Von Martin|23. April 2018|Gedanken|1 Kommentare

Liebe Besucher,

Freunde. Woran denkt man bei diesem Begriff am ehesten ? Sind es die vermeintlichen 300 Freunde auf Facebook oder sind es die wenigen Freunde, die einem wirklich im Leben zur Seite stehen ? Ich denke, fĂŒr mich ist diese Antwort klar und es kann sich nur um Letztere handeln – die wahren Freunde eben. Ich bin vor wenigen Tagen 30 Jahre jung geworden und möchte daher diesen Beitrag meinen besten Freunden widmen, die ich ohne unseren Freundeskreis, die damit verbundenen NacktivitĂ€ten und die SĂ€chsische Nacktwanderwoche nie kennengelernt hĂ€tte â€Š

Der harte Kern

Beginnen möchte ich natĂŒrlich beim harten Kern, der sich aus Torsten, Mario, Andreas, Wolfgang und meiner Wenigkeit zusammensetzt. Wir haben gemeinsam so viele unterschiedliche Wanderungen erlebt, sind dabei auch ganz gern mal an unsere Grenzen gegangen und trotz kleiner Meinungsverschiedenheiten ( wie es unter Freunden nun mal ĂŒblich ist ) halten wir dennoch zusammen â€Š

So entstand auch obiges Foto mit den genannten Protagonisten, als wir uns ĂŒber die Rahmhanke wagten, einem schmalen Felspfad, der unterhalb der Basteiaussicht verlĂ€uft.

Ich bin dein Vater â€Š


 oder so Ă€hnlich. Torsten lernte ich das erste Mal 2015 bei einer seiner ersten Nacktwanderungen kennen und bereits nach wenigen Minuten war klar, dass die Chemie stimmt. Inzwischen kann ich gar nicht mehr aufzĂ€hlen, wieviel ich Torsten zu verdanken habe: Neben meiner eigenen Wohnung, welche nur wenige Meter von seinem Haus entfernt liegt, ĂŒber das halbe Mobiliar, bis hin zu einer Freundschaft, wie ich sie so noch nicht kannte – dabei sind dies nur die wenigen Dinge, die mir gerade einfallen. Vorausgegangen war dem auch recht frĂŒh mein Angebot, ihm bei Arbeiten an seinem Haus zu helfen, was er dankend annahm und unsere Freundschaft so auch intensivierte â€Š

Einige Wochen oder Monate spĂ€ter â€Š ich weiß es nicht mehr genau â€Š bat mir Torsten sogar an, mich in seine Familie aufzunehmen, so wurde ich sein zweiter Sohn und Philip hat nun endlich einen großen Bruder đŸ˜ƒ. Doch es gibt auch Schattenseiten: Torsten selbst ist ( auch wenn man es ihm Ă€ußerlich nicht ansieht ) schwer krank. 2014 hatte er – bedingt durch Arbeit und zum Teil auch der Familie – einen Burnout, der sein ganzes Leben auf den Kopf stellte. Daraufhin ging es fĂŒr ihn 2015 zur Kur und bereits im September nahm er an einer unserer Wanderungen teil – ich hatte damals leider das „Pech“ zu meiner ( inzwischen ) Ex-Freundin zu fahren und konnte so nicht an dieser Wanderung teilnehmen.

Seit ich Torsten kennengelernt habe, möchte der harte Kern unseres Freundeskreis‘ unser Bestmögliches geben, damit es Torsten auf Dauer wieder besser geht. Dabei bringt er sich auch selbst – trotz seiner Vorgeschichte – in unseren Freundeskreis mit neuen Ideen ein ( so haben wir ihm die Idee zu Klaus Enders – Akt und Landschaft, aber auch die Radtour zum großen Stechlinsee zu verdanken ). Wolfgang nannte dabei Torsten’s und mein Engagement fĂŒr unseren Freundeskreis „eine Bereicherung“. Vor wenigen Tagen Ă€ußerten sich auch Andreas und Mario positiv ĂŒber Torsten’s Engagement und ich hoffe, dass er uns noch viele Jahrzehnte zu den verschiedensten NacktivitĂ€ten begleiten wird.

