Es gibt die wenigen Tage im Leben, da erinnert man sich genau wo man war und was man tat: Zum Beispiel der 11. September 2001. Zu jenen Tagen, an die ich mich genau erinnere, zählt auch der 5. Oktober 2011 – der Tag, an dem Steve Jobs seinem langjährigen Krebsleiden erlag 😢. Die Welt verlor an diesem Tag einen Visionär, der uns nicht nur den Personal Computer und das erste Betriebssystem mit grafischer Benutzeroberfläche brachte, sondern auch die digitale Welt revolutionierte: Angefangen mit den farbenfrohen iMacs ( 1998 ), die der beigefarbenen PC-Welt   den Kampf ansagten, über den iPod ( 2001 ), mit dem „1.000 Songs in die Hosentasche“ passten, bis hin zum iPhone ( 2007 ), dass die Welt der Smartphones durch Toucheingaben von einem Tag auf den anderen über den Haufen warf.

Anfangs von der Konkurrenz belächelt – Microsoft’s Ex-CEO Steve Ballmer äußerte sich 2007 zum iPhone, dass es sich „nicht sonderlich verkaufen“ wird – finden sich heute Geräte, wie der iMac G3, der iPod Classic oder der Power Mac G4 Cube der „Apple Industrial Design Group“, im Museum of Modern Arts wieder. Unvergessen bleibt auch das Design des iMac G4 – zu Beginn der 2000er Jahre brachten das Duo Jonathan Ive ( Leiter des Industriedesigns bei Apple ) und Steve Jobs zahlreiche Geräte mit innovativen Designs auf den Markt.

There’s lots of Ways to be as a Person, and some People express their deep Appreciation in different Ways, but one of the Ways that I believe People express their Appreciation to the Rest of Humanity is to make something wonderful and put it out there.

- Steve Jobs -

Jonathan Ive und Steve Jobs galten bereits seit meiner Jugend als Vorbilder und das nicht erst seitdem ich mich intensiv mit Designs von Webseiten beschäftige. Den leuchtenden Apfel auf der Rückseite der MacBook-Displays hat wohl jeder schon einmal gesehen und Ende 2008 kam der nächste Clou des Duos: Fortan sollte das MacBook Pro ( und wenig später auch das MacBook ) in einem Aluminium-Gehäuse daherkommen. Ein derart durchdachtes Design suchte man in der PC-Welt lange vergeblich, Grund genug, warum sich viele Menschen für ein Apple-Gerät entschieden. Ich kam jedoch erst durch glückliche Umstände in den vergangenen Wochen zu einem gut erhaltenen MacBook Pro aus dem Jahre 2014, auf dem Teile dieses Beitrags entstehen.

Think different …

… oder worum es eigentlich geht. Seit ich im Jahr 2016 das WordPress-Theme „Agama PRO“ gekauft habe, gab es in den letzten Jahren stets im Winter reichlich zu tun: Mal machte der Kalender Probleme, dann wieder das Theme an sich. Diesen Winter ( wir sprechen von Mai ), war es dann an der Zeit, die Ursache für all diese Probleme ausfindig zu machen und so wurde Stück für Stück der Design-Code überarbeitet, bis endlich jene „Skeleton.css“ verschwand, die für alle Probleme verantwortlich war – zu den Sächsischen Naturistentagen startete unserer Webseite mit einem runderneuerten Design, der alte Name verschwand und neuo ( als Anagram aus Neumorphismus, einem aktuellen Designtrend und Skeuomorphismus, der Designsprache von macOS bis Version 10.9 bzw. iOS 6 ) wurde geboren. Auf Discord schrieb ich Mitte Mai:

Man müsse die Oberfläche „lecken wollen“ – so wie Steve Jobs im Januar 2000 die Oberfläche „Aqua“ für Mac OS X enthüllte, möchten wir unser neues Design präsentieren. Mit sorgsam hinzugefügten Schattierungen für wichtige Elemente, dazu gesellt sich ein Hauch Tiefe, wenn ihr mit der Maus über einen Button fahrt. Darüberhinaus haben wir an manchen Stellen die Feile angesetzt und einige Rundungen verfeinert.

Natürlich lag auch zu diesem Zeitpunkt noch Einiges an Arbeit vor mir, denn das Design allein reichte nicht aus, auch der PHP-Code wollte optimiert werden – dieser wurde in den letzten Jahren ( mangels fehlendem Wissen ) weitestgehend unangetastet gelassen. Vor knapp zwei Wochen begann dann die Arbeit und zu meinem Erstaunen war die Angst teilweise unbegründet: Stellenweise erinnerte die Syntax an JavaScript, welches als Skriptsprache für viele Funktionen im Front-End zum Einsatz kommt. Ziel sollte nicht minder sein, neuo zu beschleunigen und alten Ballast über Bord zu werfen.

