Liebe Mittelalterfreunde,

bereits das dritte Mal, nach den Jahren 2017 und 2018, ging es für uns in den Badezuber im Dresdner Stallhof, zum “Bad in der Hauffe” oder für unsere Leser, denen die Sprache des Mittelalters nicht geläufig ist, das “Bad in der Menge” …

Doch bevor wir ein Bad in der Menge nehmen konnten, sollten wir uns erst einmal in Dresden vor’m Hauptbahnhof auf dem Wiener Platz treffen. Einfacher gesagt als getan, denn nachdem Erik und ich uns entschieden, bereits in Dohna in den Zug zu steigen, sollten André, Torsten und Uwe am Hauptbahnhof auf uns warten. André fanden wir recht schnell, verblieben nur noch Torsten und Uwe, welche wir nach kurzer Suche fanden. Zuletzt wurde noch Christian eingesackt und dann konnte es losgehen … wenn da nicht noch jemand gefehlt hätte.

Wolfgang fehlte noch, doch bevor die Panik ausbricht, zückte ich mein iPhone und rief ihn kurzerhand an: Während wir bereits am Hauptbahnhof standen, war Wolfgang anderweitig unterwegs und wollte uns direkt am Stallhof aufsuchen.

So schlenderten wir in Richtung des Stallhofs, doch nicht ohne zuvor einen Halt bei den Dresdner Winterlichtern einzulegen, denn der Glühwein wollte auf seine Qualität geprüft werden – und welch ein Wunder: Er schmeckt noch genauso wie im vorigen Jahr 😋. Da ich zunächst keinen Glühwein wollte, entschied sich Christian mir einen zu spendieren, wofür ich ihm sehr dankbar bin …

Am Striezelmarkt ging es für uns nur seitlich vorbei, in Richtung des Georgentors, so dass wir nach kurzer Zeit auch schon am Eingang des Stallhofs standen. Wir entschieden uns, über den Fürstenzug zum Südeingang zu laufen, von dem wenige Meter entfernt obiges Foto entstand. Da es bis zum Bad noch einige Minuten dauerte, schwärmten wir zwischen den mittelalterlichen Ständen in alle Richtungen aus, um uns einen Glühwein zu gönnen, den leeren Magen zu füllen oder das stille Örtchen aufzusuchen. Kurz vor 17 Uhr konnte dann endlich die Abdeckung vom Zuber entfernt werden und wir durften die Treppen hinauf zur Umkleide steigen – für meine Wenigkeit hieß es allerdings: Stativ aufbauen und die mutigen Jungs fotografieren …

Über 100 Fotos sind in diesem – gut 90 Minuten andauernden – Bad entstanden, mit einigen Klagen von Torsten, dass ihm das Wasser zu warm wäre. Dabei empfand der Rest der Gruppe die 38,5 Grad eher als angenehm – für mich, der einige Minuten auch dem Nieselregen ausgesetzt war, wäre das eine willkommene Abwechslung gewesen. Dennoch war es draussen echt kalt. Erik’s Stativ machte es da auch nicht besser 😄 …

Doch jedes Bad hat irgendwann mal ein Ende und nach reichlich vielen Fotos mit ebenso viel Applaus mussten wir wieder in unsere Klamotten schlüpfen.

Abschließend entschieden wir uns noch, eine kleine Mahlzeit im Kunst Café Antik zu uns zu nehmen, bevor wir uns wieder in alle Himmelsrichtungen verteilten, um den Weg nach Hause anzutreten …

Ich hoffe, dass euch unser kleines Bad in der Menge gefallen hat,
euer Martin

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Über Martin

Natürlich. Nackt. Frei. Seit Sommer 2015 haben diese drei Worte einen neuen Lebensweg für mich geprägt. Ich war es leid, immer wieder die richtigen Klamotten in Schuh- oder Bekleidungsgeschäften zu finden, nur um sie nach meiner nächsten Wanderung in die Waschmaschine werfen zu können. Der Bibel zufolge wurde der Mann nackt von Gott erschaffen - wir sehen dies sogar heute bei jeder Geburt, dass niemand mit einer Mütze geboren wird. Aber warum sollten wir Kleidung während einer Wanderung tragen ? Schließlich sind wir ein Teil der Natur und je mehr wir den Kontakt mit dieser erfahren, um so eher sind wir gewillt diese zu schützen. Für mich ist es daher wichtig, dass ich nicht nur meinen eigenen Körper der Natur aussetze, sondern dass meine Umwelt um mich herum geschützt wird …

1 Kommentar

  1. Danke, dass ich daran teilnehmen durfte: es hat wirklich richtig Spaß gemacht. Und warm war es auch 🙂

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