Wolfgang – GlĂŒck und Leben

Was soll ich ĂŒber Wolfgang sagen ? Schwer. Eigentlich nicht, denn Wolfgang ist fĂŒr mich einer der Menschen, die dafĂŒr sorgen, dass in einem Raum voller TrĂŒbsal plötzlich die Sonne aufgeht ( jedenfalls geht es mir so, dass ich immer lĂ€cheln muss, wenn ich Wolfgang sehe đŸ˜‰ ). Ich schĂ€tze an Wolfgang besonders seine ruhige und gelassene Art, denn selbst wenn es mal dazu fĂŒhrt, dass wir uns verlaufen, bleibt er dennoch ruhig, auch wenn Andreas hier mal kurzfristig auf die Palme geht – dabei ist Wolfgang auch zugleich unser Organisationstalent und plante bis 2017 jede Wanderwoche im Voraus, ĂŒbernahm die E-Mail-Korrespondenz und arbeitet – nach wie vor – mit mir zusammen an der Webseite â€Š

Aber auch Wolfgang hat seinen entscheidenden Anteil an meiner Wohnung, so war er es, der mir kurzerhand die Kaution auslegte, um besagte Wohnung wenige Meter von Torsten entfernt beziehen zu können. Ohne Wolfgang, Torsten und Mario wĂ€re dieser Traum niemals in ErfĂŒllung gegangen đŸ˜ƒ.

Wolfgang war ĂŒbrigens auch die erste Person, mit der ich 2015 Kontakt aufnahm: Wer meinen Beitrag „NatĂŒrlich. Nackt. Frei.“ gelesen hat, wird feststellen, dass Wolfgang bei mir einiges an Geduld aufwenden musste, spĂ€ter meinte er allerdings, dass es da „auch schon schlimmere Neulinge“ gab. Da bin ich ja echt beruhigt đŸ˜‰. In diesen knapp drei Jahren ist Wolfgang – neben Torsten – zu meiner Vertrauensperson geworden und gerade durch die Wanderwoche letztes Jahr weiß ich, wieviel er mir als Freund bedeutet. Immerhin war es Wolfgang, der mir mit seinem Rat bei einigen schwierigen GefĂŒhlslagen zur Seite stand, wofĂŒr ich ihm noch lange dankbar sein werde đŸ˜„.

Im Juni 2018 entschied sich Wolfgang etwas kĂŒrzer zu treten und Torsten und mir die Organisation der einzelnen Veranstaltungen unseres Freundeskreis zu ĂŒbergeben – dazu zĂ€hlt auch die Wanderwoche.

Mario – Stille Wasser ?

Mario ist ein Mensch, der sich gern in der Gruppe versteckt – so macht es fĂŒr mich den Anschein, dabei ist das nicht schlimm, so werden die eigenen StĂ€rken im besten Fall sogar noch verstĂ€rkt. Nachdem ich anfangs etwas Schwierigkeiten mit Mario hatte und lange Zeit dachte, dass er mich nicht mag, wurde gegen Ende 2016 StĂŒck fĂŒr StĂŒck klar, dass wir beide doch auf gleicher WellenlĂ€nge liegen. So kam es dazu, dass Mario – neben Torsten und Wolfgang – den grĂ¶ĂŸten Anteil zum Erfolg meiner Wohnung beigetragen hat â€Š

An dieser Stelle möchte ich Mario auch nochmal fĂŒr seine Hilfe danken, ohne ihn wĂ€ren viele Dinge unmöglich gewesen, daher zĂ€hlt er ebenso zu den besten Freunden, die ich mir vorstellen kann.

Mario selbst ist dabei immer etwas verschwiegen und hĂ€lt sich etwas bedeckt im Hintergrund, doch sein Kartoffelsalat, den er uns zur Wanderwoche zubereitet, sowie sein Erbseneintopf sind einfach ein Traum und sollte jeder mindestens einmal im Leben probiert haben. Das ist aber lange noch nicht alles, denn Mario ist großer Fan der Olsenbande – fĂŒr BĂŒrger der ehemaligen DDR sicherlich eher ein Begriff, als fĂŒr viele BundesbĂŒrger – weshalb er sich auch die Zeit nahm und ein komplettes Drehbuch fĂŒr einen 15. Film schrieb. Leider kamen ihm die Schauspieler Egon, Kjeld und Yvonne etwas zu frĂŒh und verstarben bereits vor einigen Jahren, was ihn aber nicht davon abhielt seinen Gedanken zu Papier zu bringen.

