landschaften der sächsisch-böhmischen Schweiz, die für ihre weiträumigen zusammenhängenden Wälder, bizarren Felsformationen und mächtigen Tafelberge bekannt ist.

Unser Weg entlang des Forststeiges wird uns bis zum Schwarzen Pfützenbach nicht sonderlich viel abverlangen, dennoch gibt es einige kleine Stellen, die recht wenig Platz bieten – Schuld daran sind aber die vielen Bäume links und rechts des Weges. Nach etwas mehr als 1,2 Kilometern erreichen wir den Schiebbach und die Überreste einer alten Mühle – der Schiebmühle. Etwas entfernt von unserer Wanderung findet sich dazu auch eine Informationstafel:

Eine hier am Schiebbach betriebene Mühle wurde erstmals 1553 erwähnt. Seit dem Beginn des 18. Jahrhundert trug sie die Bezeichnung „Schiebmühle“, welche abwechselnd als Mahl- oder Schneidemühle arbeitete. 1853 entstand daraus eine Ölmühle, später eine Flachsspinnerei und im Jahre 1890 eine Malzfabrik, die bis 1990 produzierte. 1997 erfolgte der Abriss der alten Fabrikgebäude.

Viel ist heute von der alten Schiebmühle nicht mehr zu sehen, außer ein einzelnes Gebäude, welches direkt neben der Bahnlinie steht. Im Bachtal finden sich noch mehrere mächtige eiserne Rohre, die wir überqueren müssen – an einigen hat auch hier schon der Zahn der Zeit genagt, so sind diese Rohre schon an einigen Stellen gebrochen und aus der eigentlichen Verankerung herausgesprungen. Der obere Teil des Schiebgrunds führt uns entlang von zwei Staubecken. Während beim unteren bereits die Mauer gebrochen ist, sieht das obere Becken noch intakt aus. Der Weg wird ab hier etwas undurchsichtig, so dass es wichtig wird auf die gelben Striche an den Bäumen zu achten. Haben wir einen Weg über den Schiebbach gefunden, verläuft unsere Wanderung über einen schmalen Pfad in eine ehemalige Schonung hinein, bis wir nach etwa 780 Metern auf einen etwas breiteren Pfad treffen.

Auch wenn der Forststeig erst 2018 für Wanderer freigegeben wurde, finden sich an manchen Stellen schon alte zugewachsene Pfade, die durch neue Wege ersetzt wurden. Also gilt auch hier: Achtet auf die gelben Striche ! Der Weg verläuft nun für einige Meter unweit der deutsch-tschechischen Grenze entlang, bis wir kurze Zeit später eine Kreuzung zu unserer Linken entdecken – der Forststeig führt uns den Hang hinunter, um anschließend in den Grundweg überzugehen. Für gute 800 Meter bleibt der Grundweg unser Begleiter, bis wir vor einer Kreuzung nicht weit entfernt des Quergelobtbaches stehen. Wir verlassen den Forststeig und begeben uns hinauf zur Ziskaquelle. An der großen Kreuzung angekommen, nehmen wir den Weg rechter Hand und finden uns auf dem Gelobtweg wieder. Es geht vorbei an der Ziskaquelle – einer Trinkwasserquelle, an der wir unsere Flaschen auffüllen können. Die geschotterte Forststraße bleibt für reichlich einen Kilometer unser Begleiter, wechselt jedoch immer wieder von Asphalt zu Schotter. Nach diesem Kilometer gelangen wir an den Abzweig zum Grundweg.

Wir folgen weiterhin dem Gelobtweg und so geht es über 630 Meter bis zur nächsten großen Kreuzung, an der wir rechts abbiegen. Der Untergrund geht nun erneut in einen typischen Waldweg über und verbleibt für die nächsten 1,4 Kilometer in diesem Zustand. Auf diesem Weg kommen wir auch an einem Kleingartenverein vorbei, nach freundlichem Gruß ziehen wir unseres Weges, denn der Zirkelstein wartet auf uns …

Der Weg „Am Zirkelstein“ geleitet uns vorbei an der Sportanlage des Zirkelstein-Resorts direkt zum markierten Abzweig Zirkelstein. Über 420 Meter und gute 45 Höhenmeter erreichen wir so den Aufstieg zum Zirkelstein. Der Aufstieg führt über einige Stufenleitern und Stufen im Sandstein zur Aussicht. Derselbe Weg führt euch auch wieder hinab.

Am Fuße des Zirkelsteins ( in der Nähe zum Aufstieg ) nehmen wir den Weg zur Linken, um einmal rund um den Zirkelstein zurück zum Weg „Am Zirkelstein“ zu laufen. Nach etwa 680 Metern und einer Abkürzung über die Wiese ( der Pfad wurde inzwischen von einigen Wanderern gut ausgetreten ) nähern wir uns auch schon wieder dem Parkplatz und dem Ende unserer Wanderung.

Besonderheiten

Zu Beginn und am Ende der Wanderung müssen wir an der Kaiserkrone bzw. dem Zirkelstein einige stählerne Stufenleitern und Sandsteinstufen bewältigen.

Beschaffenheit der Wege

Die gesamte Route ist im Bereich des Forststeiges bis zum Gelobtweg für Barfuß-Wanderer geeignet, da wir uns hier auf Waldboden bewegen. Am Anfang der Wanderung werden wir uns auf Asphalt und Kopfsteinpflaster, im späteren Verlauf über den Gelobtweg auf gesplitteten Pfaden bewegen.

Download der Routen

Wenn du über ein GPS-Gerät oder eine App auf deinem Smartphone besitzt, kannst du dir die Route herunterladen und uns bei der Wanderung unterstützen. Je mehr Wanderer die Route besitzen, um so eher können die Fotografen unter uns sich die Zeit für ein perfektes Foto nehmen.

„Sachsen_H1-33.gpx“
Vorschau & Herunterladen

Download der Routenbeschreibung

Du möchtest einmal unabhängig von uns diese Wanderung unternehmen ? Kein Problem, lade dir dazu einfach die Routenbeschreibung herunter, welche den obigen Text, sowie die Daten zu Parkmöglichkeiten, Dauer und Länge der Wanderung enthält.

„Sachsen_H1-33.pdf“
Herunterladen

Hinweis: Wenn du die Routenbeschreibung auf deinen Computer herunterladen möchtest, so klicke einfach mit der rechten Maustaste auf den Link und wähle „Verknüpfte Datei laden“ bzw. einen vergleichbaren Eintrag aus.

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Über Martin

Natürlich. Nackt. Frei. Seit Sommer 2015 haben diese drei Worte einen neuen Lebensweg für mich geprägt. Ich war es leid, immer wieder die richtigen Klamotten in Schuh- oder Bekleidungsgeschäften zu finden, nur um sie nach meiner nächsten Wanderung in die Waschmaschine werfen zu können. Der Bibel zufolge wurde der Mann nackt von Gott erschaffen - wir sehen dies sogar heute bei jeder Geburt, dass niemand mit einer Mütze geboren wird. Aber warum sollten wir Kleidung während einer Wanderung tragen ? Schließlich sind wir ein Teil der Natur und je mehr wir den Kontakt mit dieser erfahren, um so eher sind wir gewillt diese zu schützen. Für mich ist es daher wichtig, dass ich nicht nur meinen eigenen Körper der Natur aussetze, sondern dass meine Umwelt um mich herum geschützt wird …

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