Liebe Wanderfreunde,

während dieser Wanderung führen wir euch zu einem der Highlights in der Sächsischen Schweiz: Den Schrammsteinen. Darüber hinaus erleben wir Kletterabenteuer im Großen Dom und werden von Wildschützen und der hübschen Carola hören …

Sammelparkplatz

Der Wanderparkplatz „Nasser Grund“ ist groß genug für knapp zwei Dutzend Autos, wenn ihr wollt, können wir uns aber auch auf dem Parkplatz vor dem Eingang des Waldcampingplatzes in Pirna-Copitz an der Äußeren Pillnitzer Straße 18 in 01796 Pirna treffen.

Treffpunkt Wanderparkplatz „Nasser Grund“
Koordinaten N50.925495° E14.219827°
  N50° 55.529705′ E14° 13.189630′
  N50° 55′ 31.7823″ E14° 13′ 11.3778″
Adresse Kirnitzschtalstraße, 01855 Sebnitz
Einfache Variante ( H1-03A )
6:00 11,0 km 537 m 537 m
Schwierige Variante ( H1-03B )
6:00 10,7 km 527 m 527 m

Verlauf der Wanderung

Vom Parkplatz folgen wir der gut ausgebauten und gesplitteten Straße Nasser Grund in den Wald hinein. Nach etwa 980 Metern erreichen wir die erste Abzweigung des Tages, welche uns auf dem Jordanweg zu den ersten Höhenmetern der Wanderung führt. Der Weg verläuft ab hier über Waldboden, sowie einzeln liegende Steine. Nach 840 Metern erreichen wir eine Kreuzung, an der wir uns entscheiden können, ob wir dem Kletterpfad am Großen Dom oder der Zahmen Hölle in Richtung der Oberen Affensteinpromenade folgen.

( H1-03A ) Durch die „Zahme Hölle“ …

Etwas leichter wird es, wenn wir uns für die Zahme Hölle entscheiden, auch wenn diese etwas weniger „wild“ erscheinen mag, als ihre benachbarte Schwester, sollte die Zahme Hölle nicht unterschätzt werden. An der Kreuzung Jordanweg / Lorenzlöcher / Sandlochweg / Zeughausweg, entscheiden wir uns für den Zeughausweg, bevor wir nach knapp 270 Metern auf den Pfad hinein in den Wald abbiegen. Der Höllweg führt uns über gut 570 Meter zum Einstieg in die Zahme Hölle …

Haben wir den Einstieg gefunden, geht es in rund 250 Metern etwa 50 Höhenmeter hinauf, vorbei an so manch seltsam geformtem Baum und über vereinzelte große, wie kleine Steine, die auf dem schmalen Pfad zwischen den Felswänden zu finden sind.

Am Ende der Zahmen Hölle erreichen wir das obere Ende des Kletterpfads am Großen Dom.

( H1-03B ) Entlang des Kletterpfads im Großen Dom …

Ihr habt Lust auf ein Abenteuer ? Dann ist der Kletterpfad am Großen Dom genau das Richtige für euch, denn über gut 350 Meter überwindet ihr hier einen Höhenunterschied von mehr als 100 Metern.

Doch zunächst einmal müssen wir uns an der Kreuzung Jordanweg / Lorenzlöcher / Sandlochweg / Zeughausweg für den Sandlochweg entscheiden. Dieser führt – der Name verrät es – über sandigen Untergrund, bis wir nach knapp 340 Metern zum Abzweig in den Großen Dom gelangen. Wir halten uns links und begeben uns so in Richtung des Kletterpfads. Dieser wird recht selten von Wanderern begangen und findet sich auch nicht mehr in den offiziellen Wanderkarten, auch wenn er nach wie vor in Stand gehalten wird. Bereits die ersten Meter versprechen einige Höhenmeter und wir müssen uns einen Weg über Laub und Stein, vorbei an vereinzelten Brombeersträuchern, schlagen. Am eigentlichen Einstieg angekommen, wechselt die Schwierigkeit des Weges von T1 auf T3 ( maximal gibt es in der Sächsischen Schweiz eine T5, teilweise finden sich aber auch „Wanderwege“ mit einer T6; Kletterpfade am Sandstein haben eine eigene Wertung ) …

Zur linken Hand finden wir ein Seil, festgezurrt an einem Baum, welches uns den steilen Hang etwa 80 Meter hinauf führt, bis wir dessen Ende ( erneut an einem Baum festgeknotet ) erreichen. Wir biegen links ab und es folgen noch einmal 20 Höhenmeter innerhalb von 100 Metern, dabei müssen wir uns einen Weg durch dichtes Laub bahnen, als auch unter einem umgestürzten Baum hindurch klettern. Das Ende des Kletterpfads wird markiert von einer schmalen Passage zwischen zwei Felswänden hindurch.