Andreas – Unser WanderfĂŒhrer

Über Andreas könnte ich viel erzĂ€hlen, doch dies wĂŒrde sicherlich den Rahmen dieses Beitrags sprengen, denn immerhin möchte ich euch noch ĂŒber ein paar weitere Freunde berichten. Doch eins kann ich klar ĂŒber Andreas sagen: Er ist unser WanderfĂŒhrer und sorgt dafĂŒr, dass niemand zurĂŒckbleibt – egal, ob nun jemand ( also ich 😄 ) wĂ€hrend unserer Stiegentour an der HĂ€ntzschelstiege ins Straucheln kommt oder durch eine Verletzung an der RĂŒbezahlstiege beinahe verblutet ( letzteres mag vielleicht ĂŒbertrieben sein đŸ€• ). Stets hat er etwas zum Verbinden dabei und passt auf, dass die Gruppe beisammen bleibt â€Š

Dabei habe ich mit Andreas hin und wieder kleine Meinungsverschiedenheiten, die entweder mal unsere Webseite betreffen, als auch unsere politischen Ansichten. Ich möchte Andreas auf keinen Fall verurteilen, ich möchte nur, dass er weiß, dass ich ihn zu den besten Freunden zĂ€hle, die ich je kennengelernt habe. Andreas ist dabei – Ă€hnlich wie Wolfgang – ein Mensch, der einen Gruppe durch seine bloße Anwesenheit zum LĂ€cheln bringt. Oder um es anders zu sagen: Es gibt eben Menschen, die mit dem Herzen lĂ€cheln. Wohl deswegen fĂŒhlen sich unsere GĂ€ste bei der Wanderwoche so sicher und in guten HĂ€nden aufgehoben.

Er zĂ€hlt neben Wolfgang dabei auch zu den Ă€ltesten aktiven Mitgliedern unserer Wandergruppe – nicht vom biologischen Alter gesehen, sondern von den Jahren der Zugehörigkeit zum Freundeskreis. So ist Andreas neben Wolfgang dafĂŒr verantwortlich, dass 2012 ein Neuanfang in Sachsen gewagt werden konnte: Aus dem Naturistencamp Sachsen, welches unter Siggi entstand, wurde der Freundeskreis SĂ€chsischer Naturisten, welche einmal jĂ€hrlich zur SĂ€chsischen Nacktwanderwoche einladen â€Š

Im Gegensatz zu Torsten, Wolfgang und Mario hat sich Andreas in weiten Teilen aus der Planung und Organisation meiner Wohnung herausgehalten, was ich auch gut finde, denn zu viele Köche verderben ganz gern den Brei. Als Gast ist er aber jederzeit herzlich eingeladen – dafĂŒr steht auch immer ein kĂŒhles Bier parat đŸ˜„.

Freunde von nah und fern â€Š

Bedingt durch unsere Wanderwochen sind auch viele Freunde von außerhalb hinzugekommen, die natĂŒrlich genauso viel Aufmerksamkeit verdienen, wie die Freunde aus unserem Freundeskreis. War ich 2015 nur fĂŒr drei Tage an der Wanderwoche beteiligt, bin ich seit 2016 grundsĂ€tzlich von Anfang bis Ende dabei â€Š

Tanja – Be Proud. Go Nude.

Anfangs dachte ich mir beim Schreiben dieses Beitrags, dass es wohl schwer werden wird, die richtigen Worte fĂŒr Tanja zu finden, doch – auch dank Martin – kann ich inzwischen sagen, dass Tanja zu den außergewöhnlichsten Menschen zĂ€hlt, die ich je kennenlernen durfte. Als ich Tanja letztes Jahr zur Wanderwoche kennenlernte, schaltete irgendwie mein Gehirn ab und das Herz ĂŒbernahm den Verstand – auch wenn Tanja dies nicht hören möchte, war sie die Liebe meines noch recht jungen Lebens â€Š

Bedingt durch die GefĂŒhle zu ihr entstand so auch ein etwas „subjektiver“ Bericht zur ersten Wanderwoche 2017. Ebenso war sie fĂŒr mich der Hauptgrund einmal an den WestfĂ€lischen Naturistentagen teilzunehmen. Ich wĂŒrde mich durchaus freuen, wenn Tanja dieses Jahr wieder ein Teil unserer Nacktwanderwoche wĂ€re, denn inzwischen ist aus der anfĂ€nglichen Liebe doch eine ganz besondere Freundschaft entstanden und ich bin froh Tanja zu meinen Freunden zĂ€hlen zu dĂŒrfen.

So möchte ich dir auch fĂŒr diese wunderschöne Zeit danken, die du Martin und mir wĂ€hrend der letzten Wanderwoche beschert hast đŸ˜˜.