Ich wollte endlich abseits bekannter Wege denken ( eben „Think different“ : Denke das Andere ) und so erhielt nicht nur die Suche einen neuen Platz in der Menüleiste, sondern ich ließ mich auf der Apple-Homepage inspirieren, wie man den Menü-Eintrag der Startseite geschickt verbergen und doch schnell erreichen kann: Wenn du schnell zur Startseite zurückkehren möchtest, ist es fortan nicht mehr nötig, das Menü zu öffnen, sondern du kannst dafür einfach auf unser Logo in der Menüleiste tippen …

Doch auch während den Thüringer Naturistentagen – eigentlich eine Zeit zum Entspannen, galt dies doch als mein „Urlaub“ – kam so manche Idee zum Vorschein, die auch wenig später umgesetzt wurde. Die Auswahl des Erscheinungsbildes für unsere Webseite war bisher recht wenig aussagekräftig, dabei macht gutes Design ein Produkt verständlich, wie es Dieter Rams in seinen „10 Thesen für gutes Design“ formulierte. Photoshop konnte hier sicherlich einen großen Anteil beitragen, denn ein Bild sagt mehr als tausend Worte und gerade für das Aussehen einer Webseite ist dies essentiell …

Weit vor den Sächsischen Naturistentagen liebäugelte ich mit einer weiteren Idee: Exposé. Manche Mac-Nutzer wird dieser Name an eine Funktion erinnern, mit der alle Fenster nebeneinander dargestellt werden können – zugegeben, die Inspiration dafür war auch macOS, wie viele weitere Namen, die in neuo Verwendung finden: ShortLook, welches Kurzinformationen unserer Wanderrouten beinhaltet, ist eigentlich ein Cydia-Tweak für iOS-Geräte mit einem Jailbreak, QuickLook ( unter macOS eine Schnellvorschau für Dateien und Ordner ) findet ihr auf der Startseite über dem letzten Beiträgen. Unser Exposé hingegen bietet euch keine Übersicht auf offene Fenster, sondern eine Übersicht auf alle Mitglieder unserer Wandergruppe, die Bedienung ist intuitiv einfach: Überfahrt ein Exposé mit der Maus, um weitere Informationen zu einem Mitglied zu erhalten. Diese neue Funktion wird in Zukunft die Mitgliederliste ersetzen …

Martin
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Martin Nitsche

Die fresäna-App …

Lange spielte ich mit dem Gedanken, unsere Webseite vom Homescreen eines iPhones oder iPads zu starten, dabei sollte sich nicht nur ein weiterer Tab in Safari öffnen, sondern ich wollte, dass sie sich wie eine native App anfühlt. Im Laufe der Jahre entwickelte sich unsere Webseite mehr und mehr unter dem Fokus „Mobile-first“ – mobilen Geräten galt das Hauptaugenmerk. Dies betraf nicht nur das Design, sondern eben auch die Ladezeiten der einzelnen Beiträge und Seiten. In den letzten Wochen und Monaten wurden dann die letzten Puzzle-Teile zusammengefügt, um diesen letzten Schritt zu ermöglichen …

Die Statusleiste wird – je nach gewähltem Erscheinungsbild – von einem leichten Schatten unterlegt, so dass ihr auch weiterhin die Uhrzeit, das WiFi-Signal, die verbleibende Restladung eures Akkus und alle weiteren Symbole im Blick habt. Die Navigationsleiste wird von drei Elementen beherrscht: Neben der Schaltfläche auf der linken Seite, die das Menü öffnet, findet ihr rechts die Suche und mittig das Logo unserer Webseite.

Um den Web-Clip bzw. die Web-App eurem Homescreen hinzuzufügen, öffnet einfach folgenden Link in Safari, tippt auf und wählt anschließend „Zum Home-Bildschirm“ aus:

https://nacktwanderfreunde.de/?ui=webapp

Ihr habt kein iPhone oder iPad ? Theoretisch sollte die Web-App auch mit allen anderen modernen Smartphones und Tablets funktionieren, entwickelt und optimiert wurde sie jedoch für den Einsatz auf Apple-Geräten 😉.

Warum wechselt das Erscheinungsbild dieses Beitrags nach ungefähr zwei Sekunden ?

Genauer gesagt 2.011 Millisekunden. Dies ist kein Fehler in der Programmierung, sondern ich wollte euch das Animationssystem demonstrieren. Zugleich besteht nun für Autoren die Möglichkeit, das Farbschema des Nutzers zu überschreiben.

Doch schaut am besten selbst und wenn ihr genau hinschaut, entdeckt ihr vielleicht auch eine von zwei Funktionen, die nur heute sichtbar sein werden ( Stichwort: Unten ). Es sind eben die kleinen Dinge, die uns bewegen. Eben „Unser Anspruch“.

Stay hungry. Stay foolish,
euer Martin

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Über Martin

Natürlich. Nackt. Frei. Seit Sommer 2015 haben diese drei Worte einen neuen Lebensweg für mich geprägt. Ich war es leid, immer wieder die richtigen Klamotten in Schuh- oder Bekleidungsgeschäften zu finden, nur um sie nach meiner nächsten Wanderung in die Waschmaschine werfen zu können. Der Bibel zufolge wurde der Mann nackt von Gott erschaffen - wir sehen dies sogar heute bei jeder Geburt, dass niemand mit einer Mütze geboren wird. Aber warum sollten wir Kleidung während einer Wanderung tragen ? Schließlich sind wir ein Teil der Natur und je mehr wir den Kontakt mit dieser erfahren, um so eher sind wir gewillt diese zu schützen. Für mich ist es daher wichtig, dass ich nicht nur meinen eigenen Körper der Natur aussetze, sondern dass meine Umwelt um mich herum geschützt wird …