Liebe Besucher,

Freunde. Woran denkt man bei diesem Begriff am ehesten ? Sind es die vermeintlichen 300 Freunde auf Facebook oder sind es die wenigen Freunde, die einem wirklich im Leben zur Seite stehen ? Ich denke, für mich ist diese Antwort klar und es kann sich nur um Letztere handeln – die wahren Freunde eben. Ich bin vor wenigen Tagen 30 Jahre jung geworden und möchte daher diesen Beitrag meinen besten Freunden widmen, die ich ohne unseren Freundeskreis, die damit verbundenen Nacktivitäten und die Sächsische Nacktwanderwoche nie kennengelernt hätte …

Der harte Kern

Beginnen möchte ich natürlich beim harten Kern, der sich aus Torsten, Mario, Andreas, Wolfgang und meiner Wenigkeit zusammensetzt. Wir haben gemeinsam so viele unterschiedliche Wanderungen erlebt, sind dabei auch ganz gern mal an unsere Grenzen gegangen und trotz kleiner Meinungsverschiedenheiten ( wie es unter Freunden nun mal üblich ist ) halten wir dennoch zusammen …

So entstand auch obiges Foto mit den genannten Protagonisten, als wir uns über die Rahmhanke wagten, einem schmalen Felspfad, der unterhalb der Basteiaussicht verläuft.

Ich bin dein Vater …

… oder so ähnlich. Torsten lernte ich das erste Mal 2015 bei einer seiner ersten Nacktwanderungen kennen und bereits nach wenigen Minuten war klar, dass die Chemie stimmt. Inzwischen kann ich gar nicht mehr aufzählen, wieviel ich Torsten zu verdanken habe: Neben meiner eigenen Wohnung, welche nur wenige Meter von seinem Haus entfernt liegt, über das halbe Mobiliar, bis hin zu einer Freundschaft, wie ich sie so noch nicht kannte – dabei sind dies nur die wenigen Dinge, die mir gerade einfallen. Vorausgegangen war dem auch recht früh mein Angebot, ihm bei Arbeiten an seinem Haus zu helfen, was er dankend annahm und unsere Freundschaft so auch intensivierte …

Einige Wochen oder Monate später … ich weiß es nicht mehr genau … bat mir Torsten sogar an, mich in seine Familie aufzunehmen, so wurde ich sein zweiter Sohn und Philip hat nun endlich einen großen Bruder 😃. Doch es gibt auch Schattenseiten: Torsten selbst ist ( auch wenn man es ihm äußerlich nicht ansieht ) schwer krank. 2014 hatte er – bedingt durch Arbeit und zum Teil auch der Familie – einen Burnout, der sein ganzes Leben auf den Kopf stellte. Daraufhin ging es für ihn 2015 zur Kur und bereits im September nahm er an einer unserer Wanderungen teil – ich hatte damals leider das “Pech” zu meiner ( inzwischen ) Ex-Freundin zu fahren und konnte so nicht an dieser Wanderung teilnehmen.

Seit ich Torsten kennengelernt habe, möchte der harte Kern unseres Freundeskreis’ unser Bestmögliches geben, damit es Torsten auf Dauer wieder besser geht. Dabei bringt er sich auch selbst – trotz seiner Vorgeschichte – in unseren Freundeskreis mit neuen Ideen ein ( so haben wir ihm die Idee zu Klaus Enders – Akt und Landschaft, aber auch die Radtour zum großen Stechlinsee zu verdanken ). Wolfgang nannte dabei Torsten’s und mein Engagement für unseren Freundeskreis “eine Bereicherung”. Vor wenigen Tagen äußerten sich auch Andreas und Mario positiv über Torsten’s Engagement und ich hoffe, dass er uns noch viele Jahrzehnte zu den verschiedensten Nacktivitäten begleiten wird.

Wolfgang – Glück und Leben

Was soll ich über Wolfgang sagen ? Schwer. Eigentlich nicht, denn Wolfgang ist für mich einer der Menschen, die dafür sorgen, dass in einem Raum voller Trübsal plötzlich die Sonne aufgeht ( jedenfalls geht es mir so, dass ich immer lächeln muss, wenn ich Wolfgang sehe 😉 ). Ich schätze an Wolfgang besonders seine ruhige und gelassene Art, denn selbst wenn es mal dazu führt, dass wir uns verlaufen, bleibt er dennoch ruhig, auch wenn Andreas hier mal kurzfristig auf die Palme geht – dabei ist Wolfgang auch zugleich unser Organisationstalent und plante bis 2017 jede Wanderwoche im Voraus, übernahm die E-Mail-Korrespondenz und arbeitet – nach wie vor – mit mir zusammen an der Webseite …

Aber auch Wolfgang hat seinen entscheidenden Anteil an meiner Wohnung, so war er es, der mir kurzerhand die Kaution auslegte, um besagte Wohnung wenige Meter von Torsten entfernt beziehen zu können. Ohne Wolfgang, Torsten und Mario wäre dieser Traum niemals in Erfüllung gegangen 😃.