Gerd und Otto – Unzertrennlich ?

Nun da sollte man erstmal klĂ€ren, wer Gerd und wer Otto ist: Gerd kommt aus MĂŒnster und Otto ebenso, doch im Gegensatz zu Gerd spricht Otto nur eine Sprache: Wuff đŸ¶. Gerd haben Martin, Tanja und ich am Donnerstag der ersten Wanderwoche im vergangenen Jahr kennengelernt, als wir den Papststein erkundeten. Wir kehrten anschließend in den Gohrischer Hofladen ein, um eine Kleinigkeit zu uns zu nehmen und so lernten wir uns nĂ€her kennen. Dabei kam auch recht schnell raus, dass Gerd und ich ein gemeinsames Interesse an Geschichte hegten – bei einem Geschichtslehrer ( der er nun mal ist ) auch kein Wunder â€Š

Da die SĂ€chsische Schweiz leider nicht ganz so geeignet fĂŒr Hunde ist, musste Gerd zusammen mit Otto hĂ€ufig andere Wege beschreiten. Nachdem mich Horst, Mic und Rainer einluden an den Nachholtagen der WestfĂ€lischen Naturistentage teilzunehmen, war klar, dass ich Gerd hier weit aus besser kennenlernen konnte. Dies fĂŒhrte wenige Wochen nach den Nachholtagen der WNT auch dazu, dass Gerd mich nach SĂŒdtirol einlud – am Reiseziel war unser Freundeskreis etwas schuld, denn als wir – im Beisein von Gerd – unseren Freunden und Mitwanderern wĂ€hrend der SĂ€chsischen Nacktwanderwoche unsere Erlebnisse aus Österreich erzĂ€hlten, erinnerte sich Gerd an einen Kindheitsurlaub in den Alpen. Und da Urlaub allein keinen Spaß macht, entschied er sich – kurzerhand – einen neuen guten Freund einzuladen.

Dies waren bei Weitem nicht alle Freunde. Wenn ihr mehr von Horst, Martin, Mic und Rainer erfahren wollt, so mĂŒsst ihr euch bei uns nur registrieren bzw. anmelden.

Abschließende Worte

Tja das sind sie meine besten Freunde. Ich möchte mich abschließend noch einmal ganz herzlich bei euch bedanken, denn ohne euch stĂŒnde ich heute nicht da, wo ich jetzt bin. Habt ihr doch einen entscheidenden Anteil an meiner Wohnung, meinen GefĂŒhlen oder meinem VerstĂ€ndnis von echter Freundschaft. Danke, dass ihr mich immer wieder aufheitert. Danke, dass ihr mich immer wieder unterstĂŒtzt. Danke, dass ihr mir immer wieder zeigt, dass es im Leben nichts Wichtigeres als euch gibt: Echte Freunde.

Ich hoffe, dass euch dieser Einblick in meine Gedanken gefallen hat,
euer Martin

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Über Martin

NatĂŒrlich. Nackt. Frei. Seit Sommer 2015 haben diese drei Worte einen neuen Lebensweg fĂŒr mich geprĂ€gt. Ich war es leid, immer wieder die richtigen Klamotten in Schuh- oder BekleidungsgeschĂ€ften zu finden, nur um sie nach meiner nĂ€chsten Wanderung in die Waschmaschine werfen zu können. Der Bibel zufolge wurde der Mann nackt von Gott erschaffen - wir sehen dies sogar heute bei jeder Geburt, dass niemand mit einer MĂŒtze geboren wird. Aber warum sollten wir Kleidung wĂ€hrend einer Wanderung tragen ? Schließlich sind wir ein Teil der Natur und je mehr wir den Kontakt mit dieser erfahren, um so eher sind wir gewillt diese zu schĂŒtzen. FĂŒr mich ist es daher wichtig, dass ich nicht nur meinen eigenen Körper der Natur aussetze, sondern dass meine Umwelt um mich herum geschĂŒtzt wird 


1 Kommentar

  1. Danke martin fpr deine einfĂŒhlsame worte. Echte Freunde sind das beste was man haben kann .
    Freue mich das du und tanja euch so gut versteht.
    Eine schöne Veranstaltung wie die SÀchsische SÀchsische nacktwanderwoche ist meistens das Ergebnis von mehreren die gut zusammen arbeiten. Weiter so lg Gerhard göttler gunzenhausen

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