Am Ende des Kletterpfades erwarten uns schon unsere Freunde, welche sich für die leichte Alternative dieser Wanderung entschieden haben.

Carola, die Wildschützen kommen …

Wieder vereint, führt unser Weg über einen Teil der Oberen Affensteinpromenade, welche für etwa 300 Meter unser Begleiter sein wird. An der folgenden Kreuzung biegen wir in den letzten Teil der Wilden Hölle ab, die uns in Richtung des Carolafelsens geleitet. Nach wenigen Metern erreichen wir auch schon den Aufstieg zur Aussicht, markiert von einer Stufenleiter zu unserer Rechten. Der Aufstieg zum Carolafelsen sollte kein Problem darstellen – sowohl für Mensch, als auch Tier. Über selbigen Weg, den wir hinauf gekommen sind, gelangen wir auch wieder hinunter von der Aussicht. Einziger Unterschied: Am Ende der Stufenleiter biegen wir nach rechts ab ( „Im Zweifel immer bergan“, wie unser Wanderfreund Andreas sagen würde 😄 ).

Bis zum Abzweig Reitsteig / Zurückesteig ist es nicht mehr weit und sobald wir den Wegweiser erreichen, geht es auch schon wieder die Stufen hinab in Richtung des Zurückesteigs bzw. der Heiligen Stiege. Keine 120 Meter entfernt, folgen wir dem Zurückesteig in Richtung der Aussicht am Spieß, der Weg verläuft teilweise über Sandstein und wir können uns – zur Sicherheit – an einer Kette festhalten, vereinzelt müssen wir aber auch Stufen bewältigen. Am Spieß angekommen, bleibt die Zeit für eine Pause, bevor unser Weg die kleine Leiter hinauf führt. Der Weg verläuft nun zwischen größeren Sandsteinfelsen, bis wir nach wenigen Metern eine Leiter erreichen, auf der wir zum Schrammsteinweg gelangen.

Am Abzweig am unteren Ende des Zurückesteigs folgen wir, besagtem Schrammsteinweg, geradeaus und gelangen so nach 690 Metern an den nächsten Abzweig – diesmal zur Lehne. Wir folgen jedoch weiterhin dem Schrammsteinweg, der uns bis zur Breiten-Kluft-Aussicht geleitet. Wenn ihr keine Lust auf die Aussicht habt, so könnt ihr – 120 Meter vor dieser – an der Kreuzung links abbiegen, es geht die Stufen durch die Breite Kluft etwa 50 Höhenmeter hinunter. Wir finden uns am Elbleitenweg wieder, jenem Weg, der die Schrammsteine mit den Affensteinen auf halber Höhe zur Elbe verbindet. Gut 1,25 Kilometer werden wir uns auf diesem ausgebauten Waldweg begeben, der stellenweise mal geschottert ist und an anderen Stellen wieder Waldboden aufweist. Ein etwas unscheinbarer Weg, rechter Hand, führt uns über 570 Meter zum Wildschützensteig – einem Klettersteig, für den ihr allerdings keine zusätzliche Sicherung benötigt. Vielmehr besteht der Wildschützensteig aus reichlich Treppen, vereinzelten Stufen und Leitern, welche ihr bewältigen müsst. Am Ende des Wildschützensteiges angekommen, wartet ein recht großer Pausenplatz auf uns.

Zur Schrammsteinaussicht ist es nicht mehr weit. Dafür müsst ihr zunächst eine Leiter, anschließend einige Stufen im Stein und gefolgt von einer letzten Leiter erklimmen …

Soviel zu den touristischen Besonderheiten der Wanderung, denn von der Schrammsteinaussicht geht es in Richtung des Mittelwinkels zum letzten größeren Abstieg des Tages. Hierfür müsst ihr nur den Touristen folgen, bis ihr am Abzweig ankommt. Der Abstieg selbst, führt über zwei große Leitern, mehrere Treppen, sowie einzelne Stufen im Sandstein über gut 250 Meter und etwas mehr als 70 Höhenmeter zum Abzweig Mittelwinkel / Vorderwinkel. Wir verbleiben auf dem Mittelwinkel und nähern uns so dem gut gesplitteten Zeughausweg, bevor es – vorbei an der Wildwiese – zur nächsten Kreuzung geht. Wir folgen der Ausschilderung zur Hohen Liebe, sprich: Es geht geradeaus, in den Wald hinein. Der Weg bessert sich allmählich, und nach gut 540 Metern erreichen wir die letzte Kreuzung der Wanderung: Wir folgen dem Butterweg und lassen die Wege linker und rechter Hand unberührt.

Noch etwas mehr als 850 Meter trennen uns vom Nassen Grund, dazu gesellen sich noch einmal knapp 100 Höhenmeter – keine Panik, im Abstieg. Am unteren Ende des Butterwegs biegen wir abschließend noch links ab, wandern über die Brücke und erreichen so den Parkplatz.

Besonderheiten

Am Ende der Wanderung haben wir die Möglichkeit, uns in der Kirnitzsch abzukühlen. Das Ufer an der Kirnitzsch ist geprägt von einem Sandstrand, allerdings befinden sich im Gebirgsfluss einige Steine.

Beschaffenheit der Wege

Die gesamte Route ist für Barfuß-Wanderer geeignet, da wir uns hier abwechselnd auf Waldboden, Sand oder Sandsteinen bewegen. Am Anfang und Ende der Wanderung werden wir uns auf Asphalt, sowie gesplitteten Straßen bewegen. Während der Wanderung treffen wir auf einige Leitern aus Holz und Metall, sowie an diversen Kletterstellen auf Sandstein, diese sind teilweise auch mit einer Kette oder einem Seil gesichert. Der Kletterpfad „Großer Dom“ weist zum Teil erhebliche Steigungen und rutschigen Untergrund auf.

Download der Routen

Wenn du über ein GPS-Gerät oder eine App auf deinem Smartphone besitzt, kannst du dir die Route herunterladen und uns bei der Wanderung unterstützen. Je mehr Wanderer die Route besitzen, um so eher können die Fotografen unter uns sich die Zeit für ein perfektes Foto nehmen.

„Sachsen_H1-03A.gpx“
Vorschau & Herunterladen

„Sachsen_H1-03B.gpx“
Vorschau & Herunterladen

Download der Routenbeschreibung

Du möchtest einmal unabhängig von uns diese Wanderung unternehmen ? Kein Problem, lade dir dazu einfach die Routenbeschreibung herunter, welche den obigen Text, sowie die Daten zu Parkmöglichkeiten, Dauer und Länge der Wanderung enthält.

„Sachsen_H1-03.pdf“
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Hinweis: Wenn du die Routenbeschreibung auf deinen Computer herunterladen möchtest, so klicke einfach mit der rechten Maustaste auf den Link und wähle „Verknüpfte Datei laden“ bzw. einen vergleichbaren Eintrag aus.

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Über Martin

Natürlich. Nackt. Frei. Seit Sommer 2015 haben diese drei Worte einen neuen Lebensweg für mich geprägt. Ich war es leid, immer wieder die richtigen Klamotten in Schuh- oder Bekleidungsgeschäften zu finden, nur um sie nach meiner nächsten Wanderung in die Waschmaschine werfen zu können. Der Bibel zufolge wurde der Mann nackt von Gott erschaffen - wir sehen dies sogar heute bei jeder Geburt, dass niemand mit einer Mütze geboren wird. Aber warum sollten wir Kleidung während einer Wanderung tragen ? Schließlich sind wir ein Teil der Natur und je mehr wir den Kontakt mit dieser erfahren, um so eher sind wir gewillt diese zu schützen. Für mich ist es daher wichtig, dass ich nicht nur meinen eigenen Körper der Natur aussetze, sondern dass meine Umwelt um mich herum geschützt wird …

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