Wolfgang war übrigens auch die erste Person, mit der ich 2015 Kontakt aufnahm: Wer meinen Beitrag “Natürlich. Nackt. Frei.” gelesen hat, wird feststellen, dass Wolfgang bei mir einiges an Geduld aufwenden musste, später meinte er allerdings, dass es da “auch schon schlimmere Neulinge” gab. Da bin ich ja echt beruhigt 😉. In diesen knapp drei Jahren ist Wolfgang – neben Torsten – zu meiner Vertrauensperson geworden und gerade durch die Wanderwoche letztes Jahr weiß ich, wieviel er mir als Freund bedeutet. Immerhin war es Wolfgang, der mir mit seinem Rat bei einigen schwierigen Gefühlslagen zur Seite stand, wofür ich ihm noch lange dankbar sein werde 😥.

Im Juni 2018 entschied sich Wolfgang etwas kürzer zu treten und Torsten und mir die Organisation der einzelnen Veranstaltungen unseres Freundeskreis zu übergeben – dazu zählt auch die Wanderwoche.

Mario – Stille Wasser ?

Mario ist ein Mensch, der sich gern in der Gruppe versteckt – so macht es für mich den Anschein, dabei ist das nicht schlimm, so werden die eigenen Stärken im besten Fall sogar noch verstärkt. Nachdem ich anfangs etwas Schwierigkeiten mit Mario hatte und lange Zeit dachte, dass er mich nicht mag, wurde gegen Ende 2016 Stück für Stück klar, dass wir beide doch auf gleicher Wellenlänge liegen. So kam es dazu, dass Mario – neben Torsten und Wolfgang – den größten Anteil zum Erfolg meiner Wohnung beigetragen hat …

An dieser Stelle möchte ich Mario auch nochmal für seine Hilfe danken, ohne ihn wären viele Dinge unmöglich gewesen, daher zählt er ebenso zu den besten Freunden, die ich mir vorstellen kann.

Mario selbst ist dabei immer etwas verschwiegen und hält sich etwas bedeckt im Hintergrund, doch sein Kartoffelsalat, den er uns zur Wanderwoche zubereitet, sowie sein Erbseneintopf sind einfach ein Traum und sollte jeder mindestens einmal im Leben probiert haben. Das ist aber lange noch nicht alles, denn Mario ist großer Fan der Olsenbande – für Bürger der ehemaligen DDR sicherlich eher ein Begriff, als für viele Bundesbürger – weshalb er sich auch die Zeit nahm und ein komplettes Drehbuch für einen 15. Film schrieb. Leider kamen ihm die Schauspieler Egon, Kjeld und Yvonne etwas zu früh und verstarben bereits vor einigen Jahren, was ihn aber nicht davon abhielt seinen Gedanken zu Papier zu bringen.

Andreas – Unser Wanderführer

Über Andreas könnte ich viel erzählen, doch dies würde sicherlich den Rahmen dieses Beitrags sprengen, denn immerhin möchte ich euch noch über ein paar weitere Freunde berichten. Doch eins kann ich klar über Andreas sagen: Er ist unser Wanderführer und sorgt dafür, dass niemand zurückbleibt – egal, ob nun jemand ( also ich 😄 ) während unserer Stiegentour an der Häntzschelstiege ins Straucheln kommt oder durch eine Verletzung an der Rübezahlstiege beinahe verblutet ( letzteres mag vielleicht übertrieben sein 🤕 ). Stets hat er etwas zum Verbinden dabei und passt auf, dass die Gruppe beisammen bleibt …

Dabei habe ich mit Andreas hin und wieder kleine Meinungsverschiedenheiten, die entweder mal unsere Webseite betreffen, als auch unsere politischen Ansichten. Ich möchte Andreas auf keinen Fall verurteilen, ich möchte nur, dass er weiß, dass ich ihn zu den besten Freunden zähle, die ich je kennengelernt habe. Andreas ist dabei – ähnlich wie Wolfgang – ein Mensch, der einen Gruppe durch seine bloße Anwesenheit zum Lächeln bringt. Oder um es anders zu sagen: Es gibt eben Menschen, die mit dem Herzen lächeln. Wohl deswegen fühlen sich unsere Gäste bei der Wanderwoche so sicher und in guten Händen aufgehoben.

Er zählt neben Wolfgang dabei auch zu den ältesten aktiven Mitgliedern unserer Wandergruppe – nicht vom biologischen Alter gesehen, sondern von den Jahren der Zugehörigkeit zum Freundeskreis. So ist Andreas neben Wolfgang dafür verantwortlich, dass 2012 ein Neuanfang in Sachsen gewagt werden konnte: Aus dem Naturistencamp Sachsen, welches unter Siggi entstand, wurde der Freundeskreis Sächsischer Naturisten, welche einmal jährlich zur Sächsischen Nacktwanderwoche einladen …

Im Gegensatz zu Torsten, Wolfgang und Mario hat sich Andreas in weiten Teilen aus der Planung und Organisation meiner Wohnung herausgehalten, was ich auch gut finde, denn zu viele Köche verderben ganz gern den Brei. Als Gast ist er aber jederzeit herzlich eingeladen – dafür steht auch immer ein kühles Bier parat 😄.

Freunde von nah und fern …

Bedingt durch unsere Wanderwochen sind auch viele Freunde von außerhalb hinzugekommen, die natürlich genauso viel Aufmerksamkeit verdienen, wie die Freunde aus unserem Freundeskreis. War ich 2015 nur für drei Tage an der Wanderwoche beteiligt, bin ich seit 2016 grundsätzlich von Anfang bis Ende dabei …

Gerd und Otto – Unzertrennlich ?

Nun da sollte man erstmal klären, wer Gerd und wer Otto ist: Gerd kommt aus Münster und Otto ebenso, doch im Gegensatz zu Gerd spricht Otto nur eine Sprache: Wuff 🐶. Gerd haben Martin und ich am Donnerstag der ersten Wanderwoche im vergangenen Jahr kennengelernt, als wir den Papststein erkundeten. Wir kehrten anschließend in den Gohrischer Hofladen ein, um eine Kleinigkeit zu uns zu nehmen und so lernten wir uns näher kennen. Dabei kam auch recht schnell raus, dass Gerd und ich ein gemeinsames Interesse an Geschichte hegten – bei einem Geschichtslehrer ( der er nun mal ist ) auch kein Wunder …

Da die Sächsische Schweiz leider nicht ganz so geeignet für Hunde ist, musste Gerd zusammen mit Otto häufig andere Wege beschreiten. Nachdem mich Horst, Mic und Rainer einluden an den Nachholtagen der Westfälischen Naturistentage teilzunehmen, war klar, dass ich Gerd hier weit aus besser kennenlernen konnte. Dies führte wenige Wochen nach den Nachholtagen der WNT auch dazu, dass Gerd mich nach Südtirol einlud – am Reiseziel war unser Freundeskreis etwas schuld, denn als wir – im Beisein von Gerd – unseren Freunden und Mitwanderern während der Sächsischen Nacktwanderwoche unsere Erlebnisse aus Österreich erzählten, erinnerte sich Gerd an einen Kindheitsurlaub in den Alpen. Und da Urlaub allein keinen Spaß macht, entschied er sich – kurzerhand – einen neuen guten Freund einzuladen.

Dies waren bei Weitem nicht alle Freunde. Wenn ihr mehr von Horst, Martin, Mic und Rainer erfahren wollt, so müsst ihr euch bei uns nur registrieren bzw. anmelden.

Abschließende Worte

Tja das sind sie meine besten Freunde. Ich möchte mich abschließend noch einmal ganz herzlich bei euch bedanken, denn ohne euch stünde ich heute nicht da, wo ich jetzt bin. Habt ihr doch einen entscheidenden Anteil an meiner Wohnung, meinen Gefühlen oder meinem Verständnis von echter Freundschaft. Danke, dass ihr mich immer wieder aufheitert. Danke, dass ihr mich immer wieder unterstützt. Danke, dass ihr mir immer wieder zeigt, dass es im Leben nichts Wichtigeres als euch gibt: Echte Freunde.

Ich hoffe, dass euch dieser Einblick in meine Gedanken gefallen hat,
euer Martin

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Über Martin

Natürlich. Nackt. Frei. Seit Sommer 2015 haben diese drei Worte einen neuen Lebensweg für mich geprägt. Ich war es leid, immer wieder die richtigen Klamotten in Schuh- oder Bekleidungsgeschäften zu finden, nur um sie nach meiner nächsten Wanderung in die Waschmaschine werfen zu können. Der Bibel zufolge wurde der Mann nackt von Gott erschaffen - wir sehen dies sogar heute bei jeder Geburt, dass niemand mit einer Mütze geboren wird. Aber warum sollten wir Kleidung während einer Wanderung tragen ? Schließlich sind wir ein Teil der Natur und je mehr wir den Kontakt mit dieser erfahren, um so eher sind wir gewillt diese zu schützen. Für mich ist es daher wichtig, dass ich nicht nur meinen eigenen Körper der Natur aussetze, sondern dass meine Umwelt um mich herum geschützt wird …

1 Kommentar

  1. Danke Martin für deine einfühlsame Worte. Echte Freunde sind das Beste was man haben kann.
    Freue mich das du und Tanja euch so gut versteht.
    Eine schöne Veranstaltung wie die Sächsische Nacktwanderwoche ist meistens das Ergebnis von mehreren die gut zusammen arbeiten. Weiter so.

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