Liebe Besucher,

ich möchte euch heute einmal in eine andere Welt entfĂŒhren, in eine Welt, der Vergangenheit, die mich im vergangenen Jahr lehrte, dass man diese nicht um jeden Preis erhalten sollte. Dazu möchte ich euch mit auf eine Zeitreise von etwas weniger als sieben Jahren nehmen, die ihren Anfang Ende des Jahres 2012 fand. Nach einer Odyssee durch die verschiedenen Welten der mobilen Betriebssysteme, kam ich im Dezember 2012 wieder in den Besitz eines iPhone – diesmal ein 4S, nachdem ich bis ins Jahr 2010 bereits meine ersten Erfahrungen mit einem iPhone sammeln konnte. Bereits in dieser Phase meines Lebens entdeckte ich mich selbst dabei, wie ich versuchte, die alten Erfahrungen, die ich 2010 mit einem iPhone 3GS machte, auf diesem neuen iPhone umzusetzen. Die Basis war damals in etwa Ă€hnlich, so dass es kaum Steine gab, die im Weg lagen – dazu folgte eine erneute Anmeldung im Forum von MacThemes.net â€Š

Neue Schritte in einem bekannten Universum â€Š

Im Laufe der nĂ€chsten Monate, brachte ich mich dabei voll in die Entwicklung eines “Themes” ( wenn man es so will eines Designpakets ) fĂŒr iOS – das mobile Betriebssystem von iPhone, iPod und iPad – in Version 6.1 ein. In einer Gruppe von wenigen Leuten, die weit ĂŒber den Globus verstreut waren, arbeiteten wir so an einem Projekt, dass uns verband – Probleme wurden gemeinsam gelöst und unzĂ€hlige Stunden flossen in Experimente, das Programmieren von Skripten und das Anpassen aller wichtigen Grafiken, die das Betriebssystem bot. Ziel war es, dieses Theme, namens “Suave HD” an iOS 6.1 anzupassen, nachdem es zuvor schon Anpassungen an vorhergehende Versionen erhielt.

Bis Anfang 2013 dann völlig unerwartet, MacThemes verschwand â€Š zunĂ€chst wusste ich nicht, was geschehen war, der Austausch mit Freunden, wie “D4RKL0RD198”, “Pat 97.4”, “Bli625” und vielen weiteren Mitgliedern war zum Erliegen gekommen. FĂŒr mich stand damals fest: Es sollte weiter gehen und so arbeitete ich fortan allein an diesem Projekt, welches nun viel mehr Zeit kostete, als zuvor, waren doch die ganzen Ideen und EinflĂŒsse von Gleichgesinnten nicht mehr vorhanden. Mit iOS 7 veröffentlichte Apple zudem ein grundlegendes neues System, welches enorm viel Arbeit bedeutete – ĂŒber die Jahre, gab es aber so stets neue Versionen, dieses Themes, welches ich inzwischen in “Suave7” umbenannt hatte â€Š

Im Jahr 2015 sollte schließlich der Zeitpunkt erreicht sein, in denen iOS seine wohl schönste Phase erlebte: Zwei Jahre waren vergangen, der Grundstein, fĂŒr eine neue Zukunft gelegt, der nach wie vor auf der Arbeit von 2008 basierte, denn die erste Version des Themes erschien bereits fĂŒr das iPhone 3G – dem VorgĂ€nger des iPhone 3GS. Im selben Jahr Ă€nderte sich auch mein Leben: Zu einem neuen iPhone ( diesmal einem 6S ) im September, gesellten sich die Erfahrungen der ersten Nacktwanderung im August, welcher noch einige folgen sollten. Fortan verbrachte ich also einen Teil meines Lebens damit, Zuhause “Forschungsarbeit” zu ĂŒbernehmen und ein mobiles Betriebssystem komplett zu verĂ€ndern, wĂ€hrend ich in der Natur neue Wege erkundete, die letztendlich dazu beitragen sollten, dass sich der Blick auf das zukĂŒnftige Arbeitsleben grundlegend verĂ€nderte.

Mein Reality-Distortion-Field â€Š

KreativitĂ€t stand fortan an erster Stelle fĂŒr mich, so sollte es mein Ziel sein, den Minimalismus, welcher mit iOS 7 Einzug in die Welt von Apple hielt, mit einer Spur Skeuomorphismus, aus der Zeit zuvor, zu vereinen.

Wikipedia unterscheidet die beiden Begriffe sehr deutlich:

Skeuomorphismus ist eine Stilrichtung hauptsĂ€chlich im Design, bei der Objekte in ihrer Gestaltung ein anderes Material oder eine Form eines Ă€lteren, vertrauten Gegenstandes nachahmen, ohne dass diese durch ihre Funktion begrĂŒndet ist.

Im Unterschied dazu der Minimalismus bzw. das Flat-Design:

Beim Flat Design wird auf eine realistische Darstellung von Texturen, Verzierungen, Schlagschatten und dreidimensionalen Elementen verzichtet und der Ansatz “weniger ist mehr” verfolgt. Im Fokus steht die Reduktion der Gestaltung auf das Wesentliche. Farbe hingegen wird oft intensiv eingesetzt.

Ich versuchte in Folge die Vergangenheit mit der Gegenwart zu vereinen – dies war auch nicht immer einfach und oft waren etliche Kompromisse notwendig, um das gesteckte Ziel zu erreichen. Dennoch gab es regelmĂ€ĂŸige Updates des Themes, welche zumeist iOS 9 berĂŒcksichtigten. Meine Liebe ins Detail ging sogar so weit, dass ich mich dazu entschloss, eine Blase um mich herum aufzubauen, in der ich jeden Bezug zur Gegenwart versuchte zu ignorieren, so erschien im September 2016 iOS 10 und im Jahr darauf erblickte die nĂ€chste Version das Licht der Welt – fĂŒr mich spielten diese neuen Systeme ( trotz Anfragen einiger Twitter-Follower ) nur eine untergeordnete Rolle, denn ich verwendete ja nach wie vor das – inzwischen – zwei Jahre Ă€ltere System und war damit zufrieden. Dennoch verpasste ich so insgeheim den Anschluss an die Zukunft, ohne es selber zu realisieren – so entstand mein “Reality-Distortion-Field”, zu deutsch RealitĂ€tsverzerrungsfeld â€Š

Auf der anderen Seite konnte ich mehr als zufrieden sein, so liebte ich meine Musik-App, die ein einfach umwerfendes Design besaß. Auch heute stehe ich nach wie vor noch dazu, dass dieses Design seines Gleichen sucht. Erst 2018 merkte ich allmĂ€hlich, dass der Bahnsteig, an dem ich mich befand, schon lange nicht mehr von einem Zug bedient wird, auf dem ich aufspringen konnte, um mit diesem der Zukunft zu folgen. So lief meinem iPhone 6S nach gut drei Jahren allmĂ€hlich die Zeit davon, der Akku forderte seinen Tribut und nach einem Unfall im Dezember 2018 schien die Zeit von iOS 9 und Suave7 fĂŒr mich als beendet. Keine Sorge, ich bin dabei nicht zu Schaden gekommen, sondern lediglich mein iPhone – dank einiger RĂŒcklagen und guter Freunde konnte ich mir ein iPhone 8 zulegen, auf dem ich mich von Beginn an entschied, nicht noch einmal die selben Fehler zu begehen.

Der Status Quo und die Macht der Erinnerungen â€Š

Ich fand mich mit dem gegebenen Status Quo ab, dass sich Zeiten eben Ă€ndern und blickte in die Zukunft. Meine kreative Energie fand so im 2015 gefundenen Freundeskreis SĂ€chsischer Naturisten eine neue WirkungsstĂ€tte und sollte wĂ€hrend der SĂ€chsischen Nacktwanderwoche 2019 belohnt werden. Eure positiven RĂŒckmeldungen, euer Dank und eure Freude sind es, der mir immer wieder neue Energie geben, etwas zu verbessern – damit wir eben nicht in der Vergangenheit verweilen.

Was am Ende fĂŒr mich bleibt ist eine Sammlung von mehr als 270 Fotos, welche an diese Zeit erinnern, die ĂŒber sechs Jahre kreativen Schaffens widerspiegeln. Davon habe ich zwei Fotos fĂŒr euch ausgewĂ€hlt, welche ihr im obigen Verlauf des Beitrags sehen könnt â€Š

Meine Botschaft an euch soll es sein, nicht ewig einer Vergangenheit hinterherzulaufen, es gibt nun einmal Momente in unser aller Leben, an der es zu einem Wendepunkt kommt. Ihr habt hier die Möglichkeit, weiter in einer eigenen Blase in der Vergangenheit zu leben oder den Schritt in Richtung Zukunft zu wagen. Ich habe – wir ihr lesen konntet – feststellen mĂŒssen, dass die Wahrung der Vergangenheit mehr Zeit kostet, als der mutige Schritt in die Zukunft. Es liegt also an euch, fĂŒr welche Richtung ihr euch entscheidet – die Uhr lĂ€sst sich nicht zurĂŒckdrehen, weshalb der Weg fĂŒr mich eindeutig sichtbar ist.

Abschließende Worte

Abschließen möchte ich diesen Beitrag mit einem Zitat von “youneo”, welchen ich in den Weiten des Internets gefunden habe:

Die Chance der Zukunft ist lebensfroher als die Lasten der Vergangenheit. Schaue nach vorne, denke zurĂŒck, lerne aus Fehlern und erlebe dein GlĂŒck.

Ich hoffe, dass euch dieser Einblick in meine Gedanken gefallen hat,
euer Martin

Diesen Beitrag teilen

Über Martin

NatĂŒrlich. Nackt. Frei. Seit Sommer 2015 haben diese drei Worte einen neuen Lebensweg fĂŒr mich geprĂ€gt. Ich war es leid, immer wieder die richtigen Klamotten in Schuh- oder BekleidungsgeschĂ€ften zu finden, nur um sie nach meiner nĂ€chsten Wanderung in die Waschmaschine werfen zu können. Der Bibel zufolge wurde der Mann nackt von Gott erschaffen - wir sehen dies sogar heute bei jeder Geburt, dass niemand mit einer MĂŒtze geboren wird. Aber warum sollten wir Kleidung wĂ€hrend einer Wanderung tragen ? Schließlich sind wir ein Teil der Natur und je mehr wir den Kontakt mit dieser erfahren, um so eher sind wir gewillt diese zu schĂŒtzen. FĂŒr mich ist es daher wichtig, dass ich nicht nur meinen eigenen Körper der Natur aussetze, sondern dass meine Umwelt um mich herum geschĂŒtzt wird 


1 Kommentar

  1. Ganz davon abgesehen, dass ich mit Apple garnichts am Hut habe, das tut aber auch nichts zu dieser Sache, finde ich doch, dass es ein toller Bericht ĂŒber den Weg zur Selbstfindung ist. Respekt fĂŒr die Erkenntnis und diesen Weg! 👍 Ich wĂŒnschte, dass sich mehr Menschen ĂŒber sich und das Leben solche Gedanken machen. 😉